In der Weihnachtszeit erzielen Online Händler häufig Rekordumsätze. Für die IT-Systeme ist das eine große Herausforderung. Fünf Tipps helfen Ihnen dabei, Datenprobleme in Stoßzeiten zu vermeiden.

Niemand spürt die Weihnachtsstimmung mehr als Einzelhändler. Im vergangenen Jahr erreichten sie über die Weihnachtsferien einen Rekord von 91,7 Milliarden US-Dollar an Online-Umsätzen. Das entspricht einem Plus von 11 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Nicht nur die Bestellungen nehmen im letzten Quartal des Jahres zu, auch der durchschnittliche Bestellwert ist meist deutlich höher. Tatsächlich erzielen einige Einzelhändler im letzten Quartal bis zu 40 % ihres Jahresumsatzes. 

Doch zu den größten Sorgen der Einzelhändler zählt häufig die mangelhafte Benutzerfreundlichkeit ihrer E-Commerce-Webseiten in Stoßzeiten. Das kann Bestellungen verhindern. Hohe Transaktionslasten können zu einer langsamen Ausführung führen und Kunden dazu bringen, ihre Bestellungen abzubrechen. Werden Produkte nicht in Echtzeit aktualisiert, können Kunden ungewollt vergriffene Artikel bestellen. Und niemand will ein Weihnachtsgeschenk, das erst im Januar 2018 ankommt.

Diese fünf Tipps helfen Ihnen dabei, Datenprobleme während der Feiertage und Weihnachtsferien zu vermeiden.

1. Planen Sie maximales Datenvolumen:

Jedes Unternehmen muss seine E-Commerce-Shops individuell auf die Weihnachtszeit vorbereiten. Pläne und Prozesse, die im April und Juli reibungslos liefen, funktionieren nicht unbedingt über die Feiertage. Bieten Sie saisonale Produkte an, die speziell für den Verkauf in der Weihnachtszeit entwickelt wurden, müssen Sie sich ohnehin auf außergewöhnlich hohe Online-Aktivitäten vorbereiten. Ein Monats- oder Jahresvergleich der Umsätze reicht möglicherweise nicht aus, um die Absatzmengen vorherzusagen. Wichtig ist es auch, die Geschäftsentwicklung im Jahresverlauf zu berücksichtigen.

2. Automatisieren, automatisieren, automatisieren:

Alle manuellen Dateneingaben sollten soweit wie möglich automatisiert werden, indem die Daten automatisch von anderen Systemen übernommen und aktualisiert werden. Durch die verkürzte Zeit für jede einzelne Transaktionsabwicklung können die Mitarbeiter mehr Verkäufe in weniger Zeit abwickeln. Wenn Bestellungen nicht manuell in CRM- und ERP-Systemen dupliziert werden müssen, reduziert das nicht nur die Bearbeitungszeit, sondern auch die Wahrscheinlichkeit einer fehlerhaften Dateneingabe. Die Eingabe von „Königsallee 1“ anstelle von „13“ ist eine Katastrophe, wenn die pünktliche Lieferung entscheidend ist. Falls das Produkt zurückgegeben wird, verlieren Sie nicht nur den Umsatz, sondern müssen auch die zusätzlichen Versandkosten tragen.

3. Alles vernetzen

Die Systemintegration ist eine wesentliche Komponente, die beim Einsatz von E-Commerce-Systemen oft übersehen wird. Online-Shops sind in Backend-Systeme und externe Services des Unternehmens zu integrieren. Nur so können sie den kompletten Verkaufsprozess von der Bestandsverwaltung, Zahlungsabwicklung, Versand und Retouren, den Kundenservice bis hin zur Analyse unterstützen. Bevor Sie in eine Punkt-zu-Punkt-Integration mit einem kurzfristigen ROI investieren, können Sie sich eine robuste, prozessbasierte Integrationsplattform ansehen. Solche Systeme lassen sich an mehrere verschiedene Anwendungen anbinden und sind skalierbar. Und ermöglichen die Bewältigung maximaler Transaktionslasten und damit verbunden steigende Umsätze.

4. Die Zeit nach Weihnachten planen:

Auch nach den Weihnachtsfeiertagen hält Ihr Datenverarbeitungsvolumen an. In der Woche nach Weihnachten können bis zu 10 % des gesamten Feiertagsumsatzes erzielt werden. Gutscheine werden eingelöst und Ware umgetauscht. Wichtig ist jetzt eine schnelle Bearbeitung; vor allem bei der Abwicklung von Retouren. Starke Preisschwankungen beherrschen häufig die Weihnachtszeit. Daher sind Prozesse wichtig, mit denen sich der exakt berechnete Betrag zurückverfolgen lässt. Nur dann kann eine korrekte Rückerstattung an den Kunden erfolgen. ´

5. Aktualisierungen in Echtzeit:

Aktuelle und vollständige Daten sorgen für einen reibungslosen Betrieb Ihres Systems und für ein besseres Einkaufserlebnis Ihrer Kunden. Im Gegensatz zu Chargenaktualisierungen am Ende des Tages minimieren Echtzeit-Systemaktualisierungen die Wahrscheinlichkeit, dass ein Kunde nicht vorrätige Ware bestellt. Führen Sie große Stückzahlen, so benötigen Sie minutengenaue Informationen über den genauen Artikelstand. Ist der Artikel noch vorrätig? Ist der Artikel ausverkauft? Muss der Artikel nachbestellt werden? Vergessen Sie dabei auch nicht, die Verfügbarkeit der Versandmaterialien zu verfolgen.

Die Integration von Daten kann entscheidend dazu beitragen, den gesamten Bestellprozess schlank, reibungslos und effizient zu gestalten. Wenn die Datenflut effizient bewältigt wird, steht einem frohen Weihnachtsfest für Händler und Kunden nichts mehr im Wege.

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Über den Autor: Stephan Romeder ist Vice President Global Business Development bei Magic Software Enterprises mit Sitz in Ismaning. Der gelernte Wirtschaftsinformatiker beschäftigt sich seit seinem Einstieg in die IT-Branche 1991 mit technologischen Werkzeugen für die Entwicklung, Modernisierung und Integration von Software. Mit 26 Jahren fundiertem Fach- und Marktwissen beobachtet er mit viel Herzblut neue, zukunftsweisende Entwicklungen. Digitale Transformation, Enterprise Mobility und Internet der Dinge sind daher genau „sein Ding“.