Tino Machts arbeitet als Teamlead PIM/MDM bei unserem Partner dotSource. In einem Gastartikel bei uns erklärt er, weshalb zeitgemäßes Datenmanagement für Unternehmenserfolg von zentraler Bedeutung ist.

Deutschland ist das Land der Spezialwerkzeughersteller. In mittelständischen Maschinenbau-Betrieben werden Bohrer, Fräsen, Spanner hergestellt, ohne die anderswo gar nicht erst produziert werden könnte. Präzision ist hier oberstes Gebot – nicht nur bei der Entwicklung und Herstellung der Spezialwerkzeugen, sondern auch bei der Produktbeschreibung und im Vertrieb.

Welchen Durchmesser hat die Reibahle? Wie lang sind sie? Wie leistungsstark? Haben sie einen Zylinderschaft? Oder Wechselköpfe? Fragen über Fragen, Spezialbegriffe über Spezialbegriffe. Und Größenangaben im Millimeterbereich. Details, die im besten Falle als konsistente Datensätze in einem Produktinformationsdaten-Management-System (kurz: PIM) oder, zusammen mit allen Stammdaten eines Unternehmens, in einem Masterdatenmanagement-System (kurz: MDM) hinterlegt und nutzbar gemacht werden.

Nicht nur bei Maschinenbau-Unternehmen sind zeitgemäße PIM- oder MDM-Systeme der Schlüssel zum erfolgreichen Verkauf. Nicht nur hier möchte der Kunde so detailreich und übersichtlich zugleich wissen, was das Produkt auszeichnet, das er zu erwerben gedenkt. Das bedeutet letztlich: Egal, ob der Kunde sich online informiert, old-school Kataloge wälzt oder im persönlichen Gespräch mit einem Sales-Manager überzeugt werden soll: Sämtliche Daten rund um ein Produkt in bestmöglicher Qualität parat zu haben, sollte in jedem Unternehmen Priorität haben. Dabei helfen ein PIM- oder ein MDM-System auf unterschiedliche Art und Weise.

PIM-Systeme oder: die »Single Source of Truth«

Eine PIM-Software sorgt dafür, die korrekten, vollständigen und hochwertigen Produktdaten sofort und für alle Kanäle konsistent ausspielen zu können. Das ist auch nötig, weil mit der Digitalisierung die Zahl der Vertriebskanäle gewachsen ist und viele ältere Systeme – Stichwort Excel oder ERP – die Realität längst nicht mehr abbilden können. Auch lassen sich in älteren Software-Lösungen Duplikate schlecht aufspüren und es macht schlicht und ergreifend oft keinen Spaß, damit zu arbeiten, weil die Usability grottig ist – und wie wichtig eine gute Experience ist, das braucht man auf einem Salesforce-Blog wohl niemandem mehr zu erklären, oder?

PIM-Systeme sind geradezu prädestiniert dafür, doppelte Datensätze aufzuspüren und so Duplikate zu vermeiden. Dadurch werden Daten noch wertvoller, auswertbarer, weil eine sogenannte » Single Source of Truth« entsteht, in der Produktdaten unverwechselbar und auf dem aktuellsten Stand abgespeichert sind.

MDM-Systeme oder: der »Golden Record«

Hinter der Frage danach, ob die alte Software noch die richtige ist, steht auch die Erkenntnis, dass es im Jahre 2019 für Unternehmen längst nicht mehr darum geht, ob man sich digitalisiert, sondern wie man das tut. Wie kann das eigene Business zum digitalen Vorreiter werden und die Zukunft mitgestalten? Die Antwort ist simpel und kompliziert zugleich: Indem bestehende und entstehende Daten nicht nur intelligent verwaltet, sondern auch intelligent analysiert werden.

Ein Multidomain-Masterdaten-Management-System (MDM) bietet solche Möglichkeiten und geht damit noch etwas weiter als ein reines PIM-System. Denn eine MDM-Software verwaltet an zentraler Stelle alle Stammdaten eines Unternehmens. Das MDM bildet sozusagen einen »Golden Record« und somit perfekte Datenanalysemöglichkeiten, Stichwort: Künstliche Intelligenz (KI) und Business Intelligence (BI). Damit sind MDM-Systeme insbesondere für große Unternehmen und Enterprises interessant – oder für solche, die groß werden wollen.

PIM- und MDM-Systeme: Was bei Auswahl und Integration zu beachten ist

In unserem Whitepaper »PIM- und MDM-Software auswählen« gehen wir noch viel genauer auf die Spezifika dieser beiden Tools ein, erklären, welche Vorteile sie haben und welcher Lösungsansatz für wen besonders geeignet ist.

Ein besonderes Augenmerk legen wir außerdem darauf, welche Rolle die Systeme innerhalb einer Digital-Experience-Plattform einnehmen und wie sie über Schnittstellen, sogenannte APIs, zum Beispiel an zukunftsweisende Customer-Relationship-Management-Systeme und KI-basierte Datenanalyse angebunden werden können. Hier ist es aber sinnvoll, diese Fragen nicht pauschal zu beantworten, sondern die wichtigsten Anbieter zu portraitieren und somit individuell zu beschreiben, wie sie sich zum Beispiel mit der Salesforce-Cloud verbinden lassen und welche Time-to-Market bei solchen Projekten ungefähr zu erwarten ist.

Neugierig geworden? Das vollständige Whitepaper steht hier zum kostenlosen Download bereit. Auf dass bald alle Datensilos aufgelöst sind!