Die Corona-Pandemie trifft besonders kleine und mittlere Unternehmen weltweit mit voller Wucht. Wie hat Corona ihre Ziele verändert? Vor welchen Herausforderungen stehen KMU? Und was können sie tun, um ihr Unternehmen dennoch in eine erfolgreiche Zukunft zu führen?

 

Wie gehen Unternehmen weltweit mit der Corona-Krise um?

Selbstständige, Unternehmer und Führungskräfte in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) stehen vor großen Herausforderungen. Sie alle bewegt die Frage: Wie wirkt sich die Corona-Krise auf unser Unternehmen aus? Und vor allem: Was können wir tun, um unser Geschäft in eine sichere Zukunft zu steuern?

Salesforce hat bei mehr als 2300 kleinen und mittleren Unternehmen aus 15 Ländern rund um den Erdball nachgefragt. Die wichtigsten Erkenntnisse werden nun in der vierten Ausgabe des „Small and Medium Business Trends Report“ vorgestellt. Wie gehen kleine und mittelständische Unternehmen aus aller Welt mit der neuen Situation um? Wie wirken sie den Problemen entgegen? Und wie steuern sie ihr Unternehmen in die Zukunft? Dieser Blog gibt die Antworten. 

Finden Sie heraus,

  • wie sich die Corona-Pandemie auf die Antriebskräfte, Probleme und Ziele kleiner und mittlerer Unternehmen auswirkt
  • welchen Einfluss die Digitalisierung auf die Stabilität von Unternehmen hat
  • wie sich KMU für die Zeiten nach Corona aufstellen, wie sie wachsen wollen und womit sie planen

 

Mit Mut, Ideen und Tatendrang nach vorn

Das Jahr 2020 hat unsere Welt verändert. Nichts scheint mehr so zu sein, wie es einmal war. Das betrifft nicht nur unser aller Privatleben, sondern stellt auch Firmen rund um den Globus vor nie gekannte Aufgaben. Doch gerade die Unternehmer und Führungskräfte, die kleine und mittlere Unternehmen leiten, sind dafür bekannt, dass sie sich nicht entmutigen lassen. Sie sind Anpacker und Macher, sie sind kreativ und innovativ und nie darum verlegen, auch in schwierigen Situationen nicht den Überblick und vor allem die Zuversicht zu verlieren. Denn sie sind angetreten, um sich am Markt zu behaupten. Egal, was kommt.

Mit diesen Maßnahmen begegnen kleine und mittlere Unternehmen der Krise:

  • Die Sicherheit der Kunden steht an oberster Stelle. 
  • Kundenbeziehungen werden neu definiert.
  • Trotz aller Herausforderungen bleiben Unternehmen optimistisch.
  • Unternehmen, die der Digitalisierung offen gegenüberstehen, können Marktschwankungen besser ausgleichen.
  • Wachstumsorientierte Unternehmen bereiten sich schon jetzt auf mögliche weitere Krisen vor.

 

Die Sicherheit der Kunden steht an erster Stelle 

Der Kunde ist König – selbst (oder umso mehr) in der Krise. Um dieses Credo auch während der Corona-Pandemie mit Leben zu erfüllen, haben kleine und mittlere Unternehmen (KMU) auf der ganzen Welt eine Vielzahl von Maßnahmen ergriffen. Fast die Hälfte aller KMU (48 %) hat kontaktlose Dienstleistungen eingeführt – von digitalen Einkaufsmöglichkeiten über mobile Bestellungen bis hin zu Abholservices. Mittelständische Firmen verfügen hierbei sowohl finanziell als auch personell über bessere Möglichkeiten als kleine.

Bei deutschen Unternehmen steht in der aktuellen Situation die Umsetzung der Sicherheits- und Hygienevorschriften an oberster Stelle. Auch die Wahrung der hohen Produktqualität hat für deutsche KMU gerade in der Krise einen weitaus höheren Stellenwert als in anderen Ländern. 

Die Corona-Pandemie hat auch das Verhalten der Kunden verändert. Laut der Connected Customer Survey vom August 2020 erwarten zwei von drei Kunden (66 %), dass die Unternehmen ihre Vorstellungen und Bedürfnisse kennen, verstehen und darauf eingehen. Etwa die Hälfte aller KMU hat das erkannt und steckt mehr Aufwand als bisher in die Kommunikation mit den Kunden. Diese Unternehmen bieten ihren Kunden flexiblere Lösungen und erweiterte Möglichkeiten der Kontaktaufnahme.

