Setzen Sie bereits auf Newsletter- bzw. E-Mail-Marketing? Wie gut läuft diese Marketingmaßnahme? Wenn Sie keine konkrete Antwort geben können oder gar schlechte Nachrichten übermitteln müssen, sollten Sie Ihre Strategie überdenken. Damit Sie Ihre Ziele erreichen können, steht für Sie ein Bündel an Maßnahmen und Optimierungen zur Umsetzung bereit. Unsere 11 E-Mail-Marketing Tipps geben Ihnen eine erste Übersicht.

 

Tipp 1: first things first: der Kunde!

Um E-Mail-Marketing erfolgreich umsetzen zu können, müssen Sie eine Voraussetzung erfüllen: Lernen Sie Ihre Empfänger kennen. Definieren Sie Zielgruppen, halten Sie Buyer Personas fest, und analysieren Sie die Customer Journey mit den verschiedenen Touchpoints. Mit diesem Wissen gibt E-Mail-Marketing Ihnen die Möglichkeit, Kunden erfolgreich zu erreichen, überzeugen und zu binden.

Ebenso ist es wichtig, die Herausforderungen, Wünsche und Fragen der Empfänger zu kennen. Um diese herauszufinden, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Zum Beispiel können Sie die Antworten über Marktforschung oder moderne Methoden wie den Jobs To Be Done-Ansatz (JTBD) finden. JTBD ist ein Konzept, das Unternehmen helfen soll, ein wesentlich besseres Verständnis für das Verlangen von Kunden nach Innovationen zu entwickeln. Was wollen unsere Kunden wirklich?  Warum schaffen sich Menschen bestimmte Produkte an? Auf diese Fragen soll JTBD Antworten liefern.

Nutzen Sie diese Erkenntnisse und Tipps für Ihr E-Mail-Marketing.

 

Tipp 2: KPIs definieren

Definieren Sie klare Kennzahlen und haben Sie diese ständig im Blick, um den Erfolg Ihres Marketings verzeichnen zu können.

Diese Kennzahlen sind im E-Mail-Marketing gängig:

  • Anzahl Newsletter-Abonnenten
  • Öffnungsrate in Prozent
  • Klickrate in Prozent
  • Abmeldequote 
  • Conversion-Rate 

Vergleichen Sie die Ist- mit den Soll-Werten. Über den Grad der Erfüllung können Sie genau sagen, wie erfolgreich Ihr E-Mail-Marketing ist. Wie diese Messgrößen in unterschiedlichen Branchen ausfallen, lesen Sie in unserem Blogartikel Mit Newsletter-Marketing zum Kampagnenerfolg”.

 

Tipp 3: Promotion des Newsletters

Dieser E-Mail-Marketing Tipp klingt banal, wird aber öfter als gedacht nicht befolgt. Bewerben Sie den Nutzen Ihres Newsletters. Denn: Was Ihre Kunden nicht kennen, können sie auch nicht nutzen. Dies hilft Ihnen:

  • Prospekte, Flyer, Plakate und Hinweise auf Ihrer Webseite bzw. in Ihrem Onlineshop
  • Handlungsaufforderungen (CTAs)  wie Zum Newsletter anmelden”
  • Rabatt- und Geschenk-Aktionen bei Anmeldung zum Newsletter

 

Wie Sie Interessenten und Kunden durch E-Mail-Marketing erreichen, erfahren Sie auch in unserem Whitepaper „50 bewährte Praktiken für E-Mail-Marketer”. Hier finden Sie viele praxisnahe Beispiele, die einfach umsetzbar sind. Jetzt downloaden!

 

 

Tipp 4: Anmeldung: so kurz und knackig wie möglich

Machen Sie die Anmeldung so einfach wie möglich. Verweisen Sie bei Ihrer Offline-Promotion auf eine spezielle Landingpage mit einer leicht zu merkenden URL oder verwenden Sie zusätzlich einen QR-Code. Auf Ihrer Webseite oder im Onlineshop kann das Anmeldeformular direkt in die Startseite oder im Teaser-Bereich der Unterseiten integriert werden.

