Stefan Schmidt-Grell – Director Marketing



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Informationen zu Stefan Schmidt-Grell

Stefan Schmidt-Grell (44) ist seit April 2011 Director Marketing bei der XING AG. In dieser Position leitet er die gesamte Endkunden-Kommunikation, u.a. zur Gewinnung von Neumitgliedern, Premium-Mitgliedern und das Brand-Marketing.

In seiner vorangegangenen Funktion war Stefan Schmidt-Grell bereits für den Bereich Product Marketing und damit für die Vermarktung der Bereiche e-Recruiting und Unternehmensprofile sowie der mobilen Dienste verantwortlich. Als Director XING Jobs hatte er zuvor den Stellenmarkt auf der Plattform erfolgreich ausgebaut.

Vor seinem Wechsel zur XING AG war Stefan Schmidt-Grell in leitenden Positionen bei der eBay Deutschland GmbH tätig, zuletzt als Head of Merchant Relations. Bei der Bertelsmann AG war er zuvor neun Jahre lang in Berlin und Hamburg tätig, unter anderem leitete er für die Bertelsmann Music Group den Bereich Marketing & Media Management.

Stefan Schmidt-Grell studierte Betriebswirtschaft und Marketing an der FH München. Das Studium schloss er Anfang 1994 mit dem Diplom zum Betriebswirt ab. Er ist verheiratet, hat zwei Söhne und lebt in Hamburg.

Viele assoziieren Xing in erster Linie mit Karriere und dem Arbeitsmarkt. Wie können aber Unternehmen, die gerade nicht am Rekrutieren sind, vom Netzwerk profitieren?

Fakt ist: Unternehmen müssen da sein, wo ihre Zielgruppen sind. Und diese finden sie auf XING. Dort lassen sich nicht nur Mitarbeiter, sondern auch Geschäfts- sowie Kooperationspartner und Kunden erreichen. Daher kann es sich kaum ein Unternehmen noch leisten, in beruflichen Netzwerken wie XING nicht präsent zu sein. Bei uns treffen sie auf eine attraktive professionelle Zielgruppe mit über 12 Millionen Fach- und Führungskräften und Berufstätigen, darunter mehr als 6 Mio. im deutschsprachigen Raum. Unternehmen bieten wir eine ganze Bandbreite von Funktionen und Services, wie etwa gestaltbare Unternehmensprofile, Gruppen, XING Jobs und Werbung.

Wie benutzen Sie Xing für ihr eigenes Marketing?

In meiner Position als Marketing-Leiter spielt das Netzwerk natürlich eine immens wichtige Rolle. XING hilft mir seit Jahren dabei, mit Branchenkollegen in Kontakt zu bleiben. Zur gleichen Zeit kann ich mich über meine Kontakte auf dem Laufenden halten, was die Entwicklungen in der Social-Media- und Marketing-Branche angelangt. Tipp: Startpunkt für erfolgreiches Netzwerken ist immer das eigene Profil. Der Profilbesucher soll ein möglichst genaues Bild von mir erhalten. Hierzu gehört neben einem repräsentativen Bild ein ausführlicher Lebenslauf mit exakter Angabe, wie lange man beim jeweiligen Arbeitgeber tätig war, welche Position dort bekleidet wurde und im Idealfall auch eine kurze Beschreibung der Aufgaben. Ebenso ist es unabdingbar, die Felder „Ich suche“ und „Ich biete“ auszufüllen. Hier kann jeder seine individuellen Stärken und seine Expertise aufzeigen sowie angeben, welche Kontakte er auf XING sucht.

Was hat Xing, was andere professionelle Netzwerke wie LinkedIn und Viadeo, nicht bieten können?

Für Berufstätige ist XING das wichtigste professionelle Online-Netzwerk auf dem deutschsprachigen Markt. Die Gründe sind vielfältig: So spielt die Lokalität eine wichtige Rolle, denn ebenso wie Unternehmen dort vertreten sein müssen, wo sie ihre Zielgruppen finden, sollten auch Berufstätige sich in einem Umfeld bewegen, das von ihren aktuellen oder potenziellen Dienstleistern, Geschäftspartnern oder potenziellen Arbeitgebern frequentiert wird. Und diese findet man für gewöhnlich nicht in Dubai, Singapur oder Chicago, sondern in München, Köln oder am besten in der eigenen Stadt. Lokale Kompetenz ist relevant, denn vertrauensvolle Geschäftskontakte setzen Nähe voraus. Im Gegensatz zum Wettbewerb ist XING ein offenes Netzwerk und ermöglicht jedem, relevante neue Kontakte zu knüpfen.

