Mit Blick auf den Dom: 1. Life-Sciences-Tag in Köln

Vor einer Woche (am 9. September) fand in Köln der erste salesforce.com Life-Sciences-Tag statt. Zahlreiche Vertreter von Unternehmen wie Bayer, Merck, Abbott, Baxter, Boehringer oder Fresenius trafen sich mit Branchen-Experten von salesforce.com sowie den Beratungshäusern BearingPoint, ITBconsult und Mavens Consulting.

Was beschäftigt Life-Sciences-Unternehmen heute?

Ärzte, Patienten und medizinische Einrichtungen sind heute mehr „social“ als je zuvor. 3 Millionen Ärzte sind bereits in eigenen sozialen Netzwerken organisiert (Quelle: Manhattan Research), 80 Prozent aller Patienten informieren sich online über Krankheiten und Behandlungsmethoden (Quelle: PewResearchCenter), nahezu 60 Prozent vertrauen Kliniken mit Präsenz in sozialen Medien mehr als denen ohne Facebook & Co (Quelle: PwC).

Mobile Endgeräte, mit denen Ärzte gemeinsam mit Patienten Behandlungspläne und Röntgenbilder besprechen können, gehören dabei ebenso schon fast zum Alltag wie spezielle Apps für Patienten.

Hinzu kommen fortlaufende demographische Veränderungen der Gesellschaft, auslaufende Patente (siehe hierzu auch meinen Blogpost „Innovative Technologien für Innovationen“), immer spezieller werdende Behandlungsformen und ein großer Druck auf die Forschungs- und Entwicklungs-Pipeline in einem regulierten Markt.

Wie reagieren die Unternehmen darauf?

Nahezu alle Unternehmen stellen sich diesen neuen Herausforderungen. Multi-Channel-Vertriebs- und –Marketing-Lösungen sind dabei nicht mehr wegzudenken, genauso wie eine ständige Analyse von „Big Data“ sowie Monitoring und zielgerichtetes Management aller sozialen Medien.

Auch auf die Mitarbeiter kommen starke Veränderungen zu, allein mit der Einführung von Tools ist die Transformation nicht zu stemmen. Gleiches gilt auch für den Kundenservice „rund um den Patienten“.

Wer sich vernetzt, gewinnt

Am Ende werden diejenigen Unternehmen im Gesundheitsmarkt erfolgreich sein, die alle Bausteine sinnvoll miteinander in Verbindung bringen. Heute sind das bereits Ärzte, die sich in sozialen Medien selbst organisieren. Zukünftig wird ein solches Netzwerk auch Patienten-Communities, Online-Medizintechnik, Labore, Forschungs- und Expertengruppen sowie Versicherungen enthalten.

Patienten brauchen Antworten

Alle genannten Initiativen dienen dazu, Antworten zu geben – auf folgende Fragen: Wo bekomme ich die beste Hilfe? Mit wem kann ich sprechen? Wie gehen andere Patienten mit der Krankheit um? Was ist die beste Behandlungsmethode? Welcher Arzt soll mich behandeln? Gibt es aktuelle Studien und Testreihen? Wer zahlt die Behandlung? Und letztendlich: Wie komme ich zurück zu einem gesunden Leben?

Sie sehen: Es ist einiges los im Gesundheitsmarkt. Spannende Trends und Themen, die uns alle betreffen. Alle Teilnehmer waren sich einig: Es gibt viel zu tun bis zum 2. Life-Sciences-Tag – dort werden wir erneut jede Menge Diskussionsstoff haben.