Einführung Content Management System: Einsatzszenarien und Vorteile, die Sie kennen sollten.

Vermutlich haben Sie schon viel darüber gelesen, warum Sie in Content Marketing investieren sollten, aber selten geht einer dieser Beiträge über die Grundlagen von Content Management Systemen (CMS) hinaus oder erklärt, warum Sie das brauchen. Gehen wir der Sache auf den Grund.

Zuallererst: Was ist Content?

Einfach ausgedrückt: Content ist die Konversation, die Sie mit Ihren Kunden führen.

Genauer gesagt handelt es sich um die Sammlung von Inhalten: Texte, Bilder, Aufzeichnungen und Videos, die Kunden konsumieren, um sich mit Ihrer Marke zu beschäftigen.

Dieser Blogbeitrag? Ist ein Stück Web-Content. Die Instagram-Story, die Sie gerade angesehen haben? Das Ikon, auf das Sie geklickt haben, um einen virtuellen Besuch zu planen? Ebenfalls Content. Durchstöbern Sie die neuesten Produkte auf Ihren bevorzugten E-Commerce-Seiten? Auch das ist Content. Nachrichtenartikel, Werbebanner, Beiträge in sozialen Netzwerken und sogar etwas so Einfaches wie das Logo auf einer mobilen App sind Content.

Sprechen wir aber im Zusammenhang mit dem Thema Kundenbindung von Inhalten, beziehen sich diese in der Regel auf eine Form von digitalem Text, Bilder, Videos oder Tonaufnahmen.

Und was ist nun ein CMS?

Ein Content Management System (CMS) ist eine Technologieplattform, mit der Sie digitale Inhalte erstellen, bearbeiten, produzieren und anpassen können, in der Regel für das Web. Heutzutage bieten die meisten Content Management Systeme mehr als nur Grundlagen und unterstützen Indizierung, Suche und SEO. Der grundlegende Nutzen eines CMS ist simpel: Das Erstellen und Aktualisieren von digitalem Content zur internen oder externen Veröffentlichung.

Warum ist ein CMS wichtig?

Ein CMS-Tool kann mehr, als nur Ihren Content verwalten. Ein Content Management System setzt Ihre Inhalte ein, um bessere Beziehungen zu Ihrer Zielgruppe aufzubauen. Unternehmen wollen den richtigen Content für den richtigen Kunden am richtigen Ort erstellen, verwalten und ausliefern, und das über die gesamte Customer Journey hinweg – vom Marketing über den Kauf bis hin zu Support, Loyalität und darüber hinaus. Dies kann Unternehmen enorme Vorteile verschaffen.

 

 

So können Marketer beispielsweise Content nutzen, um Kunden für die Empfehlung und Einführung neuer Produkte zu gewinnen. Content kann den Service verbessern und Kunden anleiten, Ihre Produkte auf neue Weise zu nutzen oder Teile selbst auszutauschen.

In unserer zunehmend digitalen Welt können Inhalte dazu beitragen, ein Markenerlebnis lebendig zu gestalten, wenn ein persönlicher Besuch nicht möglich ist. Content kann den Umsatz fördern, Leads generieren und das Engagement von Kunden und Partnern steigern.

Der Schlüssel zum Content-Erfolg: Sie müssen Ihre Ziele kennen, um eine überzeugende, End-to-End-Journey für Ihre Kunden zu schaffen, und Sie müssen wissen, welche Inhalte sie auf dem Weg dorthin bei der Stange halten.

Content Management in Aktion

Betrachten Sie diesen Blogbeitrag. Ein Blog-Post gehört zu den häufigsten Content-Typen, die in einem CMS zu finden sind. Innerhalb dieses einen Blog-Beitrags gibt es mehrere Sub-Inhalte (Content im Content!): ein Veröffentlichungsdatum, einen Autor, einen Titel, ein Banner-Bild – sogar das Bild, das oben auf der Seite erscheint – und den Text. Wenn Sie die gesamte Seite betrachten, die Sie gerade lesen, werden Sie noch mehr Content finden, z. B. verwandte Blog-Posts, Branchen-Reports oder sogar eingebettete Videos.

Blogbeiträge sind nur eine Art von Inhalten, die Sie mit einem CMS erstellen und zur Veröffentlichung vorbereiten können. Es gibt unzählige weitere Content-Typen, darunter Produktkataloge, FAQs, Pressemitteilungen und Nachrichtenartikel ... eine vollständige Liste text- und bildbasierter Inhalte würde den Rahmen dieses Artikels sprengen. Und viele CMS können zudem noch komplexere Content-Typen wie Podcasts oder Videos bereitstellen.

CMS: Ein kurzer Abriss zur Historie

In den Anfängen des Internets konnte man Content nur dann veröffentlichen, wenn man HTML beherrschte oder einen Entwickler an der Hand hatte. Sie können sich vorstellen, dass sowohl Content-Ersteller, die Aktualisierungen mit Kunden teilen mussten, wie auch Entwickler, die sich mit pausenlos eingehenden Content-Anfragen befassen mussten, diesen Prozess als frustrierend empfanden. 

Im Laufe der Zeit erschienen diverse CMS-Tools, die dieses Problem lösten und die Entwicklung von Content für jeden vereinfachten, ob mit oder ohne Informatikstudium. Diese Tools ermöglichen es auch Nicht-Entwicklern, Content zu erstellen, zu ändern und für ein Web-Publikum zu veröffentlichen, typischerweise mit einem WYSIWYG („what you see is what you get“) Bearbeitungs-Tool.

