Gaming ist eine der dynamischsten Industrien unserer Zeit. Kurze Produktlebenszyklen, hohe Innovationsgeschwindigkeit und eine anspruchsvolle Community stellen Markt-Player vor enorme Herausforderungen. Für die Pro Gamers Group, die in zehn Ländern aktiv ist, kommt noch ein weiterer Faktor hinzu. Denn der Gaming-Hardware-Anbieter, der Online-Retail, Distribution und eigene, margenstarke Marken vereint, verfügt durch zahlreiche Akquisitionen über eine heterogene IT-Landschaft. Dennoch schnell und flexibel agieren zu können, ist das strategische Ziel von John Andert, Director Group Engineering bei der Pro Gamers Group. Er verantwortet die gruppenweite IT-Architektur und treibt den Aufbau einer global gedachten, integrierten Commerce-Plattform voran. Aufgrund unterschiedlicher Länder-Anforderungen, Systeme und ERP-Landschaften muss diese flexibel skalierbar sein. Dafür setzt das Unternehmen auf einen zentralen Integration-Layer: MuleSoft bildet das verbindende Element zwischen Commerce, Order Management, ERP-Systemen und externen Kanälen. „In unserer Architektur sind Salesforce Commerce Cloud und MuleSoft heute zentrale Bausteine. Commerce Cloud gibt uns die Stabilität und Skalierbarkeit, die wir im internationalen Retail brauchen. MuleSoft verbindet unsere Systeme, damit wir als Gruppe zusammenarbeiten können“, erklärt John Andert. „In Kombination schaffen sie die Voraussetzungen, schneller zu handeln, Komplexität zu reduzieren und weiteres Wachstum zu unterstützen.“
Unser Trailblazer John Andert über …
… das Order Management als neu positioniertes Herzstück der Architektur
„Unsere größte Herausforderung war nicht ein einzelnes System, sondern die unterschiedlichen Prozesse und Systemlandschaften eines international gewachsenen Unternehmens. Uns war schnell klar: Wenn wir versuchen, diese Komplexität vollständig aufzulösen, blockieren wir uns selbst. Deshalb haben wir uns bewusst für ein radikales MVP (Minimum Viable Product)-Prinzip entschieden. Der Wildwuchs an speziellen Prozessen wurde konsequent reduziert, stattdessen haben wir den Fokus auf das gelegt, was wir brauchen, um steuerungsfähig zu bleiben. Dieser Ansatz war für die Organisation sehr herausfordernd, aber effektiv und der einfachste Weg, ein 20 Jahre altes Unternehmen zu erneuern. Ein zentraler Schritt war die Neupositionierung des Order Management Systems (OMS). Es ist heute nicht mehr nur Teil der Abwicklung, sondern das zentrale Nervensystem für Bestände und Bestellungen. In naher Zukunft wird es uns zusätzlich eine globale Transparenz über alle Länder und Kanäle hinweg ermöglichen.
Damit dieses System diese Rolle erfüllen kann, haben wir mit MuleSoft einen Integration-Layer etabliert, die OMS, Commerce und die unterschiedlichen ERP-Systeme sauber miteinander verbindet.“
… Integration als Voraussetzung für Skalierung
„Unterschiedliche ERP-Systeme und lokale Anforderungen bleiben dennoch Realität. Genau deshalb brauchten wir eine Integrationsplattform, die Vielfalt zulässt, ohne die Architektur zu fragmentieren. Für uns war klar: Skalierung funktioniert nur, wenn Integrationen entkoppelt und wiederverwendbar sind. Mit MuleSoft setzen wir deshalb bewusst auf eine API-basierte Integrationsarchitektur statt individueller Punkt-zu-Punkt-Lösungen. Das reduziert Komplexität, erhöht die Änderungsfähigkeit und gibt uns die Freiheit, Systeme weiterzuentwickeln oder auszutauschen, ohne bestehende Prozesse neu bauen zu müssen. Ein schlankes, fokussiertes Team stellt sicher, dass diese Architektur über alle Länder hinweg konsistent bleibt.“
… Zusammenarbeit auf Augenhöhe als Erfolgsfaktor
„Ein zentraler Faktor unserer Transformation ist die Art der Zusammenarbeit. Jede Entity, egal ob sie drei oder 40 Prozent zum Umsatz beiträgt, hat bei uns dieselbe Stimme. Features werden gemeinsam diskutiert sowie entschieden und anschließend allen zur Verfügung gestellt. Das Ergebnis ist spürbar: Silos werden aufgebrochen, Teams erkennen, dass 80 bis 90 Prozent unserer Arbeit identisch ist, und Innovation entsteht nicht lokal, sondern gemeinschaftlich. Mit dem OMS als zentralem Nervensystem und MuleSoft als Rückgrat der Integration haben wir die Basis geschaffen, um weiter zu automatisieren, das B2B-Geschäft zu skalieren und datengetriebene Use Cases auf Basis konsistenter, integrierter Daten sinnvoll aufzubauen. Damit beweisen wir, dass neue Technologie Zusammenarbeit nicht komplizierter, sondern einfacher macht.“

Was ist ein Trailblazer? Finden Sie heraus, was einen Trailblazer ausmacht und warum er ein einzigartiger Bestandteil unserer Unternehmenskultur ist.










