Appirio nutzt die Popularität von Plattform als Service für den Ausbau seiner Erfolgsvision
Erfolg gründet nicht selten auf einer reinen Vision. Im Fall von Appirio umfasst diese Vision die Möglichkeiten, die sich aus dem salesforce.com-Geschäftsmodell „Plattform als Service“ ergeben.
Appirio ist ein junges, aufstrebendes Unternehmen im kalifornischen San Mateo, das Beratungsservices und Produktentwicklung mit Cloud-Computing-Technologien verbindet und seinen Kunden so die erfolgreiche Bereitstellung von salesforce.com- und Google Enterprise-Anwendungen ermöglicht. Chief Marketing Officer Narinder Singh und Appirios CEO Chris Barbin erkannten das Potenzial der Plattform als Service (Platform as a Service, PaaS) erstmals, als das Unternehmen im Auftrag von Borland Salesforce-Service- und -Support-Anwendungen implementierte.
Der Beginn immer neuer Geschäftsmöglichkeiten
„Eigentlich wäre ich beinahe CIO bei Borland geworden. Ich leitete einen Geschäftszweig und hatte aufgrund einer durchgeführten Übernahme mit IT und Geschäftsabläufen zu tun. Als ich mit eigenen Augen sah, wie salesforce.com die IT und das Geschäft beeinflusst, erkannte ich meine Chance darin, das, was ich bei Borland angefangen hatte, einer gesamten Branche zugänglich zu machen“, erklärt Barbin. „Nach dem Einstieg bei Appirio analysierten wir die Bereitstellung von ###SSS###. Daraus konnten wir ableiten, was von Salesforce im Hinblick auf die Plattform zu erwarten war“, so Barbin. „Uns war klar, dass die Möglichkeiten für unser Geschäft nahezu explodieren würden, sobald salesforce.com erkannte, wie unsere Kapazitäten mit Service und Support ausgebaut und unternehmensweit als Plattform zur Verfügung gestellt werden konnten.“
Und tatsächlich unterstützt Appirio nicht nur Kunden darin, das Software-als-Service-Modell (Software as a Service, SaaS) von salesforce.com für sich zu nutzen, sondern wickelt auch sein eigenes Geschäft über die Force.com-Plattform ab. „Wir wollten unbedingt ein neuartiges Geschäft gründen“, berichtet Singh. „In unserem Unternehmen steht nicht ein einziger Server, sondern nur Laptops, über die wir auf Google Apps und Salesforce zugreifen. Von anfangs drei wuchs unsere Mitarbeiterzahl auf 65 an, ohne dass zwischenzeitlich die Infrastruktur verändert wurde – denn im Grunde gibt es keine.“
Das Force.com-Aha-Erlebnis
Mit so beeindruckenden Kunden wie Dolby, Qualcomm und CRC Health auf seiner Seite ist sich das Unternehmen des Erfolgs seiner neuartigen Herangehensweise gegenüber der herkömmlichen Funktionsweise normaler Software sicher. Singh, der fest davon überzeugt ist, dass herkömmliche Software die Hauptziele von IT-Unternehmen nur behindert, erläutert seine Philosophie folgendermaßen:
„Wir haben unsere Vision klar vor Augen. Einige Partner arbeiten mit SaaS und standortgebundener Software, denn sie glauben, dass sie das der technischen Entwicklung schuldig seien. Wir arbeiten jedoch nicht auf diese Weise.“ Und er fügt hinzu: „Wenn die herkömmliche Herangehensweise den Interessen des Kunden zuwiderläuft, suchen wir nach neuen Wegen.“
Diese leidenschaftliche Überzeugung ist zurückzuführen auf die enormen Kosteneinsparungen und die Skalierbarkeit, die die Force.com-Plattform bietet. Bei der Arbeit mit CRC Health, das mithilfe der Force.com-Plattform die Abläufe mehrerer Unternehmensbereiche optimieren wollte, konnte Appirio eine Lösung, die für nur 12 Personen gedacht war, auf schnellem Wege 500 Benutzern zur Verfügung stellen und damit die Verwaltung des Patientenaufkommens entscheidend verbessern. Dies ist nur eines von vielen Beispielen, das zeigt, wie die Force.com-Plattform IT-Unternehmen eine neuartige und individuelle Herangehensweise für die Lösung von geschäftstypischen Problemen bietet.
Ohne Anfangskosten auskommend, verkürzt die Force.com-Plattform die Entwicklungszeiten und senkt die Betriebskosten so stark, das es Kunden oft erst glauben, wenn sie es selbst sehen.
„Gleich zu Beginn zeigen wir ihnen anhand von strategischen Übungen wie der Erstellung eines Vorführprojekts, dass unser Konzept funktioniert. Auf diese Weise verstehen sie unsere Vision und erkennen, wie es ihr Unternehmen unterstützen kann“, erklärt Barbin. „Die Kunden haben ein Aha-Erlebnis, wenn sie sehen, dass eine gerade erstellte Lösung an ihr gesamtes Unternehmen angepasst werden kann.“
Web 2.0: Die Consumerization des Unternehmens
Der Wert geht über reine Dollarbeträge oder Markteinführungszeiten hinaus und wirkt sich positiv auf das Kerngeschäft aus. Appirio sieht eine Parallele zwischen der enormen Verschiebung, die sich mit der persönlichen Nutzung des Internets im Alltag ergab, und dem, was Barbin als „Consumerization der Unternehmenstechnologie“ bezeichnet.
