Wie Industrielle Werke Basel mit Salesforce Kundenprozesse auf einer einzigen Plattform vereint und damit die Effizienz steigert.
Auch in der Schweiz ist die Energiewende beschlossene Sache. Aufgrund der eidgenössischen Energiestrategie und des fortschrittlichen Energiegesetzes im Kanton Basel-Stadt legt die Energieversorgerin IWB, Industrielle Werke Basel, bis 2037 das Gasnetz schrittweise still. Gleichzeitig baut IWB erneuerbare Energien aus. Diese Ausgangslage benötigt eine strukturierte Bearbeitung des Lebenszyklus aller bestehenden und neuen Kundinnen und Kunden. Mit der Einführung von Salesforce hat IWB 2019 dafür die Basis geschaffen und damit die digitale Transformation im Kundenmanagement begonnen. Verwaltungsrat und Geschäftsleitung haben das Digitalisierungsprojekt dem Vertrieb in Auftrag gegeben. In dieser Organisationseinheit sind die Teams Digital, Sales, Service, Marketing sowie das Produktmanagement angesiedelt. Weil das Projekt für IWB von großer Bedeutung ist, kamen auch andere Teams damit in Berührung.
IWB hat das Digitalisierungsprojekt in zwei Losen öffentlich ausgeschrieben. In Los 1 sollte als Basis der so genannte „Closed Loop“ umgesetzt werden. Gewünscht war ein CRM-System mit einer 360-Grad-Sicht auf die Kund:innen. Das CRM-System soll weiter Service-, Marketing- und Sales-Prozesse unterstützen und die relevanten Systeme (z.B. das Kundenportal) auf einer Plattform verbinden und ein modernes Kundenerlebnis schaffen.
In der Ausschreibung von Los 2 ging es in erster Linie um die Errichtung eines Digital Experience Portals (DXP) für Kund:innen mit automatisiertem On-und Offboarding. Self-Service-Funktionen wie Zählerstand melden, Zahlungskonditionen anpassen und Umzüge melden standen im Vordergrund. Ein zentraler Bestandteil war zudem, den Kund:innen Rechnungen sowie die individuellen Verbrauchs- und Lastgangdaten visualisiert digital zur Verfügung zu stellen.
Ziel des neuen CRM war es, dass es IWB eine rechtlich und regulatorisch korrekte 360-Grad-Kundensicht bietet und so die bis dato verschiedenen Kundendatensysteme ablöst. Bei IWB waren unterschiedliche CRM-Systeme mit verschiedenen Kundenbeständen im Einsatz. Diese wiesen keine Schnittstelle zu den anderen Systemen auf. Daher war es nicht möglich, eine einheitliche Kundenhistorie zu pflegen und Kundeninteraktionen systematisch zu erfassen. Zum anderen mangelte es im Zusammenhang mit den Angebots- und Billing-Prozessen an einem einheitlichen Produkt- und Pricing-Katalog. Ebenfalls erwähnenswert ist die Vollintegration in die übrige Systemlandschaft von IWB für möglichst medienbruchfreie, automatisierte digitale Prozesse entlang der Customer Journey.
Das Digitalisierungsprojekt startete 2017 und wurde mit Salesforce und Deloitte als Implementierungspartner umgesetzt.