Salesforce Foundation: Tatkräftige Hilfe beim Schulbau in Guatemala

Vielleicht haben Sie’s gelesen: Im Juli wurde weltweit die einmillionste Ehrenamtsstunde von den Salesforce Mitarbeitern geleistet! „1 Million karitative Stunden? – für uns nicht genug!“, so dachten wir, als wir im Rahmen der Salesforce Foundation nach Guatemala reisten, um in diesem wunderschönen Land den Menschen zu helfen. Wir, das sind (siehe Bild von links nach rechts) Fabian, meine Wenigkeit und Denis. Was haben wir in Mittelamerika gemacht? Hier unsere Geschichte, kurz erzählt:

„Probigua“ – Schweizer, die Gutes tun

Für uns war es wichtig, eine Organisation zu unterstützen, die sich zum Ziel gesetzt hat, Menschen durch Aus- und Weiterbildung zu einem besseren Leben zu verhelfen. Genau das trifft auf den Schweizer Verein „Probigua“ zu. Zu dritt sammelten wir bei Freunden, Familienangehörigen, Bekannten und Kollegen circa 13.000 Euro für Probigua, um den Bau einer Schule mitzufinanzieren – in einem kleinen von Maya-Abkommen bewohnten Dorf, das vier Autostunden östlich von Guatemala City liegt. Aber nicht nur das – wir waren eine Woche auch vor Ort, um gemeinsam mit den Bewohnern Erde abzutragen, Wurzeln auszugraben Stein auf Stein zu setzen.

Zusammen arbeiten und zusammen leben

Wir haben jedoch nicht nur Tag für Tag eine schweißtreibende Arbeit im subtropischen Klima (um die 35 Grad) geleistet. Vielmehr haben wir auch das „restliche Leben“ mit den Familien geteilt. In – aus unserer westeuropäischen Sicht – sehr einfachen Verhältnissen haben wir auf engstem Raum mit den Familien zusammengewohnt, gekocht, gegessen und geschlafen. Anfangs alles sehr gewöhnungsbedürftig. Denn wer von uns hat schon Erfahrung damit, mit zwölf Familienmitgliedern aus drei Generationen in vier Zimmern unter einem (Wellblech-)Dach zu wohnen? Dort ist es die Normalität und für uns eine Erinnerung, wie wichtig Familie ist – gerade wenn es wie den Menschen dort an Vielem fehlt und nur durch Verzicht und Zusammenhalt das Überleben gesichert wird.

Die Maya-Kultur

36 Jahre lang herrschte in Guatemala Bürgerkrieg – bis 1996. Wir lebten eine Woche mit den zurückgekehrten, dort wieder angesiedelten Flüchtlingen, die viele Gräueltaten erleben mussten. Diese Menschen sind die direkten Nachkommen der Maya, die uns mit ihren Traditionen Einblick in dieses alte Reich gewinnen ließen.

Selbst 20 Jahre nach Beendigung des Bürgerkriegs haben die Ureinwohner Guatemalas kein einfaches Leben. Benachteiligung, Armut und Rassismus erschweren ihnen die Existenz auf dem Land. Gerade deshalb liegt uns sehr viel daran, unsere Geschichte zu erzählen und andere zu ermutigen, diesen Menschen zu helfen – oder anderen, denen ein ähnliches Schicksal wiederfahren ist. 

Guatemala – abwechslungsreich, wunderschön, einfach sehenswert

Wer die Reise auf sich nimmt, wird belohnt. Eine wunderschöne Landschaft, aktive Vulkane, alte Maya-Tempel, die Artenvielfalt und vor allem freundliche und hilfsbereite Menschen machen dieses Land zu einem wunderbaren Reiseziel.

Übrigens, ich habe gerade noch einmal geschaut wie viele Volunteering-Stunden wir jetzt haben. Es sind bereits: 1.068.091. Die 2 Millionen haben wir also schon im Auge ;)