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Die Welt der Aus-, Fort- und Weiterbildung ist dem digitalen Wandel unterworfen wie alle Bereiche der Gesellschaft und Wirtschaft auch. Unternehmen rüsten sich dafür mit einem starken Fundament. Dafür müssen sie ihre Strategie und ihr Leitbild kontinuierlich auf die Zukunftsfähigkeit hin überprüfen und anpassen.

In Bildungseinrichtungen und Unternehmen kommt es darauf an, grundlegende Theorien in die Praxis zu überführen. Hier liegt die Schnittmenge meiner beruflichen Vergangenheit in der Unternehmensberatung mit meiner jetzigen Rolle als Professorin. Heute vermittle ich Studenten wissenschaftliche Methoden, die sie befähigen, die Transformationsprozesse in ihren Unternehmen wirkungsvoll zu steuern und zu unterstützen. Deshalb lege ich in meinen Kursen auch hohen Wert darauf, den Praxistransfer zu wahren. Das geschieht durch die Vermittlung der Theorie mit all ihren Hintergründen und Zielen, die wir anschließend durch Fallbeispiele und Case Studies, die wir gemeinsam lösen, „anfassbar“ und erlebbar machen.

Wenn ich an mein eigenes Studium zurückdenke, stelle ich fest, dass die Praxis an Hochschulen immer mehr in den Vordergrund tritt. Doch das alleine genügt nicht, um den heute geänderten Anforderungen an Mobilität und Flexibilität gerecht zu werden. Die Bedeutung des zeit- und ortsunabhängigen Lernens nimmt immer weiter zu. Mobile Studienkonzepte müssen individuell an die jeweilige Lebens- und Lernsituation angepasst sein.

Stirbt der Hörsaal aus?

Ich bin deshalb überzeugt, dass die Zukunft der Aus-, Fort- und Weiterbildung in einem intelligenten, ausgewogenen Mix aus Flexibilität (Online-Module) und Präsenz liegt: multimediale Lerninhalte einerseits und die Nähe zu den Studierenden andererseits. Damit ist nicht ausschließlich die Nähe im räumlichen Sinne gemeint. Angebote der Betreuung und des Mentorings auf allen verfügbaren Kanälen, ob per Mail, Chat oder Videokonferenz ersetzen nicht die unmittelbare Begegnung, den Austausch mit Kommilitonen und den Professoren sowie praktische Übungen.

Das Tempo des Wandels wird weiter zunehmen, deshalb wird auch die Wichtigkeit des lebenslangen Lernens steigen. Die Digitalisierung ihrerseits trägt dazu bei, immer mehr Studierenden den Zugang zu Angeboten zu ermöglichen. Der Hörsaal ist, zumindest bei einer hohen Anzahl an Fächern, dabei auszusterben. Für die Praxis ist das gleichzeitig eine Chance, wenn die Präsenz nicht dem Zuhören vor Ort, sondern vor allem dem Umsetzen, Ausprobieren und Erfahren dient.

Bildung wird dadurch auch zum Wachstumsmarkt, die Player diversifizieren sich zunehmend. So ist beispielsweise Spiegel Online eine Kooperation mit unserer Hochschule eingegangen. Gemeinsam mit uns bietet der Verlag Hochschulkurse sowie Studiengänge für Fach- und Führungskräfte an. Das war ursprünglich nur für die Weiterbildung gedacht, sie haben aber schnell erkannt, dass hier viel mehr Bedarf besteht und ein ganz neues Geschäftsfeld vorliegt – so ist die Spiegel Akademie entstanden. Und der Kurs stimmt: Die Nachfrage hat alle Erwartungen übertroffen, die Interessenten sind Selbständige, Führungskräfte und Angestellte von Unternehmen sämtlicher Größen und Branchen. Damit hat das Medienhaus sein Geschäftsmodell mit einem perfekten Match für die Marke in Richtung Zukunft angepasst. Und gibt dadurch selbst ein Paradebeispiel für einen gelungenen Theorie-Praxis-Transfer im Zeitalter der Digitalisierung.