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KI-Governance mit einem Komitee erfolgreich gestalten: 5 Gründe dafür

Menschen, die zusammen Arbeiten
Image credit: Aleona Pollauf/Salesforce

Unternehmen sollten sicherstellen, dass Künstliche Intelligenz (KI) im eigenen Haus sicher eingesetzt wird. Eine gute KI-Governance, etwa durch ein unternehmensinternes Komitee, kann Ihnen helfen, eine strategische Vision der KI-Nutzung zu entwickeln.

Inzwischen setzen viele Unternehmen in ihren Abteilungen auf unterschiedliche KI-Tools. Sind Sie auch schon dabei? Wenn ja, sieht das bei Ihnen vielleicht so aus: Die Finanzabteilung nutzt Künstliche Intelligenz, um Budgets effizienter zu planen, der Vertrieb experimentiert mit einem KI-Agenten zur Lead-Generierung und das Personalwesen sucht mit KI gezielt nach passenden Kandidat:innen für offene Stellen. Das klingt vielversprechend, bis sich Projekte überschneiden und niemand mehr genau weiß, welche Lösungen eigentlich die „richtigen“ sind.

Die Lösung? Klar geregelte KI-Governance, zum Beispiel durch ein KI-Komitee. Dieses unternehmensweite Gremium überwacht den Einsatz von KI, entwickelt eine strategische Vision, reduziert Risiken und stellt sicher, dass die Technologie verantwortungsvoll und ethisch eingesetzt wird. Kurz gesagt: Es ist die zentrale Anlaufstelle für alle KI-Themen im Unternehmen.

Im Folgenden erfahren Sie, was genau ein KI-Komitee ist und warum es für Ihr Unternehmen im Rahmen der KI-Governance sinnvoll sein kann.

Inhaltsverzeichnis:

  • KI-Governance: Das Fundament für verantwortungsvollen KI-Einsatz in Unternehmen
  • Was ist ein KI-Komitee?
  • Was macht ein KI-Komitee?
  • Fünf Gründe für KI-Governance mit einem KI-Komitee
  • Ist Ihr Unternehmen geeignet für ein KI-Komitee?

KI-Governance: Das Fundament für verantwortungsvollen KI-Einsatz in Unternehmen

KI-Governance umfasst die Strategien, Richtlinien und Prozesse, die sicherstellen, dass Künstliche Intelligenz im Unternehmen kontrolliert, transparent und verantwortungsvoll eingesetzt wird. Damit liegt sie klar im Verantwortungsbereich des KI-Komitees. Sie ist der Rahmen, in dem sich sämtliche KI-Initiativen bewegen, von der Tool-Auswahl über den operativen Einsatz bis hin zur Erfolgsmessung.

Ein zentrales Ziel der KI-Governance ist es, Vertrauen aufzubauen: bei Kund:innen, Partnern, Mitarbeitenden und der Öffentlichkeit. Das gelingt nur, wenn die zugrunde liegenden Daten zuverlässig sind, Entscheidungen nachvollziehbar getroffen werden und Risiken proaktiv gemanagt werden.

Zu den Kernprinzipien guter KI-Governance gehören:

  • Transparenz: Offenlegung, wie und wofür KI eingesetzt wird.
  • Fairness: Die Sicherstellung, dass KI-Modelle keine ungewollten Diskriminierungen auf Basis von Geschlecht, Hautfarbe, Sexualität etc. enthalten.
  • Datenschutz: Konsequenter Schutz persönlicher und sensibler Daten. Für die EU gelten hier durch die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) und den AI Act der Europäischen Union besondere Rechte und Pflichten.
  • Nachvollziehbarkeit: Dokumentation von Entscheidungen und Prozessen, um sie jederzeit überprüfen zu können.
  • Regelkonformität: Einhaltung aller relevanten Gesetze, Branchenstandards und ethischen Leitlinien.

Ein KI-Komitee kann diese Prinzipien in die Unternehmenspraxis übersetzen, Leitlinien entwickeln und die Einhaltung überwachen. Ohne einen solchen Rahmen besteht die Gefahr, dass KI-Projekte unkoordiniert entstehen, Risiken übersehen werden und das Unternehmen im schlimmsten Fall Vertrauen, Marktanteile oder rechtliche Sicherheit verliert.

Was ist ein KI-Komitee?

