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In letzter Zeit wurde viel über Headless Commerce gesprochen. Das ist nicht überraschend, denn die Interaktionen mit Marken finden immer mehr physisch und virtuell statt. Aber wie bei jedem neuen Begriff hängt die Definition davon ab, wen Sie fragen. Dies hat sich während der letzten Salesforce Connections Konferenz bestätigt, wo ich mit mehreren Einzelhändlern, Analysten, Marken und Technologieanbietern gesprochen habe, die über die Zukunft des Handels gesprochen haben - und auch über die Bedeutung von Headless.

Der Begriff setzt sich durch, insbesondere bei Entwicklern, die die Agilität nutzen möchten, um Informationen und Daten über Interaktionen mit Konsumenten zu sammeln und den Buy Button über eine Vielzahl von Berührungspunkten zu verbreiten. Dieser Ansatz wird seit einiger Zeit praktiziert. Vor der Übernahme durch Salesforce haben wir bei Demandware im Kontext der Demokratisierung des Handels darüber nachgedacht, wo Konsumenten mit scheinbar unbegrenztem Zugang, Wissen und Macht die Bedingungen des Markenengagements zu diktieren und zu kontrollieren begannen. In dieser verteilten und demokratisierten Umgebung waren Marken gezwungen, ihre einzigartige Markenerfahrung effektiv über ihre physischen und virtuellen vier Wände hinaus zu erweitern, wo auch immer und wann auch immer Verbraucher sie fordern.

Diese Realität wurde uns vor etwa fünf Jahren klar, als uns ein Vorstandsmitglied mit einer provokativen Frage herausforderte: "Was passiert, wenn Verbraucher nicht mehr auf Websites gehen, um online etwas zu kaufen?" Warum war das für uns störend und potenziell beängstigend? Nun, unser Geschäftsmodell basierte darauf, dass Verbraucher auf eine Website gehen, um online etwas zu kaufen! Dies veranlasste mein Team zu umfangreichen Recherchen, um herauszufinden, wo der Handel - der ‘Buy Button’- in Zukunft stattfinden wird.

Wir arbeiten mit Deborah Weinswig von Li & Fung und Incisiv zusammen, einem Marktforschungsunternehmen, das Führungskräften bei der digitalen Transformation hilft. Wir haben festgestellt, dass der Handel zukünftig insbesondere in 3rd Party Umgebungen stattfinden wird, beispielsweise in Messaging-Plattformen, sozialen Netzwerken und mobilen Apps und Marktplätze. Dies wird wiederum dazu führen, dass Unternehmen ihre historischen Geschäftsmodelle von den Konsumenten weg von den eigenen Läden und Websites verlagern, um ihre Marke dorthin zu verlagern, wo sich die Konsumenten sowieso aufhalten.

Wir haben die Erkenntnisse in ein Whitepaper mit dem Namen “Democratization of Retail. Anytime. Anyplace. Unified” verwandelt und wir haben die Erkenntnisse genutzt, um unsere Produktstrategie zu beeinflussen; wir haben den Weg der Öffnung unserer Plattform, der Neugestaltung unserer Entwicklungsstrategie und Partnerschaften mit Facebook und Instagram fortgesetzt. Aber genug über uns. Basierend auf diesen Erkenntnissen und nachdem viele Kunden sich auf diese Reise begeben haben, hier meine Definition von Headless Commerce: Sie bietet Marken die Flexibilität, wichtige Daten und Funktionen zu erweitern - nämlich auf Konsumenten, Produkt, Bestellung, Lagerbestand und Preis ausgerichtet - mit Verbrauchern über Anbieter von 3rd Party Plattformen zu interagieren, sie zu informieren, engagieren und zu aktiven Konsumenten zu konvertieren. Dieser Ansatz umfasst die folgenden drei Prinzipien:

