Ist der E-Commerce-Markt jetzt gesättigt? Eine aktuelle Zahl aus dem Salesforce Shopping Index für das 3. Quartal lässt genau das vermuten: Das Traffic-Wachstum im digitalen Einzelhandel liegt nur noch ein Prozent über dem Vorjahr. Aber – und es ist ein großes ABER: Der Online-Markt wächst trotzdem. Und zwar signifikant, um satte 15 Prozent. Diese Steigerung resultiert fast ausschließlich aus den gestiegenen Ausgaben der Käufer. Vorbei sind die Zeiten, in denen man beim Browsen Sachen in den Warenkorb legte, ohne damit zur Kasse zu gehen. Jetzt wird gekauft. Und zwar immer häufiger über das Handy. Jede dritte Bestellung (33 %) wird in Deutschland über das Smartphone ausgelöst, beim Traffic führt das Mobiltelefon mit knapp 50 Prozent. Gekauft wird in Deutschland noch immer vorrangig über den Computer (56 %), auch wenn dieser Kanal in den letzten zwei Jahren deutliche Verluste hinnehmen musste. Global steht dieser Wert erstmals kurz davor, unter die 50-Prozent-Marke zu fallen.

Kürzere Besuche erfordern optimierte Seiten

Die Verweildauer auf den einzelnen Shopping-Seiten wird hingegen immer kürzer. So hat sich die Besuchsdauer der Deutschen im Einklang mit dem globalen Trend im 3. Quartal 2017 gegenüber dem Vorjahr um 17 Prozent auf fünf Minuten verkürzt. Für den Online-Handel heißt das, dass die Seiten besonders nutzerfreundlich gestaltet und mit intuitiven Suchfunktionen ausgestattet sein sollten, so dass Besucher schnell das Gewünschte finden. Und natürlich mobiloptimiert – sowohl für iOS als auch für Android. Die Deutschen sind – im Gegensatz zum weltweiten Trend, bei dem iOS-Geräte klar die Nase vorn haben, – ihrem mobilen Betriebssystem außerordentlich treu. Im 3. Quartal kamen 49 % der deutschen Smartphone-Bestellungen über iOS und 50 % von Android-Geräten.

Rabatte und Gratisversand befeuern die Kauflust

Besonders häufig gekauft werden Bekleidung, insbesondere Sportbekleidung (rund 20 % mehr als im Vorjahr) und schöne Dinge fürs eigene Zuhause (24 % Steigerung). Im Schnitt geben die Deutschen 143,51 Euro pro Bestellung im Internet aus – damit sind wir beim durchschnittlichen Bestellwert weltweit führend. Befeuert wird die Kauflust durch attraktive Rabatte von rund 16 % (bei Bekleidung bis 25 %) und kostenlosen Versand, der in 63 % der Fälle angeboten wird. Global liegen diese Werte jeweils noch 6 Prozentpunkte höher, weshalb man davon ausgehen kann, dass kostenfreier Versand und Rabatte auch in Deutschland zukünftig noch mehr an Bedeutung gewinnen werden.

Soziale Medien wecken Interesse

Ein Trend, bei dem die Deutschen durchaus auf der globalen Welle mitschwimmen, ist die wachsende Bedeutung der sozialen Medien. Der Traffic-Anteil, der über soziale Netzwerke generiert wurde, ist in den letzten zwei Jahren um 200 % gestiegen. Jeder 20. Besuch auf Shopping-Seiten über das Smartphone wird durch soziale Medien generiert. Der Vergleich mit anderen Ländern lässt vermuten, dass wir auch in diesem Bereich mit einer steigenden Tendenz rechnen können. Allerdings muss man hier zwischen Besuchern und Käufern unterscheiden. Noch ist es so, dass Facebook & Co. hervorragend geeignet sind, um Interesse zu wecken und Besucher auf die eigene Shopping-Seite zu leiten. Ob diese Besucher dann etwas kaufen, ist eine andere Sache – aber auch das kann und wird sich noch entwickeln.

Weltweite Trends liefern wertvolle Erkenntnisse

Noch mehr Einblicke, Zahlen und Trends, wie sich das Online-Geschäft weltweit und speziell in Deutschland entwickelt, liefert der neue Shopping Index für das 3. Quartal 2017. Er beleuchtet das Einkaufsverhalten von mehr als 500 Millionen Online-Käufern und liefert wertvolle Erkenntnisse aus mehr als einer Milliarde Seitenbesuchen. Neben Deutschland, den USA, Kanada, Großbritannien, Frankreich und Australien/Neuseeland wurde in diesem Quartal erstmals auch der skandinavische Markt in die Untersuchungen einbezogen – spannende Einblicke garantiert.

Laden Sie sich hier den aktuellen Salesforce Shopping Index herunter.