Brunner Bäcker ist ein Trailblazer: "Weil KI im Handwerk für uns kein Fremdwort ist."

 

Natürlich hat Hightech längst Einzug ins Handwerk gehalten – als erstes denkt man dabei jedoch an digital gesteuerte Präzisionswerkzeuge oder -maschinen. Wie Digitalisierung in einem so traditionellen Handwerk wie der Backkunst aussehen kann, erschließt sich jedoch nicht direkt beim ersten Gedanken. Sichtbar und erlebbar wird die digitale Transformation der Branche beim oberpfälzischen Bäcker Brunner mit 85 Fachgeschäften in der Region. Wegbereiter in Richtung Zukunft ist dort MIT-Absolvent Kevin Landgraf, der als IT-Leiter des Mittelständlers Künstliche Intelligenz in die Backstube bringt:

 

Das Ziel: Präzise Produktionsplanung im Bäckerhandwerk

„Frische ist wohl eines der wichtigsten Qualitätsmerkmale im Bäckerhandwerk. Um unsere 85 Fachbetriebe täglich mit dem richtigen Sortiment frischer Ware in der benötigten Menge zu beliefern, haben wir uns jahrzehntelang auf die Schätzungen der jeweiligen Kolleginnen und Kollegen vor Ort verlassen können und damit eine ordentliche branchenübliche Genauigkeit von 60 bis 70 Prozent erreicht. Wir wollten hier aber besser werden und die Anteile der Über- oder Unterproduktionen deutlich reduzieren.

Ich bin Technologieenthusiast durch und durch, und bin Digitalisierung gegenüber sehr aufgeschlossen – dabei habe ich das große Glück, dass mein Vorgesetzter sich von meiner Begeisterung anstecken lässt. Wir hatten ohnehin geplant, ein System einzuführen, dass der Geschäftsführung einen schnelleren und einfacheren Zugang zur Auswertung und Prognose von Geschäftszahlen erschließt. Und so haben wir in Salesforce den idealen Partner und in Einstein die ideale Technologie gefunden, die nun beides ermöglicht: mehr Transparenz und Geschwindigkeit bei der Übersicht der Betriebsdaten und die Präzisierung der Produktionsplanung.

 

Das Ergebnis: 20 Prozent Steigerung der Liefergenauigkeit 

Tatsächlich gibt es viele Systeme auf dem Markt, mit denen sich Geschäftszahlen einigermaßen tracken lassen. Aber: Salesforce hat, wie ich nach einer umfassenden Marktanalyse festgestellt habe, als einziger Anbieter eine echte, direkt einsetzbare KI-basierte Analytics Lösung. Angesichts von 90 Millionen auszuwertenden Datenzeilen pro Jahr allein bei unseren Kassiervorgängen wird deutlich, dass Leistungsfähigkeit eine wichtige Anforderung darstellt. 

Nachdem wir die Anbindung zu unserem Branchen-ERP realisiert und die entsprechenden Datensets, unter anderem basierend auf fünf Jahren historischer Daten, aufgebaut haben, sind wir 2019 mit unserer Lösung live gegangen. Innerhalb von neun Monaten ist es uns gelungen, die Liefermengengenauigkeit um 20 Prozent zu erhöhen, von einem mittleren Sechziger- auf einen mittleren Achtzigerbereich, den wir noch auf 90 Prozent steigern möchten und auch werden. Und es macht sich bereits bemerkbar: Je genauer wir den Bedarf ermitteln, desto präziser und kosteneffizienter wird unsere Liefermengenplanung. Und die Geschäftsführung greift jetzt über PC oder mobilem Gerät in Echtzeit auf tagesgenaue Zahlen in übersichtlichen Dashboards zu – viel einfacher, schneller, aktueller und übersichtlicher als über die alten Listen.“ 

 

Was ist ein Trailblazer? Finden Sie heraus, was einen Trailblazer ausmacht und warum er ein einzigartiger Bestandteil unserer Unternehmenskultur ist.