Salesforce Foundation: „Helfen ist für mich Herzenssache“

Victorine Bokengo betreut das Thema Foundation (Vertrieb in der DACH-Region, Emerging Markets und Afrika) von salesforce.com im deutschsprachigen Raum. Wir haben unsere "Miss Foundation" gefragt, was hinter der Foundation steckt und wie salesforce.com mit gemeinnützigen Organisationen zusammenarbeitet.

DAS Salesforce Blog: Victorine, du kommst aus Kamerun – seit wann und warum lebst und arbeitest du in Europa?

Victorine Bokengo: Kamerun war ja früher einmal eine deutsche Kolonie. Nach dem 2. Weltkrieg regierten dann die Franzosen und Briten bei uns. Aber deutsch wurde weiterhin unterrichtet. Ich habe die Sprache also in der Schule gelernt. Schon als Kind habe ich davon geträumt, in Europa zu studieren, genauer gesagt in Paris!

1999 war es so weit: Ich habe in Paris mein Studium der Außenwirtschaft begonnen. Denn ich wollte mit anderen Kulturen arbeiten und habe mich für Fremdsprachen interessiert. Nach dem Master Degree war dann Erfahrung sammeln als Praktikantin im Ausland angesagt. So bin ich 2005 nach Deutschland gekommen. Aus dem Praktikum wurde ein Job, und so bin ich in München geblieben.

Seit wann arbeitest du bei salesforce.com? Und was ist dein Job bei uns?

Ich habe mich 2012 für salesforce.com als Arbeitgeber entschieden, weil mir das Konzept der Foundation so gut gefallen hat. Denn ich wollte immer viel für andere Menschen tun.

Am Anfang war ich im Vertrieb für verschiedene Branchen tätig. Dann habe ich mich intern explizit für das Thema Foundation beworben. Jetzt bin ich Inside Sales Executive für unsere Foundation. Das heißt, ich betreue gemeinnützige Organisationen, die unsere Lösung einsetzen oder einsetzen wollen.

Wie funktioniert die Salesforce Foundation?

Im Zentrum steht das sogenannte 1/1/1-Modell. Das bedeutet: Wir stellen 1 Prozent der Ressourcen von salesforce.com für gemeinnützige Zwecke bereit – also 1 Prozent Zeit, 1 Prozent Produkte und 1 Prozent Eigenkapital. Damit unterstützen wir Organisationen, die sich dafür einsetzen, unsere Welt ein Stück besser zu machen.

1 Prozent Zeit bedeutet, dass jeder Salesforce Mitarbeiter 6 bezahlte Urlaubstage im Jahr für Foundation-Aktivitäten verwenden darf. 1 Prozent Eigenkapital bedeutet: Wenn unsere Mitarbeiter für einen guten Zweck spenden, wird dieser Betrag vom Unternehmen bis zu einem Betrag von 5000 Dollar pro Mitarbeiter und Jahr jeweils verdoppelt.

Victorine präsentiert Foundation auf MesseWelche Organisationen unterstützen wir im deutschsprachigen Raum durch unsere aktive Mitarbeit?

In München unterstützen wir unter anderem die Bayernkaserne und arbeiten mit der „Münchner Aids-Hilfe e.V.“, der „Elterninitiative Krebskranke Kinder München e.V.“ sowie der Münchner Tafel zusammen. Die Kollegen in Düsseldorf unterstützen ein Kinderhospiz, die Frankfurter Niederlassung das Frankfurter Kinderbüro. Auch die Schweizer Niederlassung kümmert sich um viele lokale Projekte.

Warum liegt dir das Foundation-Thema so am Herzen?

Als ich 2008 nach Bangladesh flog, habe ich einen Artikel über den Nobelpreisträger Professor Muhammad Yunus gelesen. Darin erklärte er sein Konzept des Mikrokredits. Dahinter steckt die Idee: Man braucht keine Millionen, man kann die Welt mit 27 Dollar ändern. Als ich das las, war ich so inspiriert, dass ich dieses Konzept gleich in Kamerum implementieren wollte. Ich habe mir die Social-Mikrokredit-Projekte in Bangladesh angeschaut und war sehr beindruckt davon, wie viel man materiell armen Menschen mit wenig Aufwand helfen kann. Als ich zurückkam, war ich ein ganz anderer Mensch! Ab da war mir klar, dass ich auch mit dem Herzen arbeiten möchte.

Gibt es Projekte, die dir besonders wichtig sind?

Ich persönlich finde Projekte mit Kindern, die Hilfe brauchen, sehr wichtig. Dann gibt es noch ein Projekt mit afrikanischen Frauen in der Bayernkaserne in München. In der Bayernkaserne sind Flüchtlinge aus verschiedenen Ländern untergebracht, die versuchen, hier in Deutschland ein neues Leben anzufangen.

Die Frauen kommen hierher, sind total verloren und wissen nicht so recht, wo es langgeht. Viele haben schlimme Erfahrungen gemacht, etwa weil sie als Zwangsprostituierte arbeiten mussten. So etwas habe ich zum Glück nie erlebt aber ich teile bei Gesprächsrunden mit diesen Frauen meine persönlichen Erfahrungen als Afrikanerin. Ich musste am Anfang auch erst einmal in Europa Fuß fassen, ohne dass die Familie dabei war.

Ich spreche mit den Frauen, damit sie an mir, sozusagen als lebendigem Beispiel, sehen, was möglich ist. Sie erzählen ihre Geschichten und Probleme, und wir versuchen dann gemeinsam, Lösungen zu finden. Die Gespräche sind immer beeindruckend, weil die Frauen trotz ihrer schwierigen Lage so motiviert sind.

Unterstützt du auch Projekte in deiner Heimat?

Ja, ich habe dort persönliche Projekte. Das wichtigste und größte ist der Bau eines Waisenhauses. Wenn die Planung weiter vorangeschritten ist, bin ich sicher, dass ich dafür auch Unterstützung von der Foundation bekomme. Ich betreibe außerdem eine Facebook-Gruppe, in der sich Afrikaner, die hier leben, über Möglichkeiten austauschen, Afrika mit dem Know-how, das wir hier gesammelt haben, nachhaltig weiterzuentwickeln

Was müssen gemeinnützige Organisationen tun, um unsere Lösung zu nutzen, und wo können sie sich melden, wenn sie mit uns zusammenarbeiten möchten?

Gemeinnützige Organisationen müssen nur einen Freistellungsbescheid vom Finanzamt bei uns vorlegen. Dann bekommen sie von uns automatisch zehn kostenfreie Lizenzen für die Sales Cloud. Konkrete Anfragen können gerne auch direkt an mich gestellt werden – entweder über Xing oder LinkedIn oder über das Kontaktformular auf dieser Seite.

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