Trotz aller Einschränkungen und Herausforderungen, vor das COVID-19 kleine und mittlere Unternehmen aus aller Welt stellt, blicken KMU zuversichtlich in die Zukunft.

 

Weltweite Studie zeigt Probleme und Herausforderungen für KMU 

Wie gehen kleine und mittlere Unternehmen (KMU) mit den Herausforderungen der Corona-Krise um? Wie sehen sie angesichts der aktuellen Lage ihre Zukunft? Für die vierte Ausgabe des „Small and Medium Business Trends Report“ von Salesforce wurden mehr als 2.300 KMU aus 15 Ländern auf der ganzen Welt befragt. In diesem Blog berichten wir, welche Einschränkungen und Herausforderungen die Firmen am meisten belasten – und warum sie trotzdem optimistisch in die Zukunft blicken.

 

Die größten Herausforderungen für KMU in der Corona-Krise

Viele Unternehmen können ihr Geschäft gerade nicht wie gewohnt fortführen und müssen mit zahlreichen Einschränkungen leben. Die Sicherheit der Kunden steht an oberster Stelle und es gibt zahlreiche offizielle Hygienevorschriften zu beachten. Als ob das alles nicht genug wäre, ändern sich auch noch die Anforderungen der Kunden. Zwei von drei Kunden erwarten von den Unternehmen, dass sie ihre Wünsche verstehen und mit transparenterer Kundenkommunikation, besseren Kommunikationsmöglichkeiten und höherer Flexibilität darauf reagieren.

Vor der Krise war die größte Herausforderung für Unternehmen klar definiert: Die Gewinnung neuer Kunden hatte oberste Priorität. Das ist jetzt noch schwieriger geworden als zuvor. Dazu sind in jüngster Zeit weitere Herausforderungen in den Fokus geraten: Die langfristige Planung ist für Unternehmen nicht gerade einfacher geworden, und auch die Pflege und der Erhalt von Bestandskunden ist wichtiger als je zuvor. Angesichts dieser drängenden Probleme haben sich Wünsche wie eine gute Work-Life-Balance, die vor der Corona-Krise für etwa ein Viertel aller KMU eine wichtige Rolle spielten, eher zum Nebenschauplatz entwickelt.

 

Fachkräftemangel nach wie vor bei deutschen Unternehmen ganz vorn

Schaut man sich die Zahlen für Deutschland an, fällt eine Besorgnis ganz besonders ins Auge: der Fachkräftemangel. Trotz der Corona-Krise führt dieses Problem die Liste der Einschränkungen an, die kleinen und mittleren Unternehmen das Geschäft erschweren. Weltweit liegt dieses Problem nur auf Platz 6. Auch der Zeitmangel schränkt deutsche Unternehmen mehr ein als andere und wird als drittgrößtes Problem genannt (weltweit liegt es nur auf Platz 8). Ganz oben auf der Liste der Einschränkungen stehen im weltweiten Schnitt der Zugang zu Kapital und das Thema Geld im Allgemeinen. Fast ein Drittel aller kleinen und mittleren Unternehmen rund um den Globus gibt dies als schwerste Einschränkung für den Geschäftserfolg an. In Deutschland schafft es das Thema Geld und Kapital hingegen nicht mal unter die Top drei.

 

Die Pandemie macht es KMU noch schwerer

Zu diesen schon länger bestehenden Problemen kommen nun noch die Herausforderungen im Zuge der Corona-Pandemie. Mehr als die Hälfte aller KMU weltweit nennen Umsatzrückgang (56 %) und eine veränderte Kundennachfrage (54 %) als größte Herausforderungen. 

Deutsche KMU sehen in der gesunkenen Kundennachfrage das größte Problem im Zuge der COVID-19-Pandemie, gefolgt von immer neuen Regeln, was weltweit nur auf Rang 5 der Problemliste steht. Der Umsatzrückgang – weltweit auf Platz 1 der größten Herausforderungen – liegt bei deutschen KMU auf Platz 3.

