Unser Gründertipp: Von Anfang an das richtige Knopfloch finden!

Mit diesem Beitrag unserer Blogchefin Meike Leopold beteiligen wir uns an der Blogparade zum Thema „Gründerfehler vermeiden“ von Sage.

„Wer das erste Knopfloch verfehlt, kommt mit dem Zuknöpfen nicht zu Rande“ – dieser wertvolle Tipp für Gründer stammt von Johann Wolfgang von Goethe! Hier kommen weitere wertvolle Tipps, und zwar nicht von anderen Dichtergrößen, sondern von Gründungserfahrenen, wozu ja auch Salesforce gehört :-)

1. Nicht mit Excel starten

Das Zitat von Goethe meint, wenn man es auf Startups bezieht, nichts anderes als: Gründer sollten am Anfang nicht improvisieren, sondern sich sofort professionell aufstellen. Das gilt vor allem für den Wachstumsmotor Nummer eins eines jeden jungen Unternehmens: seine Kunden! Das heißt: Kundendatenpflege sollte von Anfang an groß geschrieben werden.

So warnt Oliver Roskopf, Gründer der Soyan VitaMed Natur GmbH und von LINEAVI, in unserem Gründer-Mutmach-Video davor, am Anfang einfach CRM via Excel zu betreiben. Denn damit ist definitiv das „erste Knopfloch“ verfehlt: „Wir haben es versucht mit Excel. Das geht irgendwie. Aber der Zeitaufwand, den ich nachher betreiben muss, und die Informationen, die dadurch verlorengehen, stehen in keinem Verhältnis zu dem, was man dann wirklich an Kosten im Jahr danach hat.“

2. Die Welt durch die Brille des Kunden betrachten

Ein weiteres „falsches Knopfloch“ ist, dass man ein Produkt hat, stolz darauf ist und dann aller Welt erzählt, was man doch für ein tolles Unternehmen ist. Auch hier gilt: Wachstum ist nur mit Kunden möglich – mit ZUFRIEDENEN Kunden! Das heißt: Startups müssen die Brille des Kunden aufsetzen. Sie müssen genau wissen, wer ihre Kunden sind, warum sie es sind und was sie brauchen. Deshalb gilt es, stets ganz nah am Kunden dran zu sein, und zwar auf allen Kanälen. Wissen, was Kunden twittern, facebooken, xingen etc. ist genauso wichtig wie vollständige Daten über und für den Kunden griffbereit zu haben – jederzeit und überall.

3. Von Anfang an professionellen Vertrieb machen

Ein Perspektivenwechsel ist auch in Hinsicht auf den Vertrieb notwendig. Ja, Start-ups sind von ihren Produkten überzeugt, müssen sie auch sein. Aber die Gefahr besteht, dass sich hier ein „blinder Narzissmus“ einschleicht, nämlich, dass Jungunternehmer denken, die Welt habe auf ihr Produkt gewartet, es also zum Selbstläufer wird und die Umsätze automatisch in die Höhe schießen.

Diesbezüglich meint Filip Dames, Co-Founder von Zalando und Business Angel: „Es gibt ja so die Mär, dass sich ein gutes Produkt von selbst verkauft. Da glaube ich definitiv nicht dran. Ich glaube, jedes Unternehmen, das sich professionalisiert, braucht auch eine professionelle Vertriebsstruktur. Dabei helfen natürlich Tools, die das ermöglichen.“

4. Keine Kompromisse beim Personal eingehen

Einen weiteren Tipp für Gründer hat Filip Dames im Hinblick auf die Mitarbeiter: „Ich glaube, dass man am Ende nie wirklich in Ideen investiert oder in Märkte, sondern dass man in Personen investiert.“ Gerade im Vertrieb darf man keine Kompromisse eingehen, schließlich muss – so gut das Produkt auch sein mag – kompetent Überzeugungsarbeit geleistet werden. Das heißt: Wer an Verkäufern spart, spart auch an den Verkäufen.

5. Sich auf seine Kernkompetenz konzentrieren

Apropos sparen: Ein großer Fehler von Gründern ist, ALLES selber zu machen, auch die Dinge, von denen man keine Ahnung hat. Hierzu meint Oliver Nützel, CEO von Regiondo: „Bei meinem eigenen Produkt, also bei meiner Kernkompetenz: Auf jeden Fall selber bauen. Alles andere, was nicht Kernkompetenz ist: Einkaufen.“

Abschließend noch ein Hinweis von Filip Dames zum Thema „Nicht am falschen Fleck sparen“, der uns besonders freut: „Was bei Startups ja immer der Fall ist: Dass versucht wird, zunächst immer erstmal alles ohne große, externe Tools zu machen, Kosten zu sparen, effizient zu sein, nicht viel Geld auszugeben. Salesforce ist eines der Beispiele, wo es schon in einer relativ frühen Phase Sinn macht, in Tools zu investieren und damit eine Vertriebsstruktur zu professionalisieren.“