Fragen Sie in dem Anmeldeformular nur die wichtigsten Daten ab, um die Hürde niedrig zu halten. Die Angabe der E-Mail-Adresse sowie Vorname und Namen sollten verpflichtend sein, Angaben wie Adresse, Telefonnummer etc. sollten optional sein. Eventuell erheben Sie diese Daten später.

 

Tipp 5: Kundennutzen in den Vordergrund stellen

Kommunizieren Sie dem Kunden den Nutzen des Newsletters. Unternehmen sollten Vorteile wie Angebote, Rabatte, kostenlose Ratgeber oder Zugang zu Gewinnspielen für den Empfänger auflisten. Aber auch Informationen zu neuen Produkten, Einladungen zu besonderen Events oder Hintergrundinformationen zu Ihren Lieferanten sollten so kommuniziert werden um Mehrwerte bieten zu können. Unterstützen können Sie den Anmeldeprozess zusätzlich mit dem Verweis auf ein Newsletter-Beispiel – auch so wird der Nutzen deutlich.

 

Tipp 6: Rechtssichere Datenerhebung

Daten sind von großer Bedeutung in der Digitalisierung. Gesetzgebungen wie die DSGVO erschweren die Erhebung, Verarbeitung und Nutzung von Kundendaten. Zum Beispiel müssen Ihre Kunden eine eindeutige Zustimmung zur Newsletter-Anmeldung geben. Außerdem ist es aus rechtlichen Gründen notwendig, in die Mailings einen Abmelde-Link zu integrieren. Informieren Sie sich, wann Sie welche Daten wie erheben und verwenden dürfen. Sprechen Sie dazu mit dem Datenschutzbeauftragten Ihres Unternehmens.

 

Tipp 7: Segmentierung und Personalisierung

Einige Unternehmen gehen gerne nach dem Masse- statt Klasse-Prinzip vor. Das bedeutet, sie sammeln massenweise E-Mail-Adressen ein, um dann möglichst viele Newsletter zu versenden. Folglich melden viele Leser den Newsletter ab, da die versendeten Inhalte belanglos erscheinen.

Unser E-Mail-Marketing Tipp an Sie: Eine kundenindividuelle Ansprache ist wichtiger als eine riesige Menge versendeter Mails.

Das Versenden personalisierter Newsletter bietet die passenden Inhalte für jeden Leser. Dafür müssen Sie einerseits mehr über Ihre Empfänger erfahren, andererseits zugeschnittene Listen im Verteiler erstellen. Wichtige Eckpunkte hierfür sind:

  • Interessen
  • Sprache
  • Geschlecht
  • Alter
  • Name
  • Wohnort
  • Neukunde / Bestandskunde

Wenn Ihnen diese Informationen vorliegen, können Sie Ihre Kunden segmentieren und ihnen passende Newsletter zukommen lassen. Weitere Infos zum optimalen Aufbau Ihres Newsletters finden Sie hier.

Segmentierungen erfolgen über verschiedene Wege. Zum Beispiel, indem Sie den Leser beim Anmeldeformular angeben lassen, für welche Themen und Bereiche er sich interessiert. Oder Sie lenken ihn nach der Registrierung in einen geschlossenen Newsletter-Bereich, wo er eine genaue Auswahl vornehmen kann.

 

Tipp 8: Ansprache und ansprechendes Design

Viele Kunden abonnieren Newsletter, doch sie öffnen diese nur selten. Das Resultat sind niedrige Öffnungs- und Klickraten. Ein Grund dafür kann beispielsweise eine uninteressante Betreffzeile sein. Die Betreffzeile ist das erste, was der Leser von Ihrer Mail sieht. Deswegen ist es wichtig, dass Sie die passende Ansprache finden. Auch eine persönliche Absendeadresse statt etwa news@firma.de erhöht die Öffnungsrate.

Haben Sie es geschafft, dass ein Abonnent den Newsletter öffnet, haben Sie nur wenige Sekunden Zeit, um ihn vom Inhalt zu überzeugen. Viele Leser scannen zuerst durch den Newsletter und entscheiden aufgrund der optischen Eindrücke, ob sie der E-Mail Aufmerksamkeit schenken oder löschen.