 

Wir bleiben optimistisch!

Weitreichende betriebliche Einschränkungen, Regeln und Vorschriften, die immer schwerer einzuhalten sind, und dazu noch Kunden mit gestiegenen Erwartungen – angesichts dieser neuen Herausforderungen haben es gerade kleine und mittlere Unternehmen in der Coronazeit nicht leicht. Doch die gute Nachricht ist: Fast alle bleiben optimistisch!

Dabei sind die Prioritäten im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie weltweit durchaus verschieden gewichtet: Für deutsche Unternehmen besteht die größte Herausforderung in der gesunkenen Nachfrage der Kunden (weltweit rangiert dieses Problem auf Platz 2), gefolgt von ständig neuen Regelungen und Vorschriften (weltweit nur auf Rang 5 der Corona-Probleme für Firmen). Die weltweit größte Herausforderung – der Umsatzrückgang – steht bei deutschen Unternehmen auf der Problemliste „nur“ auf Platz 3.

Angesichts dieser Einschränkungen sind viele Unternehmen im puren Überlebensmodus. 57 % kämpfen Tag für Tag darum, ihr Geschäft am Laufen zu halten. Doch trotz all dieser Sorgen, Probleme und Nöte sind fast alle Firmen optimistisch. Fast drei von vier Unternehmen (72 %) gaben im August 2020 an, dass sie zuversichtlich in die Zukunft blicken. Im Vergleich zum März dieses Jahres – also vor Corona – ist dieser Wert zwar von 80 % auf 72 % zurückgegangen, ebenso wie im Vorjahresvergleich, wo er bei 78 % lag. Dennoch sprechen 22 % der KMU, die sogar „sehr optimistisch“ in die Zukunft sehen, eine deutliche Sprache. Die Botschaft lautet: Wir lassen uns nicht unterkriegen!

 

Leuchtendere Zukunft für digitale Vorwärtsdenker

Mit modernen Technologien dem Wettbewerb voraus

Die effektive Nutzung moderner Technologien kann gerade für kleine und mittlere Unternehmen ein wichtiges Mittel sein, um sich von anderen abzuheben. CRM-Systeme zum Management der Kundenbeziehungen, Kundendienstsoftware oder E-Mail-Marketing-Lösungen helfen Unternehmen, der Konkurrenz immer einen Schritt voraus zu sein. Der Trends Report 2020 zeigt, dass wachstumsorientierte Firmen neuen Technologien offener gegenüberstehen und bereitwilliger sind, diese in der Praxis umzusetzen und Tag für Tag mit Leben zu erfüllen. 

Mehr als die Hälfte aller wachstumsorientierten KMU geben an, dass moderne Technologien eine wichtige Triebkraft ihrer Interaktionen mit Kunden (55 %) oder ihres wachsenden Kundenstamms (51 %) sind. Diese Werte sind deutlich höher als bei Unternehmen, deren Wachstum stagniert oder sogar zurückgeht. Digitale Tools kommen vor allem in Vertrieb, Marketing und Support zum Einsatz. Dabei bevorzugen fast drei von vier Unternehmen (72 %) die Abwicklung über eine zentrale Anwendung.

Die Corona-Pandemie hat den Trend zum Online-Shopping, der bereits vorher deutlich erkennbar war, noch verstärkt. Im vergangenen Jahr ist der Anteil der Online-Interaktionen zwischen Unternehmen und Kunden deutlich gestiegen: von 42 % Online-Anteil im Jahr 2019 auf 60 % Online-Interaktionen 2020. Umso wichtiger ist es, all diese Kunden auch in der digitalen Welt optimal zu betreuen. Wir erinnern uns: Sie erwarten, dass die Unternehmen ihre Bedürfnisse kennen, sie verstehen und gezielt darauf eingehen. Ein CRM-System bietet hierbei wertvolle Unterstützung.

CRM-Systeme gehören weltweit zum Geschäftsalltag – nur Deutschland hinkt noch hinterher

In vielen Ländern der Welt haben sich CRM-Systeme zum Management der Kundenbeziehungen fest im Geschäftsalltag kleiner und mittlerer Unternehmen etabliert. Weltweit nutzen im Schnitt mehr als die Hälfte aller KMU ein solches CRM-System – das entspricht einer 24 %-igen Steigerung gegenüber 2019! Die Corona-Pandemie hat sicherlich eine entscheidende Rolle für diese Zunahme gespielt.