Daten von Konsumenten und Datenintelligenz: Es ist zwingend erforderlich, dass das Rückgrat für Headless Daten und Informationen der Verbraucher sind. Laut dem Bericht Kundenerfahrungen in der Einzelhandelsrenaissance, sind Daten die neue Währung. Marken müssen den Wert freischalten, der in den 39 (im Durchschnitt) unterschiedlichen verbraucherorientierten Systemen gefangen ist. Das macht sich bezahlt; den die top Performer im Handel nutzen Daten in Bereichen wie Datenagilität, Zugriff und Sicherheit doppelt so schnell wie ihre Marktteilnehmer. Unified Engagement Platform: Unternehmen müssen ihr technisches Portfolio konsolidieren und vereinfachen, um das Engagement der Konsumenten über Marketing, Handel und Service zu steuern. Aus diesem Grund befinden sich zwei Drittel der Marken in einer einheitlichen Plattformstrategie, um die Kunden über alle Touch Points hinweg zu erreichen - sowohl auf als auch außerhalb der eigenen Markenumgebungen. Sehen Sie sich an, wie Salesforce for Retail eine solche Plattform ermöglicht.

Cloud-Architektur: Die Anforderungen von Konsumenten ändern sich so schnell, dass die notwendige Agilität der Technologien nicht durch On-Premise Anwendungen behindert werden sollte. Cloud-basierte Lösungen ermöglichen es Unternehmen, durch kontinuierliche Innovation die Nutzung neuer und innovativer Integrationen ohne die herkömmlichen Kosten und die Komplexität eines Upgrades zu ermöglichen.

Dies ist nicht nur ein Konzept. Es passiert jetzt. Schauen Sie sich den Ask Perry Ellis Skill bei Alexa an. Laut der Beschreibung auf Amazon.com ist es der erste sprachaktivierte Stylist für Männer, der von Alexa angetrieben wird. Sei es für eine Strandhochzeit, ein Interview oder ein erstes Date, Perry Ellis hat das richtige Outfit für jeden Teil Ihres Lebens. Sag einfach 'Alexa ‘Ask Perry Ellis’, was soll ich anziehen ...' für jeden möglichen Anlass. Alexa antwortet mit einem spezifischen Vorschlag, der Parameter wie Wetter bis zur Kleiderordnung berücksichtigt. Alexa kann dann ihren Vorschlag direkt an Ihre E-Mail Adresse senden, und von dort aus können Sie weiter einkaufen und auf Artikel auf perryellis.com erkunden. Lacoste ist ein großartiges Beispiel für eine Marke, die ihre Reichweite in China ausbaut; mit dem Fokus auf die Plattform, auf der Millionen von Konsumenten viel Zeit verbringen: WeChat. Neben der Entwicklung eines voll funktionsfähigen Shops auf WeChat im Jahr 2015 hat Lacoste WeChat Pay in seine offline Funktionen integriert. In den Stores gibt es jetzt Poster mit scanbaren QR-Codes, die Werbung für WeChat Pay-Nutzer im Laden zeigen. Durch die Bereitstellung dieses äußerst komfortablen Service genau dort, wo sich der Verbraucher befindet, ist Lacoste nun näher an seinen Kunden und hat die Medienbrüche zwischen der Suche im Browser und dem eigentlichen Kauf reduziert - online wie offline. Die Demokratisierung des Handels hat die Kontrolle der User Experience ganz maßgeblich vom Einzelhändler auf den Verbraucher übertragen.

Obwohl es immer noch sehr unterschiedliche Definitionen von Headless Commerce gibt, ist allen eines gemein. Der Konsument hat mehr Einfluss auf die Art, wie er kaufen möchte - und wir müssen diesen Anforderungen gerecht werden. So wird es zur unternehmenskritischen Anforderung für jeden Markenhersteller und Händler, aus den bestehenden Technologiewelten auszubrechen, um den neuen Anforderungen unserer Konsumenten gerecht zu werden.

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