Hannover Messe: Bitte kein Aktionismus mit Tunnelblick bei Industrie 4.0!

Die diesjährige Hannover Messe steht ganz im Zeichen von vernetzter Industrie und Machine-to-Machine-Kommunikation (M2M). Unter dem Stichwort Integrated Industry oder Industrie 4.0 diskutiert die Branche aktuelle Trends und Themen – auch Salesforce ist mit dabei. Man mag sich fragen, was wir als CRM- und Cloud-Anbieter mit M2M zu tun haben. Die Antwort ist einfach: Einiges! Denn Industrie 4.0 ist nur ein Teil einer umfassenden digitalen Transformation, die Unternehmen über alle Branchen und Sektoren hinweg bewältigen müssen. Als strategischer Partner bietet Salesforce nicht nur die notwendigen Technologien, sondern auch weltweite Partnerschaften, um diesen Wandel erfolgreich durchzuführen. Wer sich erfolgreich transformieren will, sollte dabei einige wichtige Punkte beachten:

1. Kundenzentrierte Strategie statt Aktionismus in den einzelnen Abteilungen

Eine ganzheitliche Strategie zur Transformation ist der Grundstein für den Erfolg. Nur wer in neuen Bahnen denkt, sich von alten Konzepten befreit und sich traut, Neues auszuprobieren, wird auf lange Sicht erfolgreich sein. Die mit der technologischen Innovation einhergehende Digitalisierung eröffnet Unternehmen auch enorme neue Geschäfts- und Wachstumsmöglichkeiten. Gerade in der Maschinenbau- und Elektroindustrie, die besonders im Fokus der Hannover Messe steht, darf der Schwerpunkt für Transformationsinitiativen deshalb nicht isoliert auf einzelne Bereiche, beispielsweise nur die Digitalisierung und Vernetzung bestehender Produktionsprozesse, gelegt werden. Entscheidend ist vielmehr eine gesamtheitliche Betrachtung neuer Marktmöglichkeiten und eine umfassende Transformationsstrategie und Vernetzung aller Geschäftsbereiche! Anstelle von Bereichs-spezifischem Aktionismus, der die Gefahr von Tunnelblick in Form von nicht zielführenden Investitionen birgt, sollten Unternehmen ihr Geschäftsmodell gesamtheitlich neu überdenken.

Bei der Neuausrichtung und Transformation sollten Unternehmen stets kundenzentriert denken. Was möchte mein Kunde? Welche Anforderungen hat er? Wie werde ich ihn morgen erreichen? Dies ist kein abgeschlossener Prozess, sondern eine fortlaufende Hinterfragung aller kundenseitigen Berührungspunkte (physisch, online, mobil, über vernetzte Produkte etc.), der sich Unternehmen in der digitalen Ära in immer kürzeren Zeitabständen unterziehen müssen. Gerade in der herstellenden Industrie fällt es Unternehmen oft schwer, über die Optimierung existierender Produktionsprozesse hinauszudenken und auch die sich schnell verändernden Erwartungen der Kunden, vor allem auch der End-Kunden aus Sicht eines B2B-Zulieferers, in Betracht zu ziehen. Unternehmen, die nicht in der Lage sind, sich in dieser rapide sich verändernden Welt mit ihren Kunden auf völlig neue Weise zu verknüpfen, werden schnell an Erfolg einbüßen.

2. Jetzt mutig handeln statt abwarten

Ein weiterer entscheidender Punkt ist Geschwindigkeit. Wer in punkto digitale Transformation nicht jetzt handelt, verliert den Anschluss. Beispiele von einst erfolgreichen Unternehmen, die durch mangelnde Anpassungsfähigkeit und den Willen zur Veränderung von der Bildfläche verschwunden sind, gibt es genug – in den USA sind durch die Digitalisierung seit dem Jahr 2000 bereits die Hälfte der Fortune-500-Firmen verschwunden. Schnelligkeit erfordert auch einen gewissen Mut, nicht bis ins letzte Detail ausgereifte Ideen umzusetzen und am Markt zu erproben. Die Devise heißt hier: „Permission to fail – fail fast and improve“ – also Fehler begehen zu dürfen und daraus schnell zu lernen.