Ein KI-Komitee, oder alternativ ausgedrückt: ein KI-Ausschuss, ist ein unternehmensweites Gremium, das die Vision, Strategie und Umsetzung von KI-Initiativen steuert. Viele Unternehmen haben bereits ein solches Gremium, auch wenn sie es vielleicht KI-Rat, Exzellenzzentrum oder Beirat nennen.

Darüber hinaus stellt ein KI-Komitee sicher, dass KI verantwortungsvoll und ethisch eingesetzt wird.

Was macht ein KI-Komitee?

Die Aufgaben eines KI-Komitees können je nach Unternehmen unterschiedlich sein. Grundsätzlich erfasst das Gremium jedoch, wo und wie im Unternehmen KI eingesetzt wird. Es sorgt dafür, dass Teams keine doppelte Arbeit an denselben KI-Projekten leisten.

Es stellt die richtigen Fragen, um sicherzugehen, dass KI-Tools tatsächlich konkrete Geschäftsprobleme lösen und die Erfüllung der Unternehmensziele voranbringen. Außerdem verfolgt das Komitee kontinuierlich die aktuellen Vorgaben und Gesetze rund um KI, um die Compliance des Unternehmens sicherzustellen und beim Thema KI-Governance am Puls der Zeit zu bleiben.

Wer sollte im KI-Komitee sitzen und wie sollte es aufgebaut sein?

Ganz gleich, wie Sie Ihr KI-Komitee nennen, es sollte Fachleute aus möglichst vielen relevanten Bereichen umfassen, zum Beispiel aus IT, Rechtsabteilung, Finanzen, Ethik, Datenanalyse, Personalwesen, Business-Strategie sowie Sicherheit und Compliance.

„Es ist wirklich wichtig, das Personalwesen im Komitee zu haben“, sagt Ashleigh McCord, Senior Vice President Strategy and Enablement bei Salesforce, „denn Sie müssen die Auswirkungen von KI auf die Belegschaft bedenken – wie man die menschliche Seite dieses Themas managt und wie sich Mitarbeitende weiterqualifizieren lassen.“

Auch Führungskräfte aus den Fachbereichen sollten vertreten sein, um sicherzustellen, dass KI-Tools mit den Unternehmenszielen im Einklang stehen. Mitglieder der Geschäftsleitung (C-Level) sollten ebenfalls eingebunden werden oder zumindest deren Rückhalt vorhanden sein.

„Bei Salesforce sitzen mehrere C-Level-Führungskräfte mit am Tisch“, erklärt McCord, “ darunter der Chief Digital Officer, der Chief Financial Officer und der Chief Product Officer.“

Die Struktur kann variieren:

  • Manche Unternehmen haben ein zentrales Gremium, das alle KI-Belange steuert.
  • Andere, wie Salesforce, setzen auf mehrere spezialisierte Gremien.

Bei Salesforce übernimmt etwa das Customer Zero SteerCo unter der Leitung von McCord die strategische KI-Gesamtvision des Unternehmens. Das sogenannte AI Council wiederum stellt sicher, dass alle Tools die rechtlichen, Compliance- und Sicherheitsanforderungen erfüllen. Und wer trifft die endgültige Kaufentscheidung? „Das sollte die IT übernehmen“, so McCord, „gemeinsam mit den Business-Verantwortlichen.“

Brauchen Sie also ein KI-Komitee, um Ihre KI-Governance erfolgreich zu regeln? Als Nächstes möchten wir Ihnen als Denkanstoß ein paar Ideen nennen, warum ein KI-Komitee für Ihre Zwecke hilfreich sein kann.

Fünf Gründe für KI-Governance mit einem KI-Komitee

Die Einrichtung eines KI-Komitees kann Ihrem Unternehmen auf vielfältige Weise helfen. Im Folgenden sehen Sie die wichtigsten Gründe, warum Sie die Einrichtung eines solchen Ausschusses in Betracht ziehen sollten.

1. Ein KI-Komitee erfasst, wie Künstliche Intelligenz im Unternehmen eingesetzt wird

Vielleicht haben Sie keinen vollständigen Überblick darüber, wie und wo Ihre Mitarbeitenden KI nutzen. Ein KI-Komitee kann dies erfassen, indem es fragt: Welche Teams und Abteilungen setzen Künstliche Intelligenz ein? Welche Tools werden genutzt?

