Salesforce hat in Zusammenarbeit mit dem IFH Köln 10 Thesen zur Zukunft des Einzelhandels nach der Corona-Krise entwickelt. Die Folgen der Krisenzeit gehen nicht spurlos am Handel vorbei. Ladenschließungen haben sicher den einen oder anderen Händler, der sich nicht schnell genug umstellen konnte, vor große Herausforderungen gestellt.
Aber auch für flexible Händler waren und sind die sich immer wieder ändernden Sonderbestimmungen eine echte Herausforderung. Viele haben daher den Verkauf in das Internet verlagert.
Wie wird sich der Handel nach dem Ende der Corona-Krise zukünftig entwickeln? Wie weit werden die Änderungen Bestand haben? Das Thesenpapier “Die Zeit nach Corona: Welche (digitalen) Möglichkeiten und Potenziale bietet die Krise für den deutschen Handel?” gibt hierzu interessante Einblicke.

Kurzdarstellung einiger der Salesforce Thesen

  • Internetauftritten kommt steigende Bedeutung zu
  • Nachhaltigkeit wird immer wichtiger
  • Gefahr des Verlusts von Marktanteilen
  • Veränderung des Marken- und Preisbewusstseins der Verbraucher
  • auch der digitale Markt kann regional sein
  • Gefahr, dass kleine und mittlere Unternehmen in Nischen abgedrängt werden
  • an der Digitalisierung kommt auf lange Sicht niemand mehr vorbei
  • Soziale Medien werden auch für den Verkauf immer wichtiger
  • innovative und flexible Händler werden auch in Zukunft ihr Auskommen finden

Das komplette Thesenpapier können Sie unter https://www.salesforce.com/de/form/pdf/ifh-corona-thesenpapier/kostenlos downloaden!

Internetauftritten kommt steigende Bedeutung zu

Während der Corona-Krise und der damit einhergehenden Schließung der meisten Geschäfte, haben sich die Verbraucher daran gewöhnt, online einzukaufen. Das haben zwar viele auch früher schon getan, jetzt ist jedoch ihre Anzahl kräftig angestiegen. Selbst nachdem der Lockdown gelockert wurde und Geschäfte – wenn auch unter strengen Bedingungen – wieder öffnen konnten, kaufen viele Verbraucher weiterhin online ein. Das mag zum Teil an den Corona-Auflagen in den Geschäften liegen. Aber sicher ist hier auch ein Gewöhnungseffekt zu beobachten. Ob diese Entwicklung von Dauer ist oder sich irgendwann wieder umkehrt, bleibt abzuwarten.

Nachhaltigkeit wird immer wichtiger

Die Corona-Krise hat alle mediale Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Das heißt aber nicht, dass die Klimakrise an Bedeutung verloren hat. Sie ist leider immer noch akut und in den Köpfen der Menschen verankert. Daher suchen immer mehr Verbraucher nach nachhaltigen Produkten. Außerdem haben viele durch die Geschäftsschließungen während der Corona-Krise gemerkt, dass sie auch mit weniger Produkten auskommen – vor allem, wenn diese länger halten. Diese Erkenntnis und das dadurch geänderte Kaufverhalten werden wohl auch nach der Corona-Krise erhalten bleiben.

Veränderung des Marken- und Preisbewusstseins

Durch die Corona-Krise sehen sich zahlreiche Menschen ihrer Existenz bedroht – sie haben ihren Arbeitsplatz verloren oder bangen um diesen. Aber auch diejenigen, die in Kurzarbeit gehen müssen, haben weniger Geld zur Verfügung. Die geringeren Einnahmen und die unsichere Zukunft sorgen dafür, dass die einige Verbraucher sparsamer mit dem Geld umgehen. Discounter profitieren davon; die Anbieter hochpreisiger Waren dürften zumindest ihren Marktanteil halten. Die Verlierer sind Verkäufer von Waren und Dienstleistungen im mittleren Preissegment. Durch die sich zunehmend öffnende Schere der Einkommen, verlieren Anbieter im mittleren Preissegment zunehmend Kunden. Für die Einen sind sie nicht günstig genug, für die Anderen nicht hinreichend exklusiv.