„Unternehmenskunden waren die Vorteile des Internets lange Zeit verwehrt: Das Web 2.0-Modell für Alltagsnutzer kam auf geschäftlicher Ebene bisher nicht an.“ Barbin erläutert weiter: „Heutzutage können mehr Menschen über Innovation oder die Lösung von Geschäftsproblemen nachdenken, ohne dabei mit der Sorge um ihre Technologieinfrastruktur belastet zu sein. Früher als CIO war ich öfter damit beschäftigt, die Server zu zählen, als damit, nach vorn zu schauen.“
Salesforce und Google: Die Clouds verbinden
Mithilfe der Freiheit des PaaS-Modells, Lösungen zu entwickeln und einzigartige Möglichkeiten schaffen zu können, ist das Unternehmen in der Lage, über den Tellerrand einer herkömmlichen Beratungsfirma hinwegzusehen und eigene Produkte zu erarbeiten.
„Ohne Force.com wären wir nur ein Beratungsunternehmen unter vielen“, so Singh. „Auf einmal war es jedoch nicht nur möglich, sondern sogar von Vorteil, Produkte zu entwickeln. Unser Zeitaufwand für die Entwicklung hat sich im Vergleich zu einer standortgebundenen Lösung um ein Vielfaches verkürzt.“
Da Appirio sowohl mit Salesforce als auch mit Google Enterprise zusammenarbeitet, hatte es durch die Einführung von fünf Anwendungen, die die beiden führenden Unternehmen verbinden, eine Schlüsselrolle in deren Partnerschaft inne. Aufgrund der Zusammenarbeit mit beiden Unternehmen ist Appirio außerdem in der einzigartigen Lage, Ähnlichkeiten der einzelnen Angebote zu nutzen, eventuelle Lücken zu schließen und so synergetische Anwendungen zu entwickeln.
„Es ist sehr aufregend, Produkte zu erstellen, die verdeutlichen, wie einzelne Teile der Cloud zusammenarbeiten, um dann aus diesen Einzelteilen wiederum etwas noch Bedeutenderes zu schaffen“, ergänzt Singh.
Die Tatsache, dass salesforce.com an ein und demselben Tag seine Partnerschaft mit Google bekannt gab und dessen (von Appirio entwickelte) Produkte zur Verfügung stellte, macht den Unterschied zwischen der alten und der neuen Technologiewelt deutlich. Die Geschwindigkeit, mit der Produkte auf den Markt gebracht werden, ermöglicht Partnern in den ersten Reihen dieser revolutionären Entwicklung, die Vorteile in vollem Umfang zu nutzen.
„Durch die Bereitstellung einer Plattform, über die jeder mit den entsprechenden Kenntnissen Innovationen verbreiten kann, bietet Force.com mehr als faire Voraussetzungen“, bemerkt Barbin. „Die Partner, die zuerst Innovationen anbieten, werden in diesem Ökosystem am weitesten vorankommen.“
Nicht ohne Spaß
Als einer der ersten salesforce.com-Partner, der Visualforce einsetzte – eine Funktion zur einfachen Aktivierung personalisierter Benutzeroberflächen in Salesforce oder anderen beliebigen Anwendungen –, hat Appirio Maßstäbe in puncto Innovation im Rahmen des salesforce.com-Ökosystems gesetzt.„Visualforce verkörpert das Potenzial und den Spaß von Force.com“, so Singh. „Einige geringfügige Codeänderungen können das gesamte Benutzererlebnis einer Oberfläche neu gestalten. Es ist ein großartiges Tool, um dem Kunden Freude zu bereiten.“
Salesforce IdeaExchange, eine Anwendung für gemeinschaftliche Ideen, ist ein weiteres Angebot, das nach Ansicht der Appirio-Führungskräfte den Innovationsprozess sowohl innerhalb eines Unternehmens als auch im Austausch mit Kunden vorantreibt.
„Wir sehen enorme Vorteile in der Entwicklung neuer Lösungen mithilfe der unter IdeaExchange diskutierten Konzepte“, stellt Singh fest. „In IdeaExchange wird eine Umgebung geschaffen, in der eine Gemeinschaft Ideen diskutiert und nur die besten am Ende übrig bleiben.“
In der 1. Liga mitspielen
Während Force.com die Basis für das Konzept von Appirio zur Unterstützung seiner Kunden ist, spielen Salesforce und die Plattform die entscheidende Rolle, wenn es am Anfang um die Gewinnung dieser Kunden geht.
„Im Allgemeinen werden wir mit nur 75 Mitarbeitern als kleines Unternehmen wahrgenommen“, erklärt Barbin. „Aber aufgrund der Tatsache, dass wir mit salesforce.com und Google zusammenarbeiten, spielen auch wir in der 1. Liga mit. Und da die Salesforce-Infrastruktur auch unsere Infrastruktur ist, können wir getrost dieselbe marktführende Sicherheit und Zuverlässigkeit anpreisen. Dadurch erhalten wir das Vertrauen, das notwenig ist, um mit den größten Unternehmen der Welt in Kontakt zu treten und Geschäfte mit ihnen zu machen. Noch besser ist: Da wir unsere Geschäftsabläufe über eine Plattform abwickeln, die wir kennen, ist es uns möglich, in kürzester Zeit zu einem Unternehmen mit mehr als 1.000 Mitarbeitern anzuwachsen.“
Wie beginne ich?
Befolgen Sie am besten die Schnellstart-Anweisungen für Force.com.