Und nicht zuletzt bieten wir ein seriöses und vertrauenswürdiges Umfeld, das andere Netzwerke so nicht bieten. So verschlüsseln wir bereits in der Standardeinstellung den kompletten Datenverkehr für eingeloggte Mitglieder. Als deutsches Unternehmen unterliegen wir zudem den strikten deutschen bzw. europäischen Datenschutzbestimmungen und bieten damit einen Schutz, den bspw. amerikanische Anbieter nicht bieten, der aber von den Nutzern als sehr wichtig angesehen wird. Das ist auch einer der Gründe, weswegen die Nachfrage von Unternehmenskunden immer größer wird.

Was sind die Dinge, die Marketers oft bei der Optimierung des Unternehmensprofils vergessen? Was würden Sie ihnen außerdem raten?

Bevor Sie ein Unternehmensprofil anlegen, ist es wichtig, Ziele festzulegen. Machen Sie sich Gedanken über das „Warum“ – möchten Sie in erster Linie Ihre Reputation verbessern, Kunden binden, neue hinzugewinnen oder als Arbeitgeber attraktiver werden? Die Ansprache muss zudem authentisch und sympathisch sein, verzichten Sie daher auf Marketing-Floskeln. Das wichtigste ist, dass Sie aktiv sein müssen. Ein veralteter Unternehmensauftritt macht einen schlechten Eindruck. Pflegen Sie daher Ihren Unternehmensauftritt, indem Sie regelmäßig Neuigkeiten, neue Fotos und Videos einstellen. So gewinnen Ihre Interessenten auch einen Einblick in Ihr Unternehmen. Nicht zuletzt sollte jedes Unternehmen seine eigenen Mitarbeiter involvieren. So können diese Ihre Neuigkeiten und Botschaften an ihre eigenen Kontakte auf XING weiterleiten oder über Twitter streuen.

Welche Unternehmen sind Ihrer Meinung nach die Xing-Musterschüler was Marketing betrifft? Welche Profile sollten wir uns anschauen und warum?

Es gibt viele gelungene Unternehmenspräsenzen auf XING, die von unseren Mitgliedern sehr gut angenommen werden. Die meisten Interessenten haben oft die Unternehmen, die regelmäßig relevante News verbreiten. Diese Neuigkeiten können von allen Mitgliedern abonniert werden. Sehr beliebt ist beispielsweise das Unternehmensprofil der Lufthansa AG. Die Fluggesellschaft informiert seine Abonnenten regelmäßig über neue Entwicklungen im Konzern und weist auf besondere Angebote hin. Stark vertreten ist vor allem das Thema Employer Branding. Insbesondere große Firmen, die einen verstärkten Bedarf an Fachkräften haben, nutzen ihr Unternehmensprofil, um auf ihre Arbeitgeberqualitäten aufmerksam zu machen. Zum Beispiel betreibt die Daimler AG auf XING ein Unternehmensprofil mit über 20.000 Abonnenten. Der Autobauer setzt seinen Fokus auf Employer Branding und stellt spannende Artikel z.B. zum Thema „Arbeitsplatz der Zukunft“ oder „Die häufigsten Führungsfehler deutscher Chefs“ zur Diskussion. Die Otto Group nutzt das Unternehmensprofil auch, um alle neu ausgeschriebenen Jobs im Unternehmen vorzustellen. Mit zusätzlichen Bildern gewährt das Hamburger Unternehmen seinen Interessenten einen interessanten Blick in den Arbeitsalltag des Unternehmens.

Wie kann Xing für Lead Generation benutzt werden? Denken Sie, dass das Netzwerk auch in einem Lead Nurturing Programm eine aktive Rolle spielen kann?

Über XING haben Unternehmen die Chance, schnell und direkt mit Kunden, Interessenten und Geschäftspartnern zu kommunizieren sowie neue Leads zu generieren – für Neugeschäft, Kooperationen und Aufträge. Die Plattform unterstützt mit ihren umfangreichen Funktionen Unternehmen in ihrem Arbeitsalltag und spart ihnen Zeit und Aufwand, indem sie ihnen relevante Informationen an die Hand gibt und komfortabel aufbereitet. Auf diese Weise kann auch die berüchtigte Kaltakquise umgangen werden, da die relevanten Informationen – etwa Position im Unternehmen oder Interessen – vor der ersten Kontaktaufnahme über das Profil der interessanten Person abgerufen werden können.

Kann man Xing mit anderen Apps oder Plattformen (z.B. Salesforce) integrieren? Falls ja, wie?

