#HackNWear – Der Programmier-Marathon für Wearables

Im Berliner Co-Working Space Ahoy! organisierten Accenture und Salesforce am vergangenen Wochenende den ersten gemeinsamen Hackathon. Dabei hatten die 100 Entwickler und Entwicklerinnen von Freitagabend bis Sonntagnachmittag Zeit, Apps für Wearables zu entwickeln. Den Startschuss für den Programmier-Marathon gab Brigitte Zypries, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundeswirtschaftsministerium. Gleich danach präsentierten die Teilnehmer ihre Ideen und bildeten Entwicklerteams. Und los geht’s!

Von der Vision zur konkreten Umsetzung

Obwohl Wearables wie Google Glass, Oculus Rift oder Smartwatches nicht erst seit der Veröffentlichung der Apple Watch en vogue sind, erscheinen viele der Ideen für diese neuen Gerätekategorien oft noch visionär. Beim Hackathon #HackNWear wurde aber schnell klar, dass die Entwickler aus ihren Ideen in Rekordtempo funktionierende Produkte schaffen konnten.

Insgesamt arbeiteten die Teilnehmer an 22 Projekten für verschiedene Wearable-Kategorien. Am beliebtesten bei der Entwicklung war ganz klar die Kategorie Smartwatches wie die Apple Watch, Android Wear-Uhren oder dem Smartwatch-Klassiker Pebble. Aber auch an Apps für Virtual Reality-Brillen wie Oculus Rift oder Google Cardboard wurde programmiert.

Impressionen vom Hackathon: Unten links:  Brigitte Zypries, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundeswirtschaftsministerium und Joachim Schreiner, Deutschland-Chef von Salesforce

Wearables für die Salesforce1-Plattform

Ein großer Vorteil von Wearables, der sich durch viele der Ideen zog, war die schnelle Verfügbarkeit von kurzfristig wichtigen Informationen auf der Smartwatch. Ob Ja/Nein-Fragen an den Chef, Ticketing-Systeme oder Benachrichtigung am Handgelenk, wenn ein Kunde aus dem CRM in der Nähe ist, gerade im Business-Umfeld verspricht der Einsatz von Wearables eine Menge Vorteile.

Hauptpreis für die intelligente Warteschlangen-App IntelliQ

Den ersten Preis sicherten sich Carl Ambroselli (21), Markus Petrykowski (23) und Stephan Schultz (22) mit ihrer App IntelliQ. Damit können Nutzer sich digital in Warteschlangen von Geschäften oder Behörden eintragen und werden rechtzeitig benachrichtigt, wenn sie an der Reihe sind. Dadurch kann die Wartezeit produktiv genutzt oder in Ruhe in einem Café genossen werden. Neben der kompletten Entwicklung einer App schafften die drei IT-Systems-Engineering-Studenten des Hasso-Plattner-Instituts es auch, ihre App in den iTunes Store und Google Play einzureichen, sowie eine Website zu erstellen. Auch für die Zukunft haben die drei große Pläne für die App: Demnächst wollen sie aktiv das Marketing starten und auf potenzielle Interessenten zugehen.

Den zweiten Platz sicherte sich das Team Watchful mit seiner Fulfilment-Lösung für Smartwatches. Dabei werden Mitarbeitern von Versandhändlern auf ihren Smartwatches die Informationen über die zu versendenden Produkte angezeigt. So lässt sich auf einen Blick sehen, wo Produkte gelagert sind und wie viele Produkte welchen Typs in der jeweiligen Lieferung verschickt werden.

Mit ihrer Vibrationsnavigation sicherte sich das Team HapticNav den dritten Platz. Dabei werden durch Vibrationen der Smartwatch Richtungsinformationen an den Nutzer kommuniziert. Das hat vor allem Vorteile in Situationen, in denen der Blick auf das Smartphone oder eine Straßenkarte nicht möglich oder gefährlich ist. Ob Menschen mit eingeschränkten Sehfähigkeiten, Fahrradfahrer oder Mitarbeiter von Logistikunternehmen – die Einsatzszenarien sind vielfältig.

Die Zeit der Wearables ist gekommen

Die Vielzahl an nützlichen Apps mit wirklichem Mehrwert, die beim #HackNWear Hackathon entwickelt wurden, zeigen, dass Wearables mittlerweile echte Vorteile bieten. Vor allem im Geschäftsumfeld in Verbindung mit der Salesforce1 Platform werden Informationen und Daten schnell und effizient überall verfügbar, auch in Situationen, in denen der Griff zum Smartphone nicht möglich ist.

Dass die Zeit der Wearables nun wirklich gekommen ist, merkte man beim Hackathon auch deutlich an der Stimmung der Teilnehmer: Die Zukunft ist da!