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Eine neue Salesforce Studie widerlegt ein verbreitetes Klischee: Deutsche Beschäftigte gehören im internationalen Vergleich keineswegs zu den Skeptikern Künstlicher Intelligenz, sondern sind ihr gegenüber ausdrücklich aufgeschlossen. Dass dennoch KI-Pilotprojekte hierzulande überdurchschnittlich häufig scheitern, liegt an der Leistungsfähigkeit der Technologie in realen Arbeitssituationen.

68 Prozent der deutschen Büroarbeiter:innen sind laut der Salesforce Agentic Employee Study unter 1.500 Büroarbeiter:innen der KI-Nutzung gegenüber aufgeschlossen. Damit betrachten sie die Technologie am Arbeitsplatz positiver als der globale Durchschnitt von 63 Prozent, und deutlich wohlwollender als die 47 Prozent, die in den USA, Großbritannien und Frankreich gemessen wurden. Jedoch geben lediglich 13 Prozent der deutschen Befragten an, KI sei bereits fester Bestandteil ihres Arbeitsalltags (11 Prozent global). Die Daten zeigen: Eine vergleichsweise hohe Offenheit gegenüber KI übersetzt sich in Deutschland bislang noch nicht automatisch in eine breite Verankerung im Arbeitsalltag.

Nur wenn KI, ebenso wie die Mitarbeiter:innen, auf vereinte Daten, Geschäftslogik und Workflows zugreifen kann, liefern KI-Agenten einen echten Mehrwert und die Akzeptanz steigt.

Liesel Klokkers, Leiterin Solution Engineering bei Salesforce

Eine Ursache dafür zeigen die Daten zu gescheiterten KI-Piloten besonders deutlich. 29 Prozent der deutschen Befragten haben an ihrem Arbeitsplatz bereits einen erfolglosen KI-Piloten erlebt. Als Hauptgrund für das Scheitern führt ein knappes Drittel (32 %) schlechte Performance in realen Arbeitsszenarien an. Das ist der höchste Wert aller untersuchten Märkte; er liegt nahezu zehn Prozentpunkte über dem globalen Durchschnitt von 23 Prozent. 

„Die Gründe für misslungene KI-Projekte können vielfältig sein“, erklärt Liesel Klokkers, Leiterin Solution Engineering bei Salesforce. „Wenn KI jedoch an Aufgabenstellungen scheitert, liegt das zumeist daran, dass es vielen KI-Tools an hinreichendem Kontext mangelt und die Ergebnisse für die Mitarbeiter:innen dann unbefriedigend sind. Nur wenn KI, ebenso wie die Mitarbeiter:innen, auf vereinte Daten, Geschäftslogik und Workflows zugreifen kann, liefern KI-Agenten einen echten Mehrwert und die Akzeptanz steigt.” 

Unzureichende Trainingsmaßnahmen hingegen wurden nur von 12 Prozent als Ursache genannt – gegenüber 26 Prozent weltweit und 30 Prozent in den USA der niedrigste Wert aller Kernmärkte. Generische Ergebnisse bemängelten 29 Prozent der deutschen Befragten, was in etwa dem globalen Durchschnitt von 30 Prozent entspricht.

Für Unternehmen in Deutschland ergibt sich daraus ein klarer Handlungsauftrag: Höhere KI-Adoption entsteht nicht allein durch mehr Schulungsprogramme oder Awareness-Kampagnen – sondern über die Qualität und Praxistauglichkeit der eingesetzten Technologie.

Methodik: Im Auftrag von Salesforce führte YouGov eine doppelt verblindete Online-Befragung unter mehr als 1.500 Büroarbeiter:innen durch – definiert als Beschäftigte, deren Tätigkeit primär geistiger und nicht manueller Natur ist und die zumindest über grundlegende KI-Kenntnisse verfügen. Die Befragung wurde in Australien, Indien, Japan, Singapur, Frankreich, Deutschland, Italien, den Niederlanden, Spanien, Saudi-Arabien, dem Vereinigten Königreich, Mexiko, den USA und Kanada durchgeführt. Der Erhebungszeitraum erstreckte sich von Dezember 2025 bis Januar 2026. Die Stichprobe ist repräsentativ nach Berufsrollen, Branchen und Unternehmensgröße.