In der digitalen Ära sind Geschwindigkeit und Agilität quasi gleichbedeutend mit Cloud und Mobilität. Alte Infrastrukturen und herkömmliche Transaktionssysteme wie ERP sind nicht flexibel und einfach genug, um neue Ideen schnell und effektiv umzusetzen. Immer mehr Unternehmen nutzen deshalb die Vorteile cloudbasierter, kollaborativer und mobil verfügbarer Technologien, zum Beispiel die Customer Success Platform von Salesforce, um Geschäftsmodelle schnell anpassen oder neu in den Markt bringen zu können.

3. Smart Data statt Big Data

Mit der Vernetzung im Internet of Things sowie in der Industrie geht eine erhebliche Menge an Daten einher, die verarbeitet und ausgewertet werden muss. Das Augenmerk sollte hier jedoch nicht so sehr auf „Big Data“ liegen, als vielmehr darauf, was man daraus macht – also Smart Data und Data Science. Wichtiger als der Fokus auf Systeme, die beispielsweise alle anfallenden Daten eines jeden Sensors verarbeiten können, ist der Fokus auf Systeme, die auf Basis relevanter Daten – auch aus historisch schwer zugänglichen Alt- und ERP-Systemen – die entscheidende Geschäftsintelligenz in einfach zu konsumierender Form bereitstellen können.

Bei Salesforce nennen wir das „analytics for the rest of us“ – die Möglichkeit für jeden Anwender, sich seine wichtigen Geschäftsfragen selbst und ohne Experten-Hilfe mittels einfacher Datenanalyse auf dem Endgerät seiner Wahl beantworten zu können. Mit der Analytics Cloud hat Salesforce eine eigens für diesen Zweck und für die digitale mobile Welt konzipierte Anwendung und Plattform geschaffen. Geschäftsleute müssen heute in der Lage sein, mit mobilen Applikationen ihr Unternehmen von überall aus zu steuern. Auch der effektiven Unterstützung menschlichen Wissens durch schlaue Algorithmen kommt angesichts der enorm ansteigenden Datenmenge immer mehr Bedeutung zu – wichtige von Salesforce Technologie unterstützte Anwendungsbeispiele sind hier die vorausschauende Wartung im Service oder die personalisierte Kundenansprache auf Basis historischen Kundenverhaltens im Marketing.

Philips – Paradebeispiel für kundenzentrierte, agile und smarte Umsetzung digitaler Transformation: Im Rahmen eines bereits frühzeitig aufgesetzten „Digital Accelerator“-Programmes fördert der Technologiekonzern die Schaffung eines durchgängigen, offline und online verbindenden Kundenerlebnisses. Philips vernetzt Geräte und Produkte, angefangen von Lampen über Luftfiltergeräte und Kaffeemaschinen bis hin zu Zahnbürsten oder Geräten für den Gesundheitsbereich wie Magnetresonanztomographen, und bringt dann mit Hilfe von Salesforce Technologien wichtige Daten direkt von den Geräten zum richtigen Zeitpunkt zu den richtigen Personen – zum Beispiel in Form automatisch erzeugter Wartungstickets für Service-Techniker beim Kunden und/oder Hersteller-Kundendienst. Die im Kontext der Wartungsdaten bereitgestellten Informationen des in Salesforce vorgehaltenen zentralen Kundenprofiles ermöglichen dabei allen Beteiligten eine optimale Kundenbetreuung. Philips kann so nicht nur eine bessere präventive Wartung ermöglichen, sondern ist auch in der Lage, Bedürfnisse von Kunden und Verbrauchern besser zu verstehen, zu antizipieren und zu adressieren.

Besuchen Sie Salesforce auf der Hannover Messe!

Fazit: Nur wer schnell ist, den Kunden bei allen Prozessen in den Fokus stellt und bereit ist, neue innovative Wege zu gehen, wird auf lange Sicht erfolgreich sein.

Lassen Sie uns das Thema „Industrie 4.0“ vertiefen – am besten persönlich auf der Hannover Messe: Besuchen Sie uns in der BITKOM Digital Factory in Halle 7, Stand C04!