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Warum moderne CFOs KI-Expert:innen sein sollten

Ein Roboter sowie eine Person halten jeweils ein Puzzlestück in der Hand

Die Rolle der CFOs steckt in einem rasanten Wandel. Lesen Sie in diesem Artikel, welchen Einfluss das Thema KI hat und welche Fragen sich CFOs stellen sollten.

Kaum eine Rolle in der Führungsetage von Unternehmen hat sich in den letzten Jahren stärker gewandelt als die des CFOs. Besonders die von verschiedenen gleichzeitig zu bewältigenden Krisen verursachten wirtschaftlichen Unsicherheiten fordern Finanzvorständ:innen mehr denn je. Längst wachen sie nicht mehr allein über Kennzahlen, sondern sind zunehmend strategische Partner:innen für profitables Wachstum, die Umsatzentwicklung und stimmgewaltige Mitentscheider:innen über den Technologie- und Innovationskurs der Organisation. Dazu gehört auch die Erschließung neuer Einnahmequellen, wie Online-Kanäle und Services. Dafür müssen sie unter anderem über Markttrends auf dem Laufenden bleiben und das Kundenverhalten in der digitalen Landschaft verstehen – was wiederum ein solides Verständnis von digitalem Marketing und Technologie voraussetzt. CFOs müssen sich an den raschen technologischen Wandel anpassen. Um Ziele wie Effizienzsteigerungen, die Verkürzung der Time to Value und am Ende wirtschaftliches Wachstum auch unter erschwerten Bedingungen zu erreichen, ist dieses Wissen unverzichtbar.

Gerade in Zeiten des Abschwungs gilt es, klug zu investieren. Allen voran in Technologien, die Unternehmen bei knapper werdenden Budgets zu mehr Effizienz verhelfen sowie Mehrwerte, langfristige Kosteneinsparungen und letztendlich eine solide Kapitalrendite bieten. Darüberhinaus können Technologie-Investitionen zu Umsatzwachstum beitragen, sowohl im Bestandsgeschäft als auch durch neu erschließbare Erlösströme. Wie können Unternehmen während eines Abschwungs die richtigen Technologieinvestitionen tätigen, um einen langfristigen Nutzen zu erzielen? „Die Reduktion von Komplexität führt fast organisch zu mehr Effizienz, Produktivität und Wachstumschancen”, sagt Lesa McDonagh, Vice President, Go-to-Market, Finance Lead, EMEA bei Salesforce.

Die Konsolidierung von Systemen ist der Schlüssel und auch der Ausgangspunkt, um zu einem datengetriebenen Unternehmen zu werden, das bereit für die KI-Transformation ist.

Lesa McDonagh
Vice President, Go-to-Market, Finance Lead, EMEA bei Salesforce

Aufbruch in eine neue Ära

2023 markierte den Anbruch einer neuen Ära von KI und Automatisierung, in der die Art und Weise, wie Unternehmen arbeiten und mit ihren Kund:innen interagieren, neu definiert. Diese Welle der generativen KI wird revolutionärer sein als jede technologische Innovation zuvor. Es liegt auf der Hand, dass Unternehmen eine digitale Strategie benötigen, die die Widerstandsfähigkeit von heute stärkt, die Produktivität erhöht und die Effizienz steigert. Und eine Vision für die Zukunft – um mit der Entwicklung aller Branchen Schritt zu halten und die wachsenden Erwartungen von Kund:innen und Mitarbeiter:innen zu erfüllen.

Nach einer aktuellen internen Salesforce Studie* investiert derzeit etwa die Hälfte der CFOs in KI, wobei ein erheblicher Teil sich im Evaluationsprozess befindet. Die sich entwickelnde KI-Landschaft verändert die Rolle der CFOs und erfordert es, die Integration von KI in ihr Unternehmen sorgfältig zu prüfen. CFOs müssen sich jetzt intensiv mit KI auseinandersetzen, denn die Adoptionskurve steigt rasant. Im Zuge organisatorischer Veränderungen ist das Verständnis von KI essenziell. Ohne die Nutzung der KI-Potenziale verschenken Unternehmen enorme Chancen für ihre Differenzierung im globalen Wettbewerb sowie Produktivitätssteigerungen und wirtschaftlichen Erfolg.

Keine KI ohne Datenqualität

KI wird letztendlich alle Abteilungen und Arbeitsabläufe betreffen. Sobald LLMs (Large Language Models) die derzeitigen Use Cases in der Inhalteerstellung und -analyse überschritten haben und auch für die Entscheidungsfindung und Workflow-Automatisierung in die breite Anwendung gelangen, ist ein Quantensprung erreicht. Während grundlegende LLMs das Rückgrat der generativen KI bilden werden, werden Unternehmen aus Kosten-, Leistungs- und Latenzgründen auch eine Kombination aus kleineren, domänenspezifischen Sprachmodellen einsetzen. All dies ist nur möglich, wenn KI durch genaue, umfassende Daten unterstützt wird. Die Investition in die Datenharmonisierung wird deshalb höchste Priorität bei CFOs genießen. Hinzu kommt die Definition von Data-Governance-Protokollen und die Pflege einer starken Datenkultur in funktionsübergreifenden Teams.

Im Jahr 2024 wird die Demokratisierung von Daten und Analysen durch KI also weiter Fahrt aufnehmen. Daten und Analysen werden proaktiver, indem sie automatisch Anomalien in den zugrunde liegenden Geschäftsdaten erkennen, Erkenntnisse in natürlicher Sprache liefern und den Anwender:innen die Möglichkeit geben, Fragen zu stellen und schnell Antworten zu erhalten, ohne einen Datenanalysten hinzuziehen zu müssen. Angesichts des prognostizierten Anstiegs des Gesamtdatenvolumens um durchschnittlich 23 Prozent in den nächsten 12 Monaten ist es von höchster Bedeutung, die Datenqualität als Grundlage für den Einsatz generativer KI möglichst rasch sicherzustellen.

Fragen, die CFOs zu KI stellen sollten

Um in der Ära von KI (und der Datenrevolution!) eine erfolgreiche Strategie zu entwickeln, liefert eine Checkliste an Fragen eine erste fundierte Orientierung:

  • Finanzmodellierung für KI-Investitionen: Wie können wir ausgefeilte Finanzmodelle zur präzisen Prognose des ROI von KI-Investitionen und dabei dynamische Szenarien wie Veränderungen bei Marktanteil und betrieblichen Effizienzen einbeziehen?
  • Fortgeschrittene Techniken zur Risikobewertung: Wie können wir KI-Risiken wie Modell-, Betriebs- und strategischer Risiken analysieren und bewerten?
  • Economic Value Added (EVA) von KI: Wie können wir den Economic Value Added von KI-Initiativen bewerten, um Investitionen zu priorisieren, die den Shareholder Value steigern?
  • Auswirkung von KI auf betriebliche Finanzfunktionen: Wie kann KI die Arbeit der Finanzfunktionen wie Buchhaltung, Controlling und Compliance transformieren und wie müssten diese Teams neu strukturiert und weitergebildet werden?
  • KI in der Finanzprognose und -planung: Wie kann KI die Genauigkeit unserer finanziellen Prognosen und Planungen erhöhen und wie können wir KI zur Identifizierung von Trends und Mustern in großen Datensätzen nutzen?
  • Integration mit Anwendungen, Analytik und Big Data: Wie können wir unsere KI-Strategie in unsere existente IT-Landschaft bzw. Analytik- und Big-Data-Strategie integrieren?
  • KI als Wettbewerbsfaktor: Wie können wir KI strategisch nutzen, um Wettbewerbsvorteile zu erlangen? Welche Use Cases, wie beispielsweise für personalisierte Kundenerlebnisse und fortgeschrittene Marktanalysen, sind die vielversprechendsten?
  • KI-Governance und ethischer Einsatz: Wie können wir einen Governance-Rahmen für den ethischen KI-Einsatz setzen, um Fairness, Transparenz und Verantwortung sicherzustellen?
  • Nachhaltige KI: Wie können wir eine nachhaltige KI-Strategie implementieren, die auch die Umweltauswirkungen von Rechenzentren und des Trainings von Modellen berücksichtigt?

Fazit

Durch die Identifikation geeigneter Use Cases und Datenintegrationen für fundierte Prognosen und Automatisierungen kann KI Kapazitäten für produktive, kreative und profitable Aufgaben freisetzen, die zu mehr Erfolg, Wachstum, Resilienz und Anpassungsfähigkeit unter volatilen Umständen führen. Der moderne CFO, der das Potenzial von Strategien wie Automatisierung und Plattformkonsolidierung versteht, kann damit den entscheidenden Beitrag für die Zukunftsfähigkeit seines Unternehmens leisten.

*Quelle: Umfrage von Salesforce im Geschäftsjahr 2024 unter n=250 Chief Financial Officers in AMER (USA, Kanada), EMEA (Großbritannien, Deutschland, Frankreich), Japan, APAC (Australien) und LATAM (Brasilien).

Redaktion Salesforce Deutschland

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