Die meisten Start-ups werden von einer einzelnen Person, einem Duo oder einer sehr kleinen Personengruppe gegründet. Die Gründer:innen übernehmen am Anfang meist alle Rollen selbst. Sie sind Vertreter:innen, Marketing-Expert:innen und Buchhalter:innen in einer Person. Flexibilität ist gerade in dieser Phase das A und O des Erfolgs.

Doch sobald der Businessplan erstellt und die Gründungsphase gemeistert ist, sollten Sie über eine effiziente Firmenstruktur nachdenken. Denn ein strategischer Aufbau bringt zahlreiche Vorteile mit sich:

 

  • Prozesse lassen sich schneller gestalten

  • Zuständigkeiten sind klar geregelt

  • Die Mitarbeiterfluktuation wird gering gehalten

  • Die Einstellung von Personal wird erleichtert

  • Die Arbeitsbelastung der Gründer:innen wird verringert

 

Nachfolgend beantworten wir die häufigsten Fragen zur Unternehmensstruktur für Start-ups und kleine Unternehmen und erklären, wie Sie in nur 4 Schritten eine für Ihr Unternehmen passende Struktur entwickeln können.

 

 

Leitfaden für Kleinunternehmen und Start-ups: So finden Sie die ideale CRM-Lösung

Was ist ein CRM? Und wieso profitieren kleine Unternehmen und Start-ups besonders davon? In diesem E-Book erfahren Sie alles Wissenswertes rund um die ideale CRM-Lösung.
 
 

Welche Abteilungen hat ein Unternehmen?

Die meisten Unternehmen besitzen traditionell eine sogenannte funktionale Struktur, das heißt, die Abteilungen sind nach Funktionen gegliedert. Im Allgemeinen gibt es folgende Unternehmensbereiche, die sich je nach Branche und Unternehmensgröße unterscheiden:

 

  • Buchhaltung und Finanzen

  • Forschung und Entwicklung

  • Geschäftsleitung

  • IT und EDV

  • Kundendienst

  • Marketing

  • Personalwesen

  • Produktion

  • Vertrieb

     

Diese Unternehmensstruktur ist äußerst effektiv, da Mitarbeiter:innen auf eine Aufgabe spezialisiert sind und viel Fachwissen mitbringen. Die Koordination zwischen den Abteilungen kann jedoch Schwierigkeiten bereiten und möglicherweise zu Rivalitäten zwischen Unternehmensbereichen führen. Bei diesem Modell läuft die gesamte Verantwortung des Unternehmens bei der Geschäftsleitung zusammen.

 

Und welche Abteilungen benötigt ein Start-up?

Viele Start-ups und Kleinunternehmen besitzen anders als große Unternehmen überhaupt keine formelle Struktur. Alle Entscheidungen werden meist von den Gründer:innen getroffen. Das ist perfekt, wenn Flexibilität gefragt ist, kann aber mit zunehmendem Wachstum zum Problem werden und das Team irgendwann vor nahezu unlösbare Herausforderungen stellen.

Sobald Ihr Start-up eine gewisse Größe erreicht hat, sollten Sie deshalb über die Einrichtung folgender Unternehmensbereiche nachdenken:

 

  • IT-Abteilung: Sorgt für ein stabiles Netzwerk, reibungslose Programmabläufe und schützt Ihr Unternehmen vor Datendiebstahl und Cyberkriminalität

  • Personalabteilung: Kümmert sich um die Einstellung neuer Mitarbeiter:innen und die Belange Ihres Teams

  • Vertriebsabteilung: Bringt Ihre Produkte und Dienstleistungen unter die Leute und generiert Profit

  • Marketingabteilung: Rückt Ihre Marke ins Rampenlicht und akquiriert potenzielle Käufer:innen

  • Kundendienst: Nimmt die Belange der Kundschaft ernst und stellt sicher, dass sie mit dem Kauf zufrieden sind

  • Buchhaltungsabteilung: Wickelt alle ein- und ausgehenden Zahlungen an Lieferanten ab und überweist dem Finanzamt immer rechtzeitig alle Forderungen

 

Welche Struktur eignet sich für ein kleines Unternehmen?

Für kleine Unternehmen eignet sich im Allgemeinen die oben vorgestellte funktionale Struktur, bei der die Abteilungen nach Funktionen gegliedert sind.

Firmen können ihre Aktivitäten alternativ aber auch gruppieren nach:

  • Geschäftsbereichen

  • Produktgruppen

  • geografischen Märkten

Hierbei kann sich jede Abteilung ganz auf ihr Kerngeschäft konzentrieren und die Nähe der Mitarbeiter:innen zu ihrem jeweiligen Markt und den Kundenbedürfnissen ist größer. Der Nachteil besteht jedoch darin, dass bestimmte Aufgaben und Rollen mehrfach anfallen. Überlegen Sie also gut, ob eine solche Aufteilung für Ihr kleines Unternehmen tatsächlich die beste – und effizienteste – Lösung ist.

 

Wie sieht die beste Unternehmensstruktur für ein Start-up aus?