Mit diesen Informationen kann das Komitee ein Verzeichnis Ihrer KI-Tools erstellen, Anwendungsfälle dokumentieren, für jedes Tool eine verantwortliche Person benennen und eine Roadmap pflegen. Außerdem muss es prüfen, ob es im Unternehmen eine nicht autorisierte Nutzung gibt.

Selbst wenn Sie noch keine Schritte in Richtung klarer KI-Governance gemacht haben, können Sie sich praktisch sicher sein, dass Ihre Mitarbeitenden KI verwenden, ob Sie es erlauben oder nicht. Laut einer Untersuchung von Cyberhaven aus dem Jahr 2024 erfolgen 74 % der ChatGPT-Nutzungen am Arbeitsplatz über nicht unternehmenseigene Konten; bei Google Gemini liegt der Anteil sogar bei 94 %. Jeder nicht autorisierte KI-Zugriff auf Ihre Unternehmensdaten, darunter juristische Dokumente, Personaldaten und andere vertrauliche Informationen, setzt Ihr Unternehmen einem Risiko aus.

Sobald das Komitee ein vollständiges Bild davon hat, wie Ihre Mitarbeitenden KI einsetzen, kann es entscheiden, was funktioniert und was nicht.

2. Es bringt KI-Tools und Richtlinien für deren Nutzung mit den Unternehmenszielen in Einklang 

Einer der größten Fehler beim Einsatz von KI ist, dass Unternehmen überstürzt ein Tool einführen, quasi bevor sie das Problem identifiziert haben, das sie damit lösen wollen. Ein KI-Komitee kann hier auf die Bremse treten und fragen: „Wie unterstützt dieses Tool die Ziele unseres Unternehmens?“

Darüber hinaus kann das Komitee proaktiv nach KI-Lösungen für die größten Herausforderungen im Unternehmen suchen. Das Komitee bekommt einen Einblick in bestehende Lücken oder Probleme und kann dadurch passende KI-Tools vorschlagen. Möchte zum Beispiel ein Resort seine Gästebewertungen um 15 % verbessern, könnte das Komitee eine agentische KI-Lösung wie Agentforce, die agentische KI-Ebene der Salesforce-Plattform, empfehlen, um Interaktionen mit Gästen zu personalisieren.

Ein KI-Komitee kann auch Leitlinien festlegen, wann, wo und wie KI im Unternehmen eingesetzt werden sollte. Es kann Prinzipien für den verantwortungsvollen Einsatz entwickeln, um die Haltung zu Fairness, Transparenz und Verantwortlichkeit klarzustellen.

Benötigen Sie Unterstützung dabei, all das umzusetzen? Werfen Sie einen Blick auf den umfassenden Leitfaden des Weltwirtschaftsforums zur Einrichtung eines KI-Lenkungsgremiums.


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Sie brauchen einen klaren Plan, um sicherzustellen, dass KI-Agenten optimal für Ihr Team und Ihre Kund:innen arbeiten. Dieser Fahrplan zeigt auf, wie Agentforce Ihre Workflows verbessern, Reibungsverluste beseitigen und messbare Ergebnisse erzielen kann.

3. Ein KI-Komitee kann Silos aufbrechen und eine Kultur der Zusammenarbeit schaffen

Wenn verschiedene Teams unterschiedliche KI-Tools einsetzen, müssen Unternehmen am Ende eine Vielzahl an Infrastrukturen, Tools, Large Language Models (LLMs) und Skalierungsansätzen unterstützen. Laut McKinsey zählt eine zu große Zahl an Plattformen zu den größten Hindernissen für den Einsatz von KI im großen Maßstab.Hier kommt ein KI-Komitee ins Spiel, denn verantwortungsvolle KI-Governance beinhaltet auch die Suche nach und Optimierung von Abläufen, die von KI beeinflusst werden: Es kann prüfen, was jedes Team macht, Doppelungen erkennen und eine effizientere Lösung vorschlagen. „Unser SteerCo konzentriert sich auf diesen vereinheitlichten Ansatz und das Aufbrechen von Silos“, sagt McCord.

