Die Dreamforce als Schaufenster in die Zukunft der App-Entwicklung

Der renommierte Tech-Blogger Sascha Pallenberg lebt in Taipeh, Taiwan. Von dort aus berichtet er auf seinem Blog Mobilegeeks vor allem über mobile Gadgets und Mobile-Technologien. Mobilegeeks gilt als eines der wenigen profitablen deutschsprachigen Blogs. Wir freuen uns, dass Sascha Pallenberg heute zu Gast bei uns ist:

Meine erste Dreamforce-Konferenz liegt nun bereits fast zwei Wochen zurück und ich versuche immer noch, nur ansatzweise die Größe und Komplexität dieses Events von salesforce.com zu begreifen.

Die Einladung, an der Dreamforce teilzunehmen, erreichte mich recht überraschend und umso schneller habe ich zugesagt; denn nichts ist in meinem Job wichtiger, als sich fortlaufend weiterzuentwickeln und immer wieder den berühmten Blick über den Tellerrand zu wagen.

Über 120.000 registrierte Besucher, alle drei Moscone Centers gebucht und dazu auch noch die Straße zwischen Moscone North und South abgesperrt. Ich glaube, ich untertreibe noch, wenn ich sage, dass ich von den Ausmaßen der Dreamforce ganz schwer beeindruckt war.

Der nächste (positive) Schreck machte sich breit, als ich mir den Session-Planer für den ersten Tag vornahm, der dann ausgefaltet ganz schwer Richtung Format DIN A0 ging. Internet of Things, M2M, Content-Marketing, POS, Cloud, Apps... Yep, ich hätte durchaus eine Liste der am häufigsten verwendeten Buzzwords daraus erstellen können. Aber das zeigte einfach nur, wie vertikal die abgedeckten Themen verliefen.

Eingangkl

10 parallele Tracks – oder waren es doch vielleicht gar 20? Wer auf der Dreamforce nicht sein Thema finden konnte, dem war in meinen Augen auch nicht mehr zu helfen.

Mal davon abgesehen, dass ich die eher technischen Themen selbst seit Jahren beackere, habe ich mich mehr auf das Phänomen salesforce.com an sich konzentriert. In den letzten vier Jahren habe ich weltweit sicherlich an gut drei Dutzend Entwicklerkonferenzen teilgenommen, diverse Keynotes über die Entwicklung des mobilen Marktes gehalten und dabei immer wieder versucht zu erklären, was denn das „Next Big Thing” sein wird. Ich denke, ich habe es auf der Dreamforce gefunden.

Die Entwickler-Community benötigt unbedingt eine Prise Realitätssinn. Niemand sitzt mehr im Starbucks und bastelt alleine an dem nächsten globalen Erfolg der Marke „Angry Birds”, „Snapchat” oder „Candy Crush Saga”. Das sind absolute Ausnahmen und wenn man bedenkt, dass 80 Prozent der Umsätze im Google Play Store und Apple App Store von nur 20 Prozent der Entwickler generiert werden, dann sollte man sich langsam aber sicher vom Gedanken des „vom Coffeeshop-Entwickler zum Millionär”-Märchens verabschieden.

Appexchange

Die Zukunft für die App-Entwickler liegt nicht nur in der Vertikalen, sondern auf den B2B-Märkten. Eine Firma wie HP oder Dell kauft keine 99 Cent Apps ein; und vor allen Dingen denken sie in ganz anderen Dimensionen als Stückzahlen.

App bedeutet nicht „kostenlos” oder gar „extrem günstig”. Es bedeutet ebenso wenig, dass es sich hierbei um irgendein Social-Media-Tool, Spiel oder sonstigen Zeitvertreib handeln muss.

Die Straße für Enterprise-Apps ist geteert und salesforce.com hat dies für all die Tausenden Entwickler da draußen übernommen. Entwickler brauchen Infrastrukturen und Ökosysteme. Die sind geschaffen und werden auch extrem erfolgreich genutzt.

Bilder: Sascha Pallenberg

 

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Dreamforce auf Mobilegeeks

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