Eine Integration von XING in anderen Apps oder Plattformen ist möglich. XING bietet hierzu für Drittentwickler eine Schnittstelle an. Die XING-API erweitert somit das bestehende XING-Netzwerk auf neue Kanäle. Selbstverständlich sind wir auch bei der API wie bei XING üblich unseren strikten Prinzipien beim Datenschutz treu geblieben und sichern und verwalten den Zugang auf die Mitgliederdaten entsprechend.

Welche Rolle spielt Social Media in Deutschland? Was unterscheidet den deutschen Markt von unseren europäischen Nachbarn und wie packen deutsche Unternehmen die Social Media Herausforderung an?

Deutschland ist im Vergleich zu anderen Ländern in Europa zurückhaltender in der Nutzung von Social Media. Auch das berufliche Netzwerken steht erst am Anfang. Wenn wir uns Länder wie Großbritannien oder die Niederlande anschauen, stellen wir fest, dass dort 10 bis 15 Prozent Mitglied eines beruflichen sozialen Netzwerks sind: In Deutschland liegt der Anteil erst bei knapp 6 Prozent. Hier besteht also noch viel Aufholbedarf. Gleichzeitig bedeutet das für uns, dass wir hier großartige Wachstumschancen haben. Schließlich gibt es Branchen, die seit Jahren bei XING sehr stark vertreten sind – Finanzen, IT oder Consulting – andere hingegen starten erst jetzt mit ihren Social-Media-Aktivitäten.

Können Sie uns erklären, warum Xing im Vergleich zu den anderen Riesen in Deutschland so erfolgreich ist?

XING ist die klare Nr. 1 unter den professionellen Netzwerken im deutschsprachigen Markt. In dieser Region sind mehr als 6 Millionen Fach- und Führungskräfte angemeldet. In Wirtschaftsmetropolen wie München oder Hamburg ist bereits rund jeder dritte Berufstätige Mitglied. Und XING ist das am aktivsten genutzte berufliche Online-Netzwerk: Hierzulande entfallen 4 von 5 Seitenaufrufen geschäftlicher Netzwerk auf XING. Die hohe Zahl kombiniert mit der überdurchschnittlich starken Aktivität der Mitglieder machen ein erfolgreiches und nützliches Netzwerk aus. Davon profitiert natürlich nicht nur das einzelne Mitglied, sondern auch das Unternehmen, das sich auf XING seiner Zielgruppe präsentiert

Welche Trends sehen Sie momentan in Deutschland? Was klappt in Bezug auf Social Media gut, was weniger?

Bereits jetzt sind dreiviertel aller Internetnutzer in Deutschland in sozialen Medien aktiv. Die Durchdringung wird sicherlich in den nächsten Jahren noch weiter steigen. Für jedes Unternehmen bedeutet dies, dass sie sich jetzt gegenüber sozialen Medien öffnen müssen, sollten sie dies bislang noch nicht getan haben. Gerade die nachrückende neue Generation – die sogenannte Generation Y – hat sehr viel Einfluss auf den Bereich Social Media. Die Art und Weise Konsumenten, aber auch neue Mitarbeiter anzusprechen, erlebt einen Umbruch und die Unternehmen müssen sich darauf einstellen. Beispielsweise bildet der Dialog über XING, Twitter oder Facebook gerade für die jüngere Generation immer öfter die erste Anlaufstelle. Wer sich jetzt dieser Entwicklung gegenüber verschließt, wird es künftig schwer haben.

In Bezug auf Social Media, wie sieht für Sie die Zukunft aus?

Social Media hat sich in den vergangenen Jahren so rasant wie kein anderes Medium entwickelt. Dabei war dies jedoch erst der Anfang. Ich bin überzeugt, dass wir künftig noch auf Anwendungsfälle treffen werden, an die wir heute noch gar nicht gedacht haben – etwa, weil derzeit die technischen Möglichkeiten fehlen oder die Bedürfnisse der Menschen sich wandeln werden. Gleichermaßen wird Social Media im professionellen Bereich sicherlich eine noch größere Rolle einnehmen – ein Feld, auf das XING sich fokussiert.

Was steht bei Xing als nächstes auf der Agenda?

Wir möchten unseren Mitgliedern – Einzelpersonen sowie Unternehmen – bestmöglich in ihrem beruflichen Alltag unterstützen. Hierzu arbeiten wir laufend am Ausbau sowie der gänzlichen Neuentwicklung von Produkten und Features, so wollen wir im Laufe des nächsten Jahres den Service für unsere Premium-Mitglieder erweitern und Unternehmen die Möglichkeit schaffen, sich als Arbeitgeber noch besser und präsenter auf XING zu positionieren. Das sind nur einige Beispiele. Auch im mobilen Bereich wird sich künftig noch einiges tun, schließlich erfolgen mittlerweile bereits rund ein Drittel aller Zugriffe auf XING über Tablets und Smartphones.

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