Werbevermarkter Coffee Ad GmbH setzt auf Unternehmenstechnologie mit Salesforce. Kollegin Julia Zittlau hat mit Geschäftsführerin Vian Feldhusen dazu gesprochen.

 

Julia Zittlau: Vian, bitte stelle uns doch dein Unternehmen kurz vor.

Vian Feldhusen: Wir haben 2010 mit Coffee Ad als Spezialagentur für Coffee-to-Go Kaffeebecher-Kampagnen gestartet, weil wir einfach gemerkt haben, dass es in dem Bereich ein riesen Potenzial gab. Auf einem Kaffeebecher ist die Zielgruppe im Durchschnitt 20 Minuten mit einer Marke in Kontakt und das ist sehr lange verglichen zu anderen analogen oder digitalen Werbemitteln. Wir sprechen hier auch gerne von brand intimacy; der Markenkontakt findet eben auch über Fühlen, Riechen, Schmecken statt.

Anstatt Werbebotschaften mit dem Gießkannenprinzip zu streuen haben wir uns darauf spezialisiert, ein hochwertiges Netzwerk an Outlets (Cafes/Bäckereien/Eiscafes) aufzubauen. Das Besondere ist, dass wir unser Netzwerk gleich nach Zielgruppenkriterien gebündelt haben, sodass wir unseren Kunden deutschlandweit zielgenaue Targeting-Kampagnen anbieten können. Außerdem haben wir uns innovative Formate ausgedacht mit denen über Gutscheine am Kaffeebecher die Effektivität der Kampagne sehr gut gemessen werden kann. In den letzten 6 Jahren haben wir – ausgehend von der Kundennachfrage - unser Geschäftsfeld stark ausgeweitet und bieten zusätzlich individuelle Out-of-Home Werbeformate im öffentlichen Raum an. Mit fortschreitender Digitalisierung der Marketingkommunikation sehen wir, wie wichtig den werbetreibenden Unternehmen ein smarter Mix aus digitalen und analogen Kanälen ist, um neben dem „Click“ auch im Lebensumfeld der Kunden zu sein.

Julia Zittlau: Kannst du uns kurz einen Einblick in eure Wachstumsgeschichte geben?

Wir haben zu Zweit bei Coffee Ad begonnen und sind bei einem Kaffee im Park (ja tatsächlich!) auf die Idee gekommen. Mit steigender Nachfrage von unseren Kunden haben wir dann unsere Werbeformate schnell ausgeweitet, von Kaffeebechern über gebrandete Bäckereitüten und Eisbechern. Hinzu gekommen ist der Bereich „Draussen“  mit Werbemitteln wie z.Bsp. Statics, Ballons und Stencils – außerdem innovative Promotionmaßnahmen und kreative Spezialumsetzung. So haben wir dann 2014 die Dachmarke Ultra gelauncht und unsere Firma ist rasant gewachsen.

Julia Zittlau: Was ist euer Erfolgsrezept?

Vian Feldhusen: Das Erfolgsrezept für uns war, dass wir ein Marktpotential erkannt haben und uns einfach getraut haben unsere Idee zu realisieren! Wir waren immer agil und wenn etwas nicht so geklappt hat, war es für uns einfach Lösungen zu finden und umzudenken. Nur so konnten wir schnell die Marktführerschaft im Bereich Cup-Campaigning erreichen und gezielt das Unternehmen weiter ausbauen.

Julia Zittlau: Warum habt ihr euch entschieden auf eine Unternehmensplattform wie Salesforce zu setzen?

Vian Feldhusen: Wir haben an einem bestimmten Punkt einfach gemerkt, dass das Auftragsvolumen schneller wächst als unser Vertriebsteam. Wir mussten einfach mehr Effizienz in unsere Prozesse bringen, damit wir in kürzester Zeit doppelt und dreifach so viel Umsatz erzielen konnten.

Julia Zittlau: Und warum Salesforce?

Vian Feldhusen: Wir haben uns viel informiert und andere Produkte angeschaut und Salesforce hat sich schnell als Favorit herausgestellt. Ich muss sagen, Salesforce hat einfach einen guten Ruf. Salesforce ist der Marktführer und  besonders wichtig waren uns darüber hinaus die Empfehlungen von Unternehmerfreunden, die Salesforce bereits nutzten.

Das was uns besonders gefällt ist, dass wir Salesforce als Unternehmensplattform für sämtliche Geschäftsprozesse verwendet können und nicht nur als CRM-Tool.  Außerdem ist Salesforce super konfigurierbar und auf unsere Bedürfnisse anpassbar, was einer der ausschlaggebenden Faktoren war.

Julia Zittlau: Wie ist die Einführung bei euren Mitarbeitern angekommen?

Vian Feldhusen: Man muss die Einführung von Salesforce richtig angehen und den Mitarbeitern aufzeigen, was für Vorteile ein solches Tool haben kann. Ich bin zum Beispiel mit einem Dashboard in unser Team gegangen und habe einfach mal gezeigt, was möglich ist. Außerdem arbeiten wir ganz eng mit einem Partner in Berlin zusammen, der uns bei der Einführung hilft.

Julia Zittlau: Wie sieht die Salesforce-Nutzung bei euch in der Praxis aus?

Wir setzten das Tool natürlich hauptsächlich im Vertriebsbereich ein, aber weiten die Nutzung immer weiter aus. Wir bilden auch Buchhaltung, Controlling, Reporterstellung und Analysen über Salesforce ab. Außerdem planen wir, zukünftig zusätzlich Bausteine innerhalb des Projektmanagements und Fulfilments über Salesforce abzuwickeln. Ziel ist es, möglichst viele Business Prozesse auf einer zentralen Plattform zusammen zu führen.

Julia Zittlau: Was ratet ihr anderen kleinen Unternehmen, die vor der selben Aufgabe stehen?

Vian Feldhusen: Holt euch von Anfang an einen Partner oder interne Kompetenz ins Boot, damit ihr die vielfältigen Funktionalitäten gleich voll ausschöpfen könnt. Ansonsten geht schnell viel Zeit verloren und die Möglichkeiten von Salesforce werden nicht umfänglich ausgeschöpft.

Disziplin – bleibt einfach dran auch wenn die Einführung eine Umstellung im täglichen Tagesablauf bedeutet. Für die tägliche Nutzung von Salesforce müssen die zeitlichen Inseln frei gemacht werden.

Julia Zittlau: Wo geht die Reise für Coffee Ad hin?

Vian Feldhusen: Bei uns steht in Zukunft der weitere Ausbau unserer Unternehmensstruktur an. Außerdem erwarten wir weiterhin starkes Wachstum im Kerngeschäft. Gleichzeitig möchten wir neue Geschäftsbereiche auf- und ausbauen. Ein Schwerpunkt bildet dabei der Bereich „Handelsmarketing“: Hier möchten wir Unternehmen mit Filialstruktur ermöglichen, über die Bündelung von Werbetreibenden Kampagnen preisgünstig auf regionale Gebiete runter zu brechen.

Julia Zittlau: Vian, vielen Dank für das Gespräch!

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