„Was hat sie, das ich nicht habe? Was hat sie, was hat sie, was hat sie?“ – das fragte sich 1979 Katja Ebstein. (Eine gute deutsche Version ist auf Youtube leider nicht zu kriegen – nur auf Französisch „Qu'est-ce qu'elle a“.) Ein schöner hochemotionaler Song. Würde man ihn noch ein bisschen verrappen, könnte man ihn prima auf die derzeitige Cloud-Diskussion umschreiben: Was hat die Public Cloud, das die Private Cloud nicht hat?

Cloudkl
Nur die Public Cloud bringt‘s

Meine Antwort darauf finden Sie im „IT-Business“-Beitrag „IDC-Studie ‚Cloud Computing in Deutschland 2013‘ – Cloud-Anbieter über Vorzüge und Hürden von Cloud-Services für Fachabteilungen“. Ja, ich bin wirklich davon überzeugt, dass nur eine Public Cloud echte Vorteile bringt, weil nur eine Public Cloud eine Multi-Tenancy-Architektur hat, womit sich ein Unternehmen nicht um Upgrades, Maintenance, Releases und so „Gedöns“ kümmern muss, sondern sich auf sein Business konzentrieren kann.

Multi-Tenancy

Multi-Tenancy heißt im Prinzip nichts anderes, als dass sich mehrere Kunden einen Server teilen. (Details zu Multi-Tenancy können Sie hier nachlesen.) Oh weh, jetzt höre ich schon den einen oder anderen Cloud-Anbieter schreien, dass es sich damit eben doch um eine Private Cloud handelt. Weil: Auch wenn es keinen eigenen Server für den Kunden gibt, so hat der Kunde doch ein eigenes Plätzchen auf einem ganz bestimmten Server. Ha, also ist auch Multi-Tenancy „private“! Echt „public“ sei eine Cloud nur dann, wenn von irgendwoher, also von Amazon, Google & Co., Speicherplatz bezogen wird, oder etwa nicht?

Cloud-Definition – Streit um des Kaisers Bart

Meines Erachtens streiten wir uns hier um des Kaisers Bart. Wann ist eine Cloud „private“? Wann ist sie „public? Wann ist sie „echt“? Nach der aktuell vom National Institute of Standards and Technology (NIST) herausgegebenen Definition sind unsere Clouds gewiss keine Pappkameraden. Denn unsere Wolken erfüllen alle NIST-Cloud-Kriterien, wie Sie hier nachlesen können: „erstens Selbstbedienung für die User nach Bedarfslage, zweitens Zugang zu Breitbandverbindungen, drittens ein gemeinsamer Ressourcenpool, viertens die Möglichkeit zur elastischen Skalierung der Ressourcen und fünftens Messung der Service-Leistungen.“ Ob das unsere Kunden interessiert?

Public, private, hybrid? Egal!

Ich meine: NEIN! Denn für unsere Kunden zählt allein, dass Sie mit unseren Produkten ein State-of-the-Art-Werkzeug an die Hand bekommen, um CRM, Marketing und Vertrieb zu optimieren. Unseren Kunden dürfte es also herzlich egal sein, ob zum Beispiel unsere SalesCloud private, public, hybrid oder sonst was ist. Die Frage ist vielmehr, wie der Vertrieb mit der SalesCloud innerhalb kürzester Zeit messbar bessere Ergebnisse erzielen kann.

Mein Fazit lautet daher: Fragen wir uns nicht „Was hat sie, das ich nicht habe?“, sondern nehmen wir lieber den Hit aus den 1980ern von „Geier Sturzflug“ und ersetzen „Bruttosozialprodukt“ durch „Umsatz“ und „Gewinn“ :-)