Sichere Social-Media-Spielregeln für Finanzdienstleister

Ein Gastbeitrag von Claudia Hilker – Social-Media-Expertin, Bloggerin, Fachbuchautorin und Inhaberin von Hilker Consulting, einer Agentur für strategische Marketing-Kommunikation.

Social Media kann ein raues Pflaster sein: Da wird geduzt und manchmal auch beschimpft. Dabei gelten auch hier ungeschriebene Gesetze für Umgangsformen, die man kennen sollte. Denn das Mitmachen lohnt sich: Sie erhalten Informationen über Ihre Kunden, die Sie normalerweise nur über ein persönliches Gespräch bekommen. Der Einstieg gelingt, wenn Sie eine authentische, offene und ehrliche Kommunikation pflegen.

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Zehn Tipps für Finanzberater zum Social-Media-Einsatz

Lesen Sie hier zehn Tipps, wie Finanzberater in sozialen Netzwerken agieren können, um erfolgreich zu kommunizieren.

1. Definieren Sie Ihre Zielgruppen und deren Netzwerke
Überlegen Sie, wo sich Ihre Zielkunden in den sozialen Netzwerken treffen und richten Sie sich dort eine Präsenz ein. Klären Sie für sich, was Sie preisgeben möchten.

2. Zuhören, verstehen, mitmachen
Lesen Sie zunächst die Beiträge in den Foren, Blogs und Communities. Sie lernen dabei viel über die Themen, den Umgangston und den Tonfall. Je besser Sie den Kommunikationsstil verstehen, desto weniger Fehler werden Ihnen passieren.

3. Kommunizieren Sie höflich
Suchen Sie offensiv den Kontakt zu Ihren Zielkunden, aber meiden Sie plumpe Verkaufstaktiken.

4. Lehnen Sie unerwünschte Anfragen ab
Klären Sie für sich, welche Kontakte Sie zulassen möchten. Bei Ablehnung begründen Sie es kurz und freundlich.

5. Nerven Sie Ihre Kontakte nicht
Belästigen Sie Ihre Kontakte nicht mit Spam, Spiel-Einladungen oder Werbung.

6. Schreiben Sie korrekt und freundlich
Auch wenn es schnell gehen muss, eine korrekte Anrede und ein höflicher Abschiedsgruß gehören bei Kontaktanfragen dazu und steigern Ihre Chancen.

7. Dialog statt Monolog
Reagieren Sie auf Anfragen und Kommentare schnellstmöglich. Meiden Sie Ego-Botschaften wie: „Koche gerade einen Kaffee“.

8. Schützen Sie Ihren guten Ruf
Stellen Sie sich die Frage: Möchte ich das auch noch in drei Jahren noch über mich lesen? Wenn nein, dann sparen Sie sich Ihren Beitrag.

9. Geben Sie Empfehlungen
Man darf ab und zu auch mal auf eigene Leistungen hinweisen. Leiten Sie aber vorwiegend Tipps und aktuelle News weiter. Die Abwechslung ist hier entscheidend.

10. Keine plumpe Werbung
Verärgern Sie Ihre Social-Media-Kontakte nicht mit plumper Werbung. Wer nur platt und penetrant verkaufen will, wird schnell ignoriert.