Auch der digitale Markt kann regional sein

Bei digitalen Märkten denken Sie wahrscheinlich zuerst an weltweiten Handel. Das ist aber nur eine Facette des Internethandels. Heute existieren unzählige regionale Internetplattformen, auf denen für die eigenen Produkte und Dienstleistungen geworben werden kann. Die Verbraucher gewöhnen sich auch immer mehr daran, fast alles online zu finden. Das heißt aber nicht, dass man nicht in einem Geschäft im eigenen Wohnviertel kaufen kann. Dieses muss dabei nur auf den richtigen Online-Plattformen vertreten sein. Während der Corona-Krise haben eine Reihe von Geschäftsleuten smarte Ideen entwickelt, die online und offline gewinnbringend zusammengeführt werden können. Diese sollten als Beispiel dienen.

An der Digitalisierung kommt auf lange Sicht niemand vorbei

Nachdem sich die Verbraucher nun einmal an das Online-Kaufen gewöhnt haben, kann der Handel nicht mehr dahinter zurückfallen, wenn die Corona-Krise vorbei ist.
Das heißt jedoch: So gut wie jeder muss im Internet vertreten sein, wenn er auf Dauer mit der Konkurrenz mithalten will. Die Kunden werden in dieser Hinsicht auch immer anspruchsvoller. Eine einfache Webseite mit der Angabe der Adresse und der Telefonnummer wird in Zukunft in der Regel nicht mehr ausreichen. Das muss aber auch für kleine Anbieter kein unüberwindliches Problem sein. Es gibt heute Shop-Lösungen, die von den meisten Händlern in Eigenregie zumindest verwaltet, wenn nicht sogar aufgesetzt werden können. Ist der Internetauftritt erst einmal eingerichtet, können neue Kunden wesentlich günstiger als durch Offline-Werbung erreicht werden. Dies gilt vor allem für die jüngere Kundschaft. Für die ältere Kundschaft dürfte auch nach Corona ein günstiger und zuverlässiger Lieferservice ein gutes Verkaufsargument sein.

Soziale Medien werden auch für den Verkauf immer wichtiger

Sie haben sicher schon davon gehört oder selbst erlebt, dass Firmen Soziale Medien zur Imagepflege und Mitarbeitergewinnung nutzen. Aber auch Produkte und Dienstleistungen können auf den Sozialen Medien beworben werden. Sie müssen sich nur im Vorfeld Gedanken darüber machen, welche Zielgruppe welche Sozialen Medien nutzt.
„TikTok“ richtet sich beispielsweise hauptsächlich an Jugendliche, Instagram an junge Erwachsene, während die Zielgruppe auf Twitter und Facebook von jung bis alt variiert. Außerdem haben die einzelnen Sozialen Medien ihre technischen Eigenheiten, z. B. die Zeichenbegrenzung auf Twitter. Das ist zwar nur eine grobe Einteilung, zeigt aber, dass eine Marketingstrategie auch online wichtig ist. Der mangelnde Erfolg einer Online-Präsenz ist nicht selten das Produkt einer fehlenden Strategie bzw. fehlender Kenntnisse über die Online-Welt.

Fazit

Sie möchten wissen, wie Verbraucher in der Krise und danach mit Marken und Einzelhändlern interagieren? Es interessiert Sie, wie sich der Markt zukünftig verändern wird? Sicher ist die Corona-Krise nicht er einzige Grund, weshalb die Digitalisierung der Märkte immer schneller voranschreitet. Aber die Krise hat die Entwicklung auf jeden Fall gefördert. Weitere Informationen zu diesem Themenkomplex finden Sie hier:

Mehr zum Thema „Die Zukunft des Einzelhandels“ finden Sie im Thesenpapier des IFH Köln und Salesforce. Downloaden Sie es jetzt kostenlos hier: https://www.salesforce.com/de/form/pdf/ifh-corona-thesenpapier/