Als Start-up mit einem kleinen Team könnten Sie dagegen von einer Matrixstruktur profitieren. Die Mitarbeiter:innen erfüllen dabei gleichzeitig mehrere Rollen.

Ihre IT-Verantwortlichen können beispielsweise an mehreren Projekten mitwirken: So könnten sie Ihrem Marketingteam beim Einrichten einer Automatisierungslösung helfen und gleichzeitig das Buchhaltungsteam bei der Dateneinpflege für die Rechnungsstellung unterstützen.

Ein Vorteil dieser Struktur ist die funktionsübergreifende Zusammenarbeit im Unternehmen, von der besonders Start-ups mit kleinen bis sehr kleinen Teams profitieren. Solch eine flache Hierarchie verzögert aber gelegentlich Entscheidungsprozesse, da die Verantwortlichkeiten nicht immer klar geregelt sind. Fragen Sie sich also auch, ob die Matrixstruktur zu Ihrer Firmenkultur passt.

 

Welche Unternehmensbereiche sind für den Erfolg eines Start-ups entscheidend?

Die Antwort lautet klar: natürlich alle. Wenn die Lieferanten nicht pünktlich bezahlt werden, gibt es Probleme. Ist die IT-Struktur nicht ausreichend geschützt, haben Cyberkriminelle leichtes Spiel. Sind die Mitarbeiter:innen unzufrieden, besteht die Gefahr, dass sie abwandern.

Das Wichtigste ist also, dass es überhaupt eine Struktur gibt, wie auch immer diese aussieht. Ansonsten führen unklare Zuständigkeiten schnell zu ungeordneten Prozessen und Verwirrung – sowohl bei Ihrem Personal als auch bei Ihrer Kundschaft. Für den Erfolg eines Start-ups sind zweifellos speziell das reibungslose Zusammenspiel aller Abteilungen und die interne Vernetzung ausschlaggebend.

 

So erstellen Sie eine Organisationsstruktur in nur 4 Schritten

Auch wenn Ihr Start-up (noch) nicht über ausreichend finanzielle Mittel für die Einrichtung all der oben genannten Abteilungen verfügt, sollten Sie sich dennoch die Zeit nehmen und über eine für Ihr Unternehmen geeignete Organisationsstruktur nachdenken. Denn flache Hierarchien und Zuständigkeiten sind zwar besonders bei Start-ups und jungen Unternehmen verbreitet, bergen häufig aber auch Herausforderungen, wenn unklar ist, wer für eine bestimmte Aufgabe zuständig ist oder Verantwortung übernimmt.

Mit den folgenden vier Schritten räumen Sie diese Schwierigkeiten aus dem Weg und kommen der idealen Struktur für Ihr Unternehmen ein großes Stück näher:

 

1. Notieren Sie die folgenden drei Unternehmensbereiche, die so gut wie jedes Unternehmen besitzt, auf ein Blatt Papier:

 

  • Vertrieb und Marketing

  • Operatives Geschäft

  • Finanzen und Verwaltung

 

2. Listen Sie unter jedem dieser drei Bereiche spezifische Rollen Ihres Unternehmens auf. Unter Vertrieb und Marketing wären das zum Beispiel Website-Wartung, Online-Marketing, PR oder bezahlte Werbung.

 

3. Weisen Sie für jede dieser Rollen eine verantwortliche Person und für jede Abteilung eine zuständige Führungskraft zu. Manche Teammitglieder sind eventuell auch für mehrere Aufgaben verantwortlich. Einige dieser Rollen wie beispielsweise die Buchhaltung werden möglicherweise von externen Agenturen oder selbständigen Dienstleistern übernommen.

 

4. Definieren Sie eine Struktur für Ihre Führungskräfte. Wer hat in welchem Bereich das letzte Wort und trägt die Verantwortung für endgültige Entscheidungen? Jedes Unternehmen benötigt dabei drei Führungstypen: Visionär:in, Manager:in und Fachexpert:in.

Sobald Ihr Start-up diese Schritte gemeistert hat und über eine klar definierte Unternehmensstruktur verfügt, können Sie sich voll und ganz auf Ihr Kerngeschäft konzentrieren, neue Produkte und Dienstleistungen entwickeln und mittels einer SWOT-Analyse neue Geschäftschancen erschließen.

 

Zukünftige Herausforderungen

Ihr Start-up ist inzwischen gewachsen und zum Scale-up oder KMU aufgestiegen? Dann besteht die größte Herausforderung nun darin, dass alle Abteilungen miteinander vernetzt bleiben. Vermeiden Sie unbedingt eine Silobildung zwischen den Unternehmensbereichen.

Wenn Daten innerhalb Ihres Unternehmens nicht ausgetauscht werden, büßen Prozesse und Workflows an Effizienz ein und es entstehen Produktivitätslücken. Sie verlieren damit schnell den Überblick über das Unternehmen und über Ihre Kund:innen.

Dank der digitalen Transformation wird der firmeninterne Datenaustausch jedoch immer einfacher. Die Automatisierung entlastet Ihr Team außerdem von Routineaufgaben und gibt ihm den Freiraum für strategisches und kreatives Denken.

Damit sind die ersten Schritte in Richtung Unicorn gelegt.

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