In Deutschland sieht die Lage jedoch noch etwas anders aus: Im weltweiten Schnitt nutzen 56 % aller kleinen und mittleren Unternehmen ein CRM-System zur Verwaltung ihrer Kundenbeziehungen. In einigen Ländern liegt dieser Anteil sogar noch deutlich höher: In den Niederlanden sind es 87 %, in Thailand 77 %, auf den Philippinen 74 %. In Deutschland hingegen setzen nur zwei von fünf KMU (42 %) ein Customer Relationship Management System ein – hier ist also noch viel Luft nach oben. Im globalen Vergleich wird dies besonders deutlich: Unter allen im Trends Report analysierten Ländern bilden deutsche KMU das Schlusslicht, was die Nutzung von CRM-Systemen angeht!

Daran hat auch die aktuelle Situation nicht viel geändert. Während in anderen Ländern viele Unternehmen im Corona-Jahr 2020 in ein CRM-System investierten, waren es in Deutschland gerade mal acht Prozent. Im Vergleich dazu waren kleine und mittlere Unternehmen auf den Philippinen mit 39 % oder in den Niederlanden mit 48 % weitaus investitionsfreudiger, was digitale Lösungen zur Verwaltung der Kundenbeziehungen angeht.

 

Wer wachsen will, macht sich krisenfest

Doch wie können sich gerade kleine und mittlere Unternehmen gegen zukünftige Krisen wappnen? Die aktuelle Situation hat gezeigt, wie schnell es gehen kann, dass sich überlieferte Strukturen und Prozesse schlagartig ändern. Mehr als ein Viertel aller KMU legen sich ein finanzielles Notpolster zur Seite. Eines von fünf kleinen und mittleren Unternehmen tut einfach nichts. Rund jedes dritte Unternehmen – besonders die wachstumsorientierten – setzt zur Stärkung der Krisenfestigkeit jedoch auch auf moderne Technologien:

  • 38 % aller KMU digitalisieren die Interaktionen mit ihren Kunden
  • 35 % digitalisieren ihre interne Kommunikation
  • 34 % setzen auf die Digitalisierung von Workflows

 

Zurück zu „Business as usual“? Oder die Veränderung als Chance begreifen?

Der Großteil der deutschen KMU geht davon aus, dass sie nach der Krise entweder unverändert zu den Geschäftspraktiken „vor Corona“ zurückkehren (46 %) oder dass sie ihre betrieblichen Abläufe nur leicht anpassen werden (40 %). Nur eines von zwanzig Unternehmen (5 %) glaubt, dass sich ihre Geschäftsstruktur völlig neu ausrichten wird. Verpassen wir damit in Deutschland eine Chance? Die Chance, diese Veränderung als etwas Positives zu begreifen und neue Wege zu gehen?

Global gesehen betrachten weitaus mehr kleine und mittlere Unternehmen die Krise als Chance. Im weltweiten Schnitt gehen 13 % der KMU (und damit fast dreimal so viele Firmen wie in Deutschland!) davon aus, dass sich die Struktur ihres Unternehmens radikal verändern wird. In Ländern wie Brasilien (24 %) oder den Niederlanden (22 %) glaubt sogar knapp ein Viertel aller kleinen und mittleren Unternehmen an einen tiefgreifenden Strukturwandel. 

Vielleicht sind wir ja in Deutschland etwas weniger offen gegenüber neuen Möglichkeiten – oder diese Einstellung zeigt, dass die Ein- und Umbrüche durch die Corona-Pandemie in Deutschland nicht ganz so fundamental waren wie in anderen Ländern. Doch auch hierzulande hat die Krise mit Sicherheit viele Unternehmen dazu bewegt, aktuelle Geschäftsmodelle zu überdenken und neue Wege und Möglichkeiten in Betracht zu ziehen.

 

Globaler Trends Report gratis zum Download: Laden Sie sich hier kostenlos den aktuellen Trends Report 2020 herunter, der einen detaillierten Überblick gibt, wie kleine und mittlere Unternehmen auf der ganzen Welt mit den Herausforderungen und Folgen der Corona-Pandemie umgehen und wie sie sich für eine erfolgreiche Zukunft aufstellen.