Aufbau, Struktur, Farben, Schriftart, Formatierung, Bilder, Inhalt – bei der Gestaltung eines Newsletters gibt es viel zu bedenken. Hier bedarf es einem Zusammenspiel aus Design-, Content- und Marketing-Experten, um ein überzeugendes Ergebnis abzuliefern. In der Regel sollte mindestens ein Click-Button mit einer klaren Handlungsaufforderung enthalten sein als Call-to-Action”, etwa mit Verweis auf den Artikel im Shop oder die weiterführende Geschickte hinter dem Produkt. 

 

Tipp 9: Smartphones statt Desktop

Ein weiterer wichtiger Aspekt für Ihr E-Mail-Marketing ist die Beachtung des Endgeräts, auf dem Leser die Mailings erhalten. In Zeiten der Digitalisierung nutzen Abonnenten überwiegend das Smartphone, um Informationen abzurufen.

Hierbei ist die Darstellung entscheidend. Ihre Kunden müssen die Newsletter ohne Probleme auf dem Smartphone öffnen, lesen und die Inhalte anklicken können. Bei der Umsetzung ist es deshalb wichtig, dass Sie auf größere technische Spielereien wie Flash-Animationen, mehrspaltige Layouts oder Designs über CSS verzichten. 

In der Regel werden Newsletter an Computern mit großen Breitbild-Bildschirmen entworfen. Doch Ihre Inhalte müssen in der Regel auf Endgeräten mit deutlich kleineren Displays überzeugen. Viele Designer gehen deswegen mittlerweile dazu über, die Inhalte nach dem Mobile First”-Prinzip zu gestalten.

 

Tipp 10: nicht nur werbliche Inhalte liefern

Wissen Sie nicht so genau, welche Inhalte Sie Ihren Newsletter-Abonnenten liefern sollen? Dann stellen Sie sich folgende Fragen:

  • Was erwartet der Empfänger?
  • Was benötigt er in seiner aktuellen Situation?
  • Welche passende Lösung oder welches passende Angebot kann Ihr Einzelhandelsgeschäft bieten?

Wenn Sie diese Frage geklärt haben, wissen Sie, welche Inhalte für die einzelnen Kundensegmente die passenden sind. Achten Sie darauf, dass Ihre Newsletter nicht nur werbliche Inhalte bieten. Im Rahmen Ihrer Content-Marketing-Strategie können Sie beispielsweise damit punkten:

  • Ratgeber, Checklisten und Tutorials
  • News und Updates
  • Videos und Podcasts
  • Downloads (z. B. Studien, Whitepaper, eBooks)
  • Detailreiche Informationen zu Produkten und Lieferanten
  • Initiativen zum Umweltschutz
  • Infografiken und Schaubilder

 

Tipp 11: Storytelling: was ist Ihre Message?

Achten Sie auch beim E-Mail-Marketing auf das Image Ihrer Marke. Wofür steht Ihr Einzelhandelsgeschäft aktuell und zukünftig?

2 Beispiele:

  • Werben Sie mit Rabatten und Aktionen, spricht das Schnäppchenjäger an. Das hat aber unter anderem zur Folge, dass Ihre Kunden ständig Angebote und niedrige Preise erwarten. 
  • Steht Ihr Laden für biologische bzw. ökologische Produkte? Dann vermitteln Sie das auf allen Ebenen. Wählen Sie passende Inhalte (z. B. Ratgeber für nachhaltiges Einkaufen) aus. Sprechen Sie die Leser mit einem Design an, das zum Beispiel oft auf die Farbe Grün setzt. Der Einsatz von Bio-Siegeln und ähnlichen Signets unterstreicht das Bio-Image.

 

E-Mail-Marketing Tipps: ein Fazit

Damit Ihr E-Mail-Marketing erfolgreich sein kann, benötigen Sie eine wohl durchdachte Strategie. Sollte diese nicht sofort aufgehen, sollten Sie nicht den Kopf in den Sand stecken. Es ist wichtig, dass Sie sich Zeit für Experimente nehmen. Denn jede Zielgruppe ist anders und um die wirksamste Methode für Ihre Kunden zu identifizieren, legen wir Ihnen als letzten und abschließenden E-Mail-Marketing Tipp A/B-Tests ans Herz. Verwenden Sie erhobene Erkenntnisse aus Studien und relevante Tipps, um Ihr E-Mail-Marketing zu verbessern.

 

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