Beim Aufbau eines erfolgreichen Vertriebsteams sind Recruiting und die richtige Bewertung von Soft Skills keine leichten Aufgaben für Start-ups: Sales-Mitarbeiter zu finden, die geborene Verkaufstalente sind und für den Vertrieb „brennen“, ist das eine. Sie langfristig zu binden, sodass sie sich voll mit dem jungen Unternehmen und seinem Angebot identifizieren, das andere.

Sales Recruiting und Aufbau des Sales Teams

Wie können also Recruiting-Verantwortliche beziehungsweise Gründer von Start-ups das Interesse von vielen potenziellen Kandidaten, das heißt Bewerbern, gewinnen? Online-Recruiting eröffnet dafür neue Möglichkeiten und bietet viele Vorteile. Zum einen kann man sich via professionelle soziale Netzwerke wie LinkedIn und Xing auf Klick zum Beispiel über die Vertriebserfahrung  von Bewerbern informieren. Zum anderen ist die Kontaktaufnahme oft sehr viel einfacher.

Taktiken, um die besten Vertriebler zu finden

Es bieten sich viele Quellen und Kanäle für Recruiting-Verantwortliche, um nach Bewerbern zu suchen beziehungsweise die passenden Bewerber für das (junge) Unternehmen zu interessieren.  Den Möglichkeiten und der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Grundsätzlich sollten Sie immer versuchen, dort zu „werben“, wo Ihr zukünftiger Mitarbeiter unterwegs sein könnte.

1. Eigene und Mitarbeiter-Netzwerke

Nutzen Sie Ihr eigenes Netzwerk und das Ihrer Mitarbeiter. Erwägen Sie einen Bonus für den Werber neuer Mitarbeiter. Veröffentlichen Sie Ihre Stellenanzeigen auf Ihrer Website, den eigenen Xing- und LinkedIn-Profilen oder weiteren Social-Media-Kanälen, die Sie betreiben. Fragen Sie gegebenenfalls auch bei befreundeten Unternehmen nach guten Bewerberquellen und kontaktieren Sie diesbezüglich Ihre Geschäftspartner.

Neuartige Recruiting-Plattformen wie Moberries erlauben es auch, Bewerbungen zwischen Unternehmen zu „teilen“. Fragen Sie auch Ihre Kunden oder Lieferanten, ob sie vielleicht eine Empfehlung aussprechen können.

Schauen Sie sich auch intern um! Sie haben erste gute Erfahrungen mit Werkstudenten, freien Callcenter-Mitarbeitern, Mitarbeitern von externen Vertriebsagenturen oder freien Handelsvertretern gemacht? Überlegen Sie, ob Sie eventuell jemanden aus diesen Kreisen übernehmen möchten.

2. Social Media

Ein sehr effizienter und meist kostenneutraler Kanal für das Recruiting sind die sozialen Medien. Verbreiten Sie eine Stellenanzeige in Ihrem eigenen Netzwerk und motivieren Sie auch Ihre Mitarbeiter, Stellenanzeigen in ihren sozialen Netzen zu teilen. Posten Sie die Stellenbeschreibung(en) – mit Link zu Ihrer Website/Landingpage – auf die relevanten Fanpages (Facebook) und in den für Sie relevanten Gruppen (Facebook, Linkedin, Xing, etc.)

zum Beispiel von

  • lokalen Universitäten, Fachhochschulen und weiteren Bildungseinrichtungen
  • regionalen Medien
  • Fanpages und Gruppen (Xing, Linkedin, Facebook etc.) zum Thema Vertrieb und Jobs („Vertrieb“, „Sales“, „Start-up“, „Jobs“, „Jobs Berlin“, „Stellenanzeigen“, etc.)
  • Fanpages und Gruppen mit Relevanz für Ihre Branche
  • Meetups im Kontext Sales/Vertrieb, Ihrer Branche, etc.

3. Job- und Branchenportale

Stellen Sie Ihre Stellenbeschreibung auf die gängigen (regionalen) Job- und Branchenportale wie monster.de, jobs.de, linkedin.de, xing.com/jobs/, W&V etc. Nutzen Sie auch die relevanten Absolventen- und Studentenportale. Bezahlte Stellenanzeigen müssen aber nicht unbedingt erfolgreich sein. Besser sind persönliche Kontaktaufnahmen. LinkedIn und Xing machen es einem sehr einfach, passende Kriterien auszuwählen und eine Liste an potenziellen Kandidaten vorzubereiten. Über Tools wie Inmail kann man Kandidaten eine persönliche Nachricht zukommen lassen. Das ist gewiss die effizienteste Weise, zielgruppenspezifisches Sales Recruiting zu betreiben.

4. Universitäten, Fachhochschulen, Bildungseinrichtungen

Versorgen Sie per E-Mail oder durch Upload in die Uni-Stellenportale (lokal, regional, national) Universitäten, Fachhochschulen und weitere relevante Bildungseinrichtungen großzügig mit Ihren Stellenanzeigen. Diese Institutionen sind dankbar dafür und leiten Ihre Stellenanzeigen in der Regel weiter an ihre Studenten, veröffentlichen sie im Intranet oder hängen sie „am schwarzen Brett“ aus.

Sie könnten hier auch überregional arbeiten, da Absolventen meist umzugsbereit sind oder ohnehin ihren (neuen) Lebensmittelpunkt woanders planen als am Studienort. Verzeichnisse der bundesweiten Bildungseinrichtungen wie hochschulkompass.de, studienwahl.de, studieren.de finden Sie einfach über Google.

5. Adwords

Schalten Sie im Hinblick auf Ihre Stellenausschreibungen (gegebenenfalls mit Geotargeting) Adword-Anzeigen für relevante Suchanfragen, beispielsweise „Jobs Vertrieb Berlin“ oder „Stellenangebote Vertrieb Stuttgart“, und leiten Sie den Traffic auf dafür vorbereitete Landingpages mit den Stellenanzeigen. Der Google Adwords Keyword Planner liefert Ihnen hier sicher auch sehr interessante Daten und Vorschläge für passende Keywords.

6. Abwerbungen …

… sind nicht verboten. Ihnen ist bei einem Wettbewerber jemand empfohlen worden? Fassen Sie nach und kontaktieren Sie die Person direkt über LinkedIn oder Xing. Es kann ja sein, das der oder die Kontaktierte Ihrem möglichen Angebot gegenüber nicht unaufgeschlossen ist … ;-)

Oder Sie hatten es mit einem sehr guten, hartnäckigen Vertriebler zu tun, der bei Ihnen erfolgreich sein Produkt verkauft hat? Vielleicht erinnern Sie sich? Kontaktieren Sie ihn oder sie mit Ihrem möglichen Angebot.

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