CeBIT 2015: Was hat Robochop mit Salesforce zu tun?

Kein Zweifel: Die vier eindrucksvollen Kuka Roboter in Halle 16 bei CODE_n sind DAS Messehighlight der CeBIT 2015. Die Besucher stehen in Trauben vor der Installation und werden nicht müde, den „Tanz“ der Robochops zu fotografieren und zu filmen.

Die vier Roboter schneiden derweil unermüdlich verschiedenste Formen aus 40 x 40 x 40 großen Schaumstoff-Würfeln zurecht. Circa acht Minuten brauchen sie für einen Würfel. Der Clou: Die originellen und kreativen Designs, die hier geformt werden, stammen von Menschen aus der ganzen Welt …

Salesforce App sagt, was zu tun ist

… und werden via Salesforce an die Roboter vermittelt. Konkret: Die Robochops erhalten ihre Anweisungen „fernmündlich“ über eine App, die auf Basis der Salesforce-Lösung Heroku gebaut wurde. Auf dieser App lässt sich der Würfel per Fingertipp hin und her drehen und mit Hilfe von simplen grafischen Werkzeugen „beschneiden“. Wenn das Objekt fertig bearbeitet ist, kann man seinen Entwurf einfach mit einem Klick an die Robochops schicken.

App

Robochop ist also einerseits eine Art Hightech-Kunstprojekt, an dem sich jeder beteiligen kann, der Lust und Spaß am virtuellen Gestalten hat – und das rund um den Globus. Doch andererseits  ist diese Installation Industrie 4.0 live – wir sehen hier die Zukunft des Manufacturing! Heute auf der Couch designed, morgen irgendwo in der Welt produziert und übermorgen nach Hause geliefert.

Robochop spricht mit Salesforce

Die Robochops arbeiten nicht „blind“ vor sich hin. Vielmehr sind die Maschinen mit Sensoren ausgestattet, mit deren Hilfe sie verschiedene Informationen über ihren „Zustand“ liefern können – wie viele Würfel haben sie geschnitten, wie hoch ist die Temperatur im Raum, wie heiß ist der unter Volllast laufende Schneidedraht, ist er noch einsatzfähig oder muss er bald ausgetauscht werden?

Dashboard

Mit Hilfe der Sensoren kommunizieren die vier fleißigen Maschinen während der gesamten CeBIT über eine entsprechende Schnittstelle mit der Salesforce Platform. In der eigens gebauten „CubeForce App“ werden laufend Daten über den Zustand der Roboter gesammelt und angezeigt. Via Chatter-Feed teilen die Maschinen beispielsweise mit, wenn sie wieder einen neuen Würfel geschnitten haben. Zudem werden die Daten mit der Salesforce Analytics Cloud ausgewertet und visualisiert.

Aus den Ergebnissen lassen sich wiederum „Cases“ für Wartung oder Service ableiten und bearbeiten – etwa, wenn der Schneidedraht zu heiß geworden ist und vorsorglich ausgetauscht werden muss.

Über Salesforce können die Roboter also „sagen“, wie es ihnen geht und was sie brauchen, um effizient weiterarbeiten zu können. In Halle 16 würde es somit keinen wundern, wenn sich die Maschinen zum Beispiel über trockene Luft beschwerten.

Fazit: Salesforce ist in zweierlei Hinsicht für Robochop wichtig: Erstens ist die Salesforce App sozusagen die „Chefin“ der Roboter: Sie übermittelt ihnen die Aufträge aus der ganzen Welt. Und zweitens hilft die Salesforce Platform den Maschinen zu „sagen“, was sie benötigen und die Daten entsprechend auszuwerten. Somit können wir, glaube ich, ohne zu übertreiben behaupten: Ohne Salesforce stünden die Maschinen still.