Aktuelle Topthemen im Digital Marketing

Unser Kollege Tom Smith hat rückblickend auf die diesjährige dmexco Mitte September auf dem „Salesforce UK Blog“ den Post „6 Big Digital Marketing Trends From DMEXCO 2015“ veröffentlicht. Die von ihm beschriebenen sechs Trends im Digital Marketing sind Themen, die aktuell Marketers bewegen – und sie auch in Zukunft bewegen werden. Daher stellt unsere Blogredaktion die auf der dmexco heiß diskutierten Themen – etwas gekürzt – für DAS Salesforce Blog vor.

1. Internet of Things (IoT) – mehr als nur ein Hype im Digital Marketing

Schuhe mit Internetverbindung, Maschinen kommunizieren mit Maschinen – Virtual Reality verändert das Leben der Marketingspezialisten. Das IoT ist inzwischen auch in den Marketingabteilungen angekommen – und wird mit Begeisterung angenommen. Intensiv wird im Augenblick darüber diskutiert, wie sich IoT-Daten verarbeiten und wertschöpfend verwenden lassen. Salesforce hat hier die Nase im Wind und dazu jetzt die neue Salesforce IoT Cloud auf den Markt gebracht.

2. Kalkuliertes Risiko beim Einsatz neuer sozialer Medien und Plattformen

Einerseits werden CMOs inzwischen im Management durchaus ernstgenommen und geschätzt (siehe Beth Comstocks steilen Aufstieg bei GE). Denn sie liefern verlässliche Daten in punkto Messbarkeit und ROI. Andererseits sind soziale Medien und Plattformen in einem ständigen Wandel (permanent kommen neue hinzu wie Snapchat, Group-Messaging-Tools wie Groupme usw., die im Nu eine große Nutzerakzeptanz haben), sodass die sinnvolle Auswahl der besten Tools schwierig wird.

Wir haben natürlich alle ein Auge auf diese neuen Channels. Aber wie sollen wir in einem Umfeld, in dem kaum zuverlässige Langzeit-Messwerte und Leistungsdaten zur Verfügung stehen, Zeit und Budgets investieren? Wie viel? Wie lässt sich der Erfolg messen? Der Ansatz von Søren Hagh, Executive Director Global Marketing bei Heineken International, lautet hier: kalkuliertes Risiko. So wird Heineken mit seinen Investitionen in das Digitale Marketing bald die magischen 50 Prozent überschritten haben.

3. Mobile Marketing Auslöser und Katalysator für digitale Transformation

Die digitale Transformation ist noch immer ein wichtiges Thema – das wird auch die nächsten Jahre so bleiben. Zu Recht, denn wie Jessica Federer, Chief Digital Officer bei Bayer, und Béatrice Guillaume-Grabisch, CEO von Nestlé Deutschland, auf der dmexco betonten: Die digitale Transformation ist nicht nur ein kleines Rad im Marketinggetriebe. Zur digitalen Transformation ist eine organisatorische Transformation erforderlich, die besonders in globalen Unternehmen wie Bayer und Nestlé zeitaufwendig und komplex ist. Die Transformation kommt aber nur in Gang, wenn sie einen Auslöser hat. Und wie Mahi de Silva, CEO von Opera Mediaworks richtig erkannt hat, ist das mobile Marketing oft dieser Auslöser und Katalysator für die digitale Transformation. Er bestätigt damit genau das, was Salesforce im State of Marketing Report 2015 festgestellt hat: Über 70 Prozent der Marketers weltweit sagen, dass die mobile Nutzung aus ihrem Geschäft nicht mehr wegzudenken ist.

Apropos mobile Nutzung. Marketers nutzen die App-Revolution und alles, was damit einhergeht, voll aus: Das positive Nutzererlebnis, die Leistung und die Messbarkeit der Apps sind der Traum jedes Marketers. Und: Die Entwicklung von Apps, die Nutzer wirklich begeistern, ist heute so einfach wie nie, wie das Beispiel von Brown-Forman zeigt.

4. Blockieren Werbeblocker auch das Marketing?

Die Einführung von iOS 9 und die damit einhergehende Popularität von Werbeblockern (derzeit ganz oben auf der App-Liste im iOS App Store) wirft die Frage auf: Müssen wir akzeptieren, dass die Generationen X und Y in Zukunft durchgehend Werbeblocker verwenden? Und wenn ja, wie können Marketers, Publisher und Agenturen das umgehen? Wird