1. Golden Records als Basis für Customer 360.
Unkonsolidierte Daten sind im Retail ein großes Thema – das gilt auch für den Möbeleinzelhandel. Kund:innen kaufen ihre Produkte in den Stores, zahlen an der Kasse und verlassen anschließend das Geschäft. Es wird nirgendwo gespeichert, welche Kund:innen welche Produkte erworben haben. Eine Kundenhistorie oder Ähnliches existiert nur, wenn Produkte im Einrichtungshaus bestellt werden. Denn diese werden im System erfasst. Geben Kund:innen zu einem späteren Zeitpunkt erneut eine Bestellung auf, werden sie oftmals neu angelegt – einer der Gründe, warum sehr viele Kundendubletten existierten. „Das wollten wir dringend ändern, um Cross- und Upselling-Potenziale nutzen zu können“, erklärt Jan Scharbatke, Projektmanager Digitalisierung bei POCO Einrichtungsmärkte. „Deshalb haben wir uns entschlossen, ein eigenes Loyalty-Programm einzuführen. Damit wollen wir die Kundenbindung stärken und auch die Daten, die wir damit sammeln, erfolgreich für uns nutzen.“ Dazu war es notwendig, die Dubletten in ein einheitliches Profil zu überführen. Denn nur so können Kund:innen überhaupt identifizieren, Daten erfasst und datenschutzrechtlich sauber verwaltet werden. Mit diesem Datenschatz kann POCO verlässlich arbeiten, um einen einheitlichen und vollständigen Blick auf Kund:innen zu bekommen – ein Golden Record. Dafür braucht es ein leistungsstarkes Master Data Management (MDM), dass 'DIA die.interaktiven' mit der Lösung ‘tmrrw MDM’ schnell bereitstellen und an alle Umsysteme anbinden konnte.
„Im MDM sind alle Daten aus den unterschiedlichsten Datenquellen geordnet und nach verschiedenen Kundendatentypen zusammengefasst“, ergänzt Scharbatke. „Dieser Golden Record ist der Startpunkt für unsere Aktivitäten. Das Zentrum all unserer Basisdaten für die Stores und Accounts bildet die Sales Cloud mit den durch das ‘tmrrw MDM’ von DIA bereinigten Daten.“