Über Ohana: Der hawaiianische Begriff Ohana (in etwa: Familie, familienähnliche Gemeinschaft) steht für die Salesforce Unternehmenskultur, die sich an insgesamt neun Werten orientiert (siehe Grafik oben). Dazu gehört auch das Ziel, gleiche Chancen und Bedingungen für alle zu schaffen („Equality“). Dafür existieren im Unternehmen neun Mitar beitergruppen, um Chancengleichheit innerhalb des Unternehmens sowie bei Kunden, Partnern und den Communities, in denen Salesforce engagiert ist, zu fördern. Beispiele sind die Gruppen Abilityforce für Inklusion, das Women’s Network für Gender- Gleichstellung oder Outforce für die LGBTQ (Lesbian, Gay, Bisexual, Trans and Queer)-Community. Weitere Informationen sowie stets aktuelle Zahlen zu diesen Themen gibt es unter www.salesforce.com/equality.

Tony, bitte erzählen Sie uns von Ihrer Vision – was ist Ihre Motivation, was treibt Sie an?

Ich habe mich schon immer für Menschenrechte und soziale Gerechtigkeit engagiert, für Themen wie Gleichstellung, Schutz der Rechte junger Arbeitnehmer, die gesundheitliche Aufklärung von Frauen in Entwicklungsländern, die Ausbildung der Kinder von Wanderarbeitern oder die Bekämpfung der Ursachen des Phänomens der Wanderarbeiter. Marc Benioff habe ich über unser gemeinsames Engagement für die Gesundheitsversorgung von Kindern kennengelernt. Die Vision und der hohe Stellenwert von Ethik und sozialen Aspekten bei Salesforce haben mich schon immer beeindruckt – diese Wertvorstellungen kommen meinen eigenen sehr nahe. Bei Salesforce kann ich das Thema Gleichstellung innerhalb der Tech-Branche und darüber hinaus fördern. Ein echter Traumjob!

Sie sind der erste Chief Equality Officer von Salesforce – warum wurde diese Position geschaffen?

Seit September vergangenen Jahres verantworte ich die Aktivitäten zur Förderung von Gleichstellung hinsichtlich Geschlecht, sexueller Orientierung, Rasse, Nationalität, Alter und Religion im Unternehmen und in den von uns betreuten Communities. Meine Position unterstreicht unser Engagement für eine vielfältigere und integrativere Arbeitsumgebung sowie die Förderung von Chancengleichheit. Wir sind davon überzeugt, dass ein Unternehmen Ausgangspunkt für den sozialen Wandel sein und einen wertvollen Beitrag zu einer besseren Welt leisten kann.

An welchen Projekten arbeiten Sie gerade?

Ich treibe primär Gleichstellungsprojekte in den Bereichen Bezahlung, Förderung, Chancengleichheit und Gleichberechtigung bei Salesforce und in unseren Communities voran. Gemeinsam mit Salesforce.org arbeiten wir zum Beispiel daran, jungen Menschen weltweit Bildungschancen zu eröffnen. Unsere Rechnung ist einfach: Bildung = Befähigung = Chancengleichheit. Weitere Aspekte sind gleiche Bezahlung, Bei der Überprüfung der Bezahlung fanden wir etwa heraus, dass bei rund sechs Prozent unserer Mitarbeiter die Gehälter anzupassen waren – sowohl bei Frauen als auch bei Männern. Wir aktualisieren diese Zahlen jährlich und veröffentlichen sie im Internet. Wir sind auf dem richtigen Weg zu mehr Vielfalt und wissen, dass Transparenz eine wesentliche Voraussetzung dafür ist. Daher legen wir unsere Diversitätsstatistiken offen.

Was macht Chancengleichheit so wichtig für den Erfolg eines Unternehmens?

Vertrauen ist ein Grundwert von Salesforce und wesentliches Element unserer Beziehungen zu Kunden, Partnern und Mitarbeitern – es fußt auf der Überzeugung, dass jeder das Richtige tut, auch wenn es Aufwand bedeutet. Wir finden, man kann den Charakter einer Person oder Organisation am besten beurteilen, wenn man sich ihren Umgang mit denjenigen ansieht, die nicht die gleichen Chancen haben – die über keine Privilegien, keine laute Stimme oder keine Plattform verfügen. Die Förderung der Gleichheit ist auch aus wirtschaftlicher Perspektive sinnvoll. Um ein erfolgreiches Unternehmen mit einer starken Kultur zu formen, braucht es eine Vielzahl unterschiedlicher Ansichten, Interessen und kultureller Einflüsse. Die McKinsey-Studie „Diversity Matters“ von 2015 hat gezeigt, dass Unternehmen mit hoher Geschlechter- und ethnischer Vielfalt eine um bis zu 35 Prozent höhere Wahrscheinlichkeit haben, wirtschaftlich erfolgreicher als andere zu sein.

Was sind Ihre Ziele für die Förderung der Gleichberechtigung auf internationalen Märkten einschließlich Deutschland?

In meiner Karriere habe ich viel Zeit in verschiedenen europäischen Ländern verbracht. Meine Frau und mein jüngster Sohn haben deutsche Pässe. Das hat in mir eine tiefe Wertschätzung für den Geist und den Fortschritt des europäischen Multikulturalismus geweckt. Unser Ziel ist es, eine positive Vorbildfunktion einzunehmen und die Gleichberechtigung in ganz Europa zu fördern.

Was können Unternehmen tun, um Chancengleichheit zu erreichen? Was könnten erste Schritte sein?

Ungleichheit in allen Formen ist ein Thema, dem sich jedes Unternehmen widmen muss. Wir bei Salesforce sind überzeugt, dass die Überwindung der Ungleichheit einen ähnlich hohen Stellenwert haben sollte wie die Entwicklung neuer Produkte und Märkte. Dafür muss man natürlich die eigenen Zahlen kennen: Wie viel Prozent der Mitarbeiter sind weiblich oder aus unterrepräsentierten Gruppen? Wie viele davon bekleiden leitende Positionen? Jede Führungskraft sollte diese Dinge wissen – die intelligente Nutzung von gutstrukturierten Daten ist hierfür eine wichtige Voraussetzung. Sie können schließlich kein Problem lösen, des sen Ausmaß sie nicht kennen. Auch Einfühlungsvermögen ist wichtig, um eine Kultur der Empathie und des ehrlichen Dialogs im Unternehmen zu fördern. Wenn Mitarbeiter sich wertgeschätzt fühlen, werden sie auch eher aktiv ihre Ideen einbringen.

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