Zwei von drei Unternehmen (65 %) weltweit sehen ihr Geschäft durch nationale oder lokale Vorschriften bedroht, die entweder eine Einschränkung oder eine komplette Schließung ihres Betriebes verlangen. Die Einhaltung der offiziellen Hygiene- und Sicherheitsvorschriften stellt für 59 % der KMU überall auf der Welt eine schwere zusätzliche Belastung dar.

 

KMU fahren weltweit im Überlebensmodus

Angesichts dieser Einschränkungen haben viele kleine und mittlere Unternehmen auf der ganzen Welt in den Überlebensmodus geschaltet. Mehr als jedes zweite Unternehmen (57 %) hat zu kämpfen, sein Geschäft am Laufen zu halten. Besonders hart trifft es den Einzelhandel, Gastronomie und Hotellerie, die Transportbranche und Unternehmen, die im Endverbraucherbereich tätig sind. Hier haben zwei von drei Unternehmen sehr zu kämpfen. In der Gesundheitsbranche, dem produzierenden Gewerbe und in der Technologiebranche hingegen ist „nur“ jedes zweite Unternehmen hart getroffen.

 

Trotz allem: Unternehmen bleiben optimistisch

Trotz all dieser Schwierigkeiten wird eine Botschaft deutlich: Fast drei von vier Unternehmen blicken trotz Krise optimistisch in die Zukunft. Im August 2020 lag diese Zahl bei 72 % aller kleinen und mittleren Unternehmen weltweit. Im Vergleich zum März dieses Jahres (80 %) und zu 2019 (78 %) ist der Anteil der Optimisten zwar etwas gesunken, aber dennoch ist dieses Ergebnis ein sehr positives Zeichen. Fast jedes vierte Unternehmen (22 %) blickt sogar „sehr optimistisch“ in die Zukunft. Ein hoffnungsvolles Signal!

 

Demografische Faktoren bestimmen Erfolgsaussichten

Viele Unternehmen betrachten ihre Erfolgsaussichten durch die demografische Brille. Kurz gesagt: Wer erfolgreich ist, ist optimistischer. So stehen Führungskräfte kleiner und mittlerer Unternehmen, die über ein mittleres oder hohes Haushaltseinkommen verfügen, der Zukunft zuversichtlicher gegenüber als solche mit niedrigem Einkommen. 

Auch ethnische Faktoren spielen eine Rolle für die Erfolgswahrnehmung: So sagt in den USA eine von drei schwarzen KMU-Führungskräften, dass ihre Hautfarbe bei der Leitung ihres Unternehmens von Nachteil ist. Viele von ihnen verschaffen sich jetzt eine Stimme, wie bei den Protesten angesichts der ethnischen Ungerechtigkeiten in den USA im Frühjahr und Sommer dieses Jahres deutlich wurde. Sie sind fest entschlossen, dies nicht länger hinzunehmen und ihre Situation zu verbessern. Auch hier spürt man den Willen nach Veränderung. 

 

Mit modernen Technologien für die Zukunft gerüstet

Neben all den anderen beschriebenen Herausforderungen hat die Pandemie noch einen weiteren Trend verstärkt: Immer mehr Kunden kaufen online. Im vergangenen Jahr ist der Anteil der Online-Interaktionen zwischen Kunden und Unternehmen laut der Salesforce Connected Customer Survey von 42 % (2019) auf 60 % (2020) gewachsen – ein überaus deutlicher Anstieg.

Um diesem immer weiter fortschreitenden Trend gerecht zu werden, braucht es moderne Technologien. Und tatsächlich gibt es dafür eine ganze Reihe leistungsstarker Tools. Im weltweiten Schnitt nutzt bereits über die Hälfte aller kleinen und mittleren Unternehmen ein CRM-System zum Management ihrer Kundenbeziehungen. Das entspricht einer 24%-igen Steigerung gegenüber 2019. In vielen Ländern der Welt haben KMU in diesem Jahr stark in CRM-Systeme investiert. Auf den Philippinen haben 39 % der Unternehmen ein neues CRM-System angeschafft, in den Niederlanden fast jedes zweite (48 %). In Deutschland liegt dieser Anteil bei gerade mal acht Prozent – hier ist also noch deutlich Luft nach oben.

 

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