CMS-Kollektionen helfen Ihnen dabei, einzelne Inhalte so zu organisieren, dass sie Ihr Publikum ansprechen und eine Story erzählen.

Verfügbare CMS-Typen

Heute befinden wir uns in einer „Post-Web“-Ära, in der Kunden über viele digitale Touchpoints mit Marken interagieren. Damit hat sich auch die CMS-Technologie weiterentwickelt, um die Bereitstellung von Content über alle Kanäle zu unterstützen – mehr Vertriebskanäle, Arten von Inhalten und Prozesse zur Entwicklung von Content. Wenn wir uns den aktuellen Markt anschauen, finden wir drei Hauptkategorien von CMS:

Gekoppelte (Coupled) CMS

Zu den weit verbreiteten gekoppelten CMS gehören die meisten Legacy-Systeme (Altsysteme), deren Wurzeln in den frühen Tagen des Webs liegen. Diese Legacy-Systeme koppeln die Erstellung und Änderung von Content an den „Touchpoint“ der Präsentation, wie z. B. einer Website. In einem gekoppelten CMS lassen sich die Management- und die Präsentationsebene nicht trennen.

Vorteile

Viele Content-Ersteller, die sich schon lange mit Content-Entwicklung beschäftigen, sind mit dieser Technologie vertraut. Sie bietet zudem ein vereinfachtes Framework für Unternehmen, die nur im Web digital präsent sind (was heutzutage immer weniger Unternehmen sind).

Nachteile

Gekoppelte CMS unterstützen möglicherweise nicht die Bandbreite moderner Content-Destinationen, wie Smart Devices, Wearables und benutzerdefinierte Apps oder personalisierte Erlebnisse in Portalen.

Headless CMS

Diese Art von CMS löst die Herausforderungen bei der Koppelung von Erstellung und Präsentation, indem der Präsentations-Touchpoint oder der Präsentations-„Kopf“ wegfällt. Sie verwenden ein Headless CMS, um Content zu erstellen und zu ändern, aber diese Inhalte müssen in eine separate Präsentationsapplikation eingespeist werden.

Vorteile

Da Ihr Content nicht mit dem Präsentations-Layer verquickt ist, können Sie diesen überall hin versenden und haben die volle Kontrolle darüber, wie und wo Ihr Content präsentiert wird.

Nachteile

Ein Headless CMS erfordert einen höheren Aufwand an Zeit und Geld für externe Präsentationskanäle.

Hybrid CMS

Ein hybrides CMS bietet einen nativen Experience-Kanal oder Touchpoint, gibt Ihnen aber auch die Flexibilität, Content an jedem Touchpoint zu präsentieren, der auf einem System eines Drittanbieters basiert. In diesem Kontext bedeutet natives Erlebnis, dass der Inhalt auf der gleichen Plattform wie der Präsentationskanal erstellt wurde. Ist Ihr CMS also in erster Linie eine Blog-Plattform, werden die von Ihnen erstellten Beiträge Teil dieser Plattform sein, ebenso wie die Website, über die diese Blog-Beiträge dem Leser zugänglich gemacht werden. Durch diese Flexibilität lässt sich ein Hybrid CMS in Verbindung mit einem Legacy-CMS nutzen.

Vorteile

Zeitersparnis durch Nutzung der integrierten Experience-Templates und Präsentations-Tools. Sie haben die vollständige Kontrolle über die Content-Präsentation, sowohl innerhalb wie außerhalb des Haupt-CMS. Damit erhalten Kunden unabhängig vom Kanal ein vollständig vernetztes Content-Erlebnis.

Nachteile

Einige Hybridlösungen sind nicht so flexibel wie Headless-Lösungen, wenn es um die Veröffentlichung auf IoT- oder plattformübergreifenden Geräten geht. Doch mit dem richtigen Hybrid-CMS können Sie dieses Hindernis überwinden und ansprechende, vernetzte digitale Erlebnisse schaffen.

Die Zukunft der Content Management Systeme

Die Entwicklung der Content Management Systeme geht weiter: Das Thema Personalisierung sorgt für neue Dynamik. Als Teil der digitalen Transformation entwickeln Unternehmen digitale Erlebnisse, die höhere Relevanz für ihre Kunden haben. Das erklärte Ziel: jedem einzelnen Nutzer ein auf seine Bedürfnisse zugeschnittenes Erlebnis zu bieten – unabhängig davon, wo er mit einer Marke interagiert, ob auf einer Website, über eine Mobile-App oder in den sozialen Medien.

Viele setzen auf künstliche Intelligenz, um die Personalisierung voranzutreiben – und das ist auch sinnvoll. Warum also nicht CMS und CRM miteinander verbinden und so die Personalisierung beschleunigen? Da CRM-gestützte und Content-reiche Kunden- und Partnerportale bessere Experiences liefern, muss ein CMS die Content-Seite dieser Vision unterstützen. Ein hybrides CMS, das sowohl die Vorteile eines gekoppelten CMS wie die Flexibilität eines Headless-Systems bietet, ist ein wichtiger Baustein, um bessere digitale Erlebnisse zu schaffen.

 

 
 

Die Kombination aus CRM und CMS

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