„Wir sagen dann zu mehreren Teams: ‚Wussten Sie, dass wir diese Daten oder Fähigkeiten schon haben? Was wäre, wenn wir beides zusammenführen?'“

Das fördert die Zusammenarbeit, reduziert Redundanzen und spart durch bessere Ressourcennutzung langfristig Kosten.

4. Ein KI-Komitee misst, wie gut Ihre Tools funktionieren

Ein zentrales Gremium kann auch die Ergebnisse genehmigter Projekte messen. Zurück zum Beispiel des Resorts: Wenn das Ziel war, die Kundenzufriedenheit um 15 % zu steigern – hat der KI-Agent das erreicht? Wie sehen die Werte jetzt aus?

„Es ist wirklich wichtig“, sagt McCord, „dass Komitees Ergebnisse nachweisen, Nutzungsverhalten messen und die Projektperformance sehen können.“ Jedes Tool muss seinen geschäftlichen Nutzen ebenso wie seine technische Leistungsfähigkeit belegen. Funktioniert ein Tool oder eine Plattform gut, kann das KI-Komitee grünes Licht geben. Wenn nicht, kann es die Strategie anpassen oder das Tool ganz abschaffen.

5. Das Komitee hilft, Risiken zu minimieren und die KI-Compliance sicherzustellen

Wenn Sie aus keinem anderen Grund ein KI-Komitee haben, dann aus diesem: Wie bereits gesagt brauchen Unternehmen ein zentrales Gremium, das die Einhaltung lokaler Vorschriften sicherstellt und Risiken minimiert.

Sobald Ihr KI-Komitee eine vollständige Bestandsaufnahme aller KI-Tools im Unternehmen erstellt und entschieden hat, welche genutzt werden sollen, kann es potenzielle Risiken identifizieren. Welche Sicherheitslücken könnte ein bestimmtes Tool haben? Ist es vertrauenswürdig? Könnte es unbeabsichtigte Folgen geben? Der Vorteil eines breit aufgestellten Komitees ist, dass die Vertreter:innen der Rechtsabteilung möglicherweise eine Reihe von Bedenken erkennen, während die Mitglieder aus der IT auf andere Risiken hinweisen. Das Komitee kann dann gemeinsam bewerten, wie wahrscheinlich diese Risiken sind, und sie nach ihrer potenziellen Schadenshöhe priorisieren.

Das Komitee kann außerdem helfen, das Unternehmen regulatorisch auf Kurs zu halten. Derzeit ist die Regulierung von KI ein Flickenteppich aus neuen Richtlinien und Vorgaben, die je nach Region und Branche variieren. Was in Europa (Stichwort: der AI Act) oder Afrika gilt, kann sich von den Vorschriften in Nordamerika oder Asien unterscheiden. Regierungen und Aufsichtsbehörden sind zwar bemüht, der technologischen Entwicklung Rechnung zu tragen, die Modelle und Tools entwickeln sich aber immer noch sehr schnell weiter. Daher ist es schwer vorherzusagen, wie die KI-Landschaft in nur sechs Monaten aussehen wird, geschweige denn über einen längeren Zeitraum.

Ein zentrales Gremium ist daher ein Gewinn für das gesamte Unternehmen, denn es behält die regulatorische Entwicklung im Blick und gleicht sie dank seiner Expert:innen mit dem tatsächlichen technischen Stand ab.

Ist Ihr Unternehmen geeignet für ein KI-Komitee?

Bevor Sie mit der Organisation loslegen, sollten Sie prüfen, ob Ihre Infrastruktur und Ihre Unternehmenskultur bereit für die Einführung eines KI-Komitees ist, denn: Es gibt auch Szenarien, in denen ein Komitee (noch) nicht die beste Art der Einführung einer KI-Governance ist.

Wie gut ist Ihr Unternehmen vorbereitet?

KI kann nur so gut arbeiten wie die Daten und die Strukturen, auf denen sie basiert. Genau deshalb argumentierte Joe Peppard, Professor an der UCD Michael Smurfit Graduate Business School in Dublin, kürzlich in einem Artikel im Wall Street Journal, dass die meisten Unternehmen weder für ein KI-Komitee noch für eine KI-Strategie bereit sind.

„Selbst wenn eine perfekt ausgearbeitete KI-Strategie wie durch Zauberhand im Postfach eines CEOs landen würde, könnte die Organisation sie wahrscheinlich nicht umsetzen“, schrieb Peppard. „Die meisten haben einfach die Grundlagenarbeit noch nicht geleistet.“

Laut Peppard sollten Unternehmen zunächst ihre Daten aufräumen und sicherstellen, dass Fehler, falsche Formate, Dubletten und falsche Zuordnungen beseitigt sind. Außerdem sollten sie ihre technische Infrastruktur modernisieren, die digitale Kompetenz ihrer Mitarbeitenden steigern und klare Leitplanken einführen. Erst wenn diese Voraussetzungen erfüllt sind, ist ein Unternehmen bereit für den nächsten Schritt.

Wie schnell bewegt sich Ihr Unternehmen?

Welche Aussage bremst Kreativität oder Innovation am zuverlässigsten aus? Wenn Sie gerade an den Satz „Das muss erst ins Komitee“ denken, liegen Sie wahrscheinlich richtig.

Ja, ein KI-Komitee kann gelegentlich verhindern, dass innovative Lösungen umgesetzt werden. Wenn beispielsweise jemand aus dem Vertrieb eine großartige Idee hat, könnte das Komitee sie ablehnen, weil diese Abteilung bereits zu viele Tools nutzt. „Manche würden sagen, dass das Innovation ausbremst, aber das ist nicht das Ziel eines KI-Komitees“, erklärt McCord. „Das Ziel ist es, die richtigen Tools im richtigen Arbeitskontext einzusetzen.“

Da ein KI-Komitee wie ein Filter auf höchster Unternehmensebene wirkt, kann es auch Engpässe verursachen. Wenn es Projekte zügig genehmigt oder ablehnt, ist das optimal. Wenn nicht, kann es die Einführung neuer Technologien in einem sich schnell verändernden Umfeld verzögern. Anders gesagt: Wenn Ihr Unternehmen mit KI sehr schnell vorankommen will, ist ein Komitee vielleicht nicht die beste Wahl.

Aber auch wenn ein KI-Komitee gewisse Nachteile hat, überwiegen seine Vorteile. „Natürlich dauert es länger, wenn man den Weg über ein Komitee geht. Das könnte man als Nachteil sehen“, sagt McCord. „Aber es stellt auch sicher, dass wir KI vertrauenswürdig, sicher und angemessen einsetzen.“

Fragen zum Selbstcheck

Bevor Sie ein KI-Komitee ins Leben rufen, lohnt sich also ein kurzer Selbstcheck. Die folgenden Fragen helfen Ihnen einzuschätzen, ob Sie bereits die nötigen Voraussetzungen mitbringen oder ob noch Nachholbedarf in organisatorischen, technischen oder kulturellen Bereichen besteht:

  1. Ist Ihre Datenbasis so aufbereitet, dass KI-Anwendungen mit korrekten, vollständigen und aktuellen Informationen arbeiten können?
  2. Verfügen Sie über eine moderne, skalierbare IT-Infrastruktur, die KI-Projekte unterstützt?
  3. Gibt es in Ihrem Unternehmen die Bereitschaft, KI-Entscheidungen zentral abzustimmen, auch wenn das bedeutet, dass nicht jede Abteilung ihre eigenen Tools frei wählen kann?
  4. Haben Ihre Mitarbeitenden die nötigen Ressourcen (Zeit, Budget, Know-how), um ein Komitee langfristig zu betreiben?

Wenn Sie bei mehreren Fragen zögern oder mit Nein antworten müssen, ist es sinnvoll, zunächst diese Grundlagen zu schaffen, bevor Sie den nächsten Schritt gehen. Haben Sie für alle Fragen einen klaren Plan, können Sie die Organisation Ihres KI-Komitees und damit den nächsten Schritt Ihrer KI-Governance angehen. Die ersten Fragen, die das KI-Komitee stellen sollte, können dann sein:

  1. Haben Sie einen vollständigen Überblick über alle KI-Tools, die aktuell im Unternehmen genutzt werden, auch in einzelnen Abteilungen?
  2. Sind Verantwortlichkeiten und Zuständigkeiten für den Einsatz von KI bereits klar definiert?
  3. Existieren verbindliche Richtlinien für den ethischen und sicheren Einsatz von KI?

Nutzen Sie diese Ideen als Startpunkt und schaffen Sie so die Strukturen für den geregelten KI-Einsatz in Ihrem Unternehmen.


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