München, 21. Oktober 2010 – Mit rund 42 E-Mails pro Tag trifft die E-Mailflut Mitarbeiter in
mittelständischen Unternehmen am härtesten. Bei einem durchschnittlichen Arbeitstag von acht
Stunden sind das immerhin 5,25 Mails pro Stunde. Damit erhalten sie ein Fünftel mehr E-Mails
als Mitarbeiter in großen Unternehmen mit mehr als tausend Angestellten. Insgesamt fühlen sich
ein Fünftel der Befragten von der zunehmenden Informationsflut am Arbeitsplatz überlastet. Am
härtesten trifft es auch hier wieder den Mittelstand: Fast 30 Prozent der Angestellten von
Unternehmen mittlerer Größe leiden unter der täglichen Informationslast. Diese Ergebnisse hat
salesforce.com gemeinsam mit OnePoll im Rahmen einer Studie unter eintausend Arbeitnehmern
in Deutschland ermittelt. Befragt wurden die Studienteilnehmer zu ihren bevorzugten
Kommunikationswegen, den Ärgernissen in der täglichen Kommunikation und ihrer Offenheit
gegenüber sozialen Netzwerken.
„Statt im direkten, mündlichen Austausch werden immer mehr Informationen per E-Mail angefragt
– Arbeitnehmer geraten damit häufig in eine Bringschuld. Gerade bei der unternehmensinternen
Kommunikation schaukelt sich die Anzahl der Antworten auf eine Gruppenmail häufig nach dem
Schneeballprinzip hoch, eben weil sich jeder zu einer Reaktion verpflichtet fühlt“, kommentiert
Joachim Schreiner, Area Vice President Central Europe bei salesforce.com, die
Studienergebnisse.
Irrelevante E-Mails ärgern deutsche Angestellte
Über alle Unternehmensgrößen hinweg scheinen die Ärgernisse der Arbeitnehmer bei der Masse
an E-Mails dieselben zu sein: Mehr als ein Drittel aller Befragten ärgert sich über die direkte
Zusendung von Nachrichten, die für sie nicht relevant sind. An zweiter Stelle folgen verspätete
Antworten auf ausgesendete E-Mails. Anders, als vielleicht vermutet, sorgen sich die Befragten
am wenigsten darüber, dass in der täglich eingehenden Nachrichtenflut wichtige Informationen
untergehen könnten.
Social Media gehört schon zur Routine
In deutschen Unternehmen sind Arbeitnehmer zunehmend vernetzt. Rund 30 Prozent der
Studienteilnehmer gaben an Facebook, Twitter oder andere soziale Netzwerke täglich zu nutzen.
Die Auswertung nach Altersgruppen zeigt jedoch die deutlichen Generationsunterschiede:
Während rund 60 Prozent der 18- bis 24-Jährigen täglich soziale Netzwerke nutzen, sind es in
der Gruppe der über 55-Jährigen keine 15 Prozent. Mit zunehmendem Alter steigt auch die
Skepsis gegenüber dem Wert der Informationen aus sozialen Netzwerken: Für 60 Prozent der
über 55-Jährigen sind die Informationen zumindest manchmal von Wert, bei den 18- bis 24-
Jährigen sind dies über 85 Prozent.
„Es ist schon paradox. Auf der einen Seite fühlen sich Angestellte von der Informationsflut am
Arbeitsplatz überlastet, auf der anderen Seite nehmen sie sich die Zeit, zusätzliche
Kommunikationskanäle wie die sozialen Netzwerke auch im Arbeitsleben zu nutzen“, betont
Joachim Schreiner. „Ich glaube, dass vor allem jüngere Arbeitnehmer auch im Job nicht mehr auf
die wertvollen Vorteile der sozialen Kollaboration verzichten wollen. Unternehmen sollten sich
dringend Gedanken darüber machen, wie sie diese Entwicklung für eine höhere
Informationsqualität und -effizienz nutzen wollen.“