Autor Stan Sugarman ist seit Anfang des Jahres als Senior Vice President Customer Adoption bei Salesforce tätig und berät Salesforce Kunden bei der digitalen Transformation ihrer Unternehmen. Der Berkeley-Absolvent machte im Laufe seiner über zwanzigjährigen Karriere als Gründer von Lycos von sich reden und war in Leitungspositionen unter anderem bei AOL und Gruner+Jahr erfolgreich.

Das Sprichwort mit dem Schuster und der Qualität seiner eigenen Schuhe ist ja hinlänglich bekannt. Daher war ich vor meinem Wechsel zu Salesforce im letzten Jahr sehr neugierig, wie mobil dort im Alltag mit der Cloud gearbeitet wird. Die Medienbranche, in der ich lange tätig war, ist ja kommunikativ und experimentierfreudig. Smartphones und Tablets waren dort zwar allgegenwärtig, aber gleichzeitig nur punktuell in die Geschäftsabläufe eingebunden. Der größte Anteil blieb weiterhin auf Desktop-Rechner ausgerichtet, beispielsweise abteilungsinterne und -übergreifende Workflows und Approval- Prozesse. Nach einem halben Jahr kann ich sagen, dass bei Salesforce auch im Arbeitsalltag nicht nur „Cloud First“, sondern auch „Mobile First“ gilt – mit dem spürbaren Mehrwert für reibungslose und effiziente Abläufe.

Arbeiten wie, wo und wann man möchte

Die Beschäftigten nutzen je nach persönlicher Präferenz und momentaner Arbeitssituation wahlweise ihr Smartphone, Tablet oder Notebook als mobiles Frontend dank der jeweils passenden App. Denn alles steht in der Cloud jederzeit für den weltweiten Abruf bereit. Das sage ich nicht, weil ich meinem Arbeitgeber schmeicheln möchte, sondern die Vorteile nun selbst erlebe. Ob im Taxi oder in der Abflughalle: Ich kann dank der Apps auf meinem Smartphone jederzeit checken, wie es mit meinen Kunden läuft, Echtzeitanalysen erstellen und meine Entscheidungen dank der Handlungsempfehlungen beschleunigen – oder auch ganz simpel Dateien abrufen. Die mobile Version von Chatter, integraler Bestandteil der Salesforce1 Mobile App, hilft mir enorm bei der On-the-Go-Zusammenarbeit mit meinem Team, aber auch mit Kunden. Bei einem aktuellen Projekt kollaborieren wir mit dem Kunden- Team via Chatter und der Community Cloud. Dadurch können alle Beteiligten beider Seiten jederzeit in Echtzeit sehen, wo sie stehen, und haben alle Assets aktuell verfügbar – ob mobil oder an den Arbeitsplätzen. Gerade diese Transparenz und Effizienz beeindruckt auf Kundenseite insbesondere die CEO-Etage. Ein weiteres Aha-Erlebnis hatte ich kürzlich auf einer längeren Geschäftsreise, als ich unterwegs schnell ein Benchmarking zu einer bestimmten Branche brauchte. Meine Kollegin aus den USA hat mir im Handumdrehen über Chatter alle wesentlichen Informationen aus der Cloud bereitgestellt. Beispiele wie diese unterstreichen, wie die situationsbezogene Verfügbarkeit relevanter Informationen zum richtigen Zeitpunkt am passenden Ort die besondere Qualität mobiler Erlebnisse ausmacht.

Was Unternehmen von Uber und Co. lernen können

Was mich betrifft, kann ich nicht ohne die Uber App leben, in der seit kurzem Uber for Business integriert ist. Weil ich den Service auch privat nutze, musste ich bei der ansonsten sehr reibungslosen Bestellung jeweils mehrere Schritte durchlaufen und bestimmte Daten eingeben. Denn ich musste entscheiden, ob die Fahrt über meine Corporate oder private Kreditkarte abgerechnet werden soll. Uber hat nun auch die Möglichkeit für verschiedene Profile in der App geschaffen, zwischen denen ich mit einem Tipp in der App das Profil wechseln kann, und damit die Trennung von Geschäfts- und Privatfahrten massiv vereinfacht – Uber schickt die Belege sogar automatisch an unser System für die Abrechnung von Reisekosten. Damit ist es dem Unternehmen gelungen, auch Geschäftskunden die privat längst selbstverständliche Erlebnisqualität zuteil werden zu lassen und dabei gleichzeitig den gesamten Geschäftsprozess bis ins Unternehmen hinein zu optimieren.

In meiner Rolle stelle ich sicher, dass unsere Kunden den allergrößten Nutzen aus unseren Lösungen ziehen, also ihr Business mit unserer Technologie an die Spitze bringen. Die Anforderungen können sich bei jedem Einzelnen von einem Tag auf den anderen verändern – und die Veränderungen resultieren zumeist aus dem Marktkontext. Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass viele meiner Gespräche mit Kunden aus unterschiedlichsten Branchen sich um Zeit und Geschwindigkeit drehen. Sie fragen mich: Wie können wir die rasant wachsenden Erwartungen unserer Kunden zeitnah und gut erfüllen? Ich antworte dann oft, dass ein Umdenken stattfinden muss. Nur wer „Cloud First“ mit „Mobile First“ vereint, wird auch morgen noch erfolgreich sein. Denn erst die Verbindung aus beidem sorgt für das nötige Tempo, um zeitnah digitale Geschäftsmodelle im Wortsinn zu mobilisieren.

Auch eine andere Frage taucht in meinen Gesprächen mitunter auf: Hat der Mobility-Trend seinen Zenit vielleicht schon überschritten? Im Gegenteil, er ist noch kaum in Gang gekommen. Seine Dimensionen zeichnen sich heute erst in Umrissen ab. Wir erleben derzeit den Beginn einer globalen Vernetzung von Abermillionen Devices im mobilen Internet der Dinge – von der Sensorik im Maschinenpark einer intelligenten Fabrik bis hin zu jedem Haushaltsgerät. All diese „Dinge“ produzieren Unmengen an digitalen Informationen, die – mit AI (Artificial Intelligence)-Methoden in Echtzeit verknüpft und auf eine passende App gebracht – in den kommenden Jahren unseren Alltag grundlegend verändern werden. Sowohl privat als auch geschäftlich.

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