Gern wird im Zusammenhang mit besonders erfolgreichen mittelständischen Unternehmen von „Hidden Champions“ gesprochen. Glaubt man Wikipedia, dann soll der Begriff „Hidden Champion“ erstmals 1990 von Hermann Simon verwendet worden sein. Laut Simon zeichnen sich Hidden Champions durch folgende Eigenschaften aus:

  • „Sie sind vom Marktanteil 1., 2. oder 3. auf dem Weltmarkt oder die Nummer 1 auf ihrem Heimatkontinent (in der Regel Europa).
  • Der Jahresumsatz liegt in der Regel unter 3 Milliarden Euro.
  • In der Öffentlichkeit sind sie kaum bekannt.“

Ähnliche DNA-Struktur

Meines Erachtens ist noch zu ergänzen: All diese Unternehmen besitzen eine Art Besessenheit oder sagen wir besser: den eisernen Willen, das, was sie tun, besser zu tun als irgendjemand sonst. Unternehmensberater nennen so etwas gern „unbedingten Fokus auf Exzellenz“. Bei genauem Hinsehen entdeckt man, dass Hidden Champions – völlig egal, ob sie Warmwasserbereiter, Brillengläser oder Kettensägen bauen – eine ähnliche „Genetik“ haben. Das heißt: Große Teile der DNA bestehen aus den Basenpaaren Innovationskraft, fokussiertes Produktportfolio, Kundennähe und Service-Qualität.

Hidden ChampionsTechnologie wie Strom aus der Steckdose

Will man einen Hidden Champion klonen, so wird man nicht darum herum kommen, diese Fähigkeiten gezielt auszuprägen. Hexenwerk ist das nicht mehr, seit man die Technologie, die einen dazu befähigt, weder selbst entwickeln noch teuer kaufen (und noch teurer implementieren) muss.

Vielmehr lässt sich die für Innovationskraft, fokussiertes Produktportfolio, Kundennähe und Service-Qualität erforderliche Technologie – Cloud sei Dank! – wie Strom aus der Steckdose beziehen.

Und weil Mietmodelle aus der Cloud die Eigenschaft besitzen, dass man sie einfach wieder kündigen kann, wenn sie einem nichts bringen, geben sich die entsprechenden Anbieter auch ordentlich Mühe, dass ihre Clouds eben doch etwas bringen. Wir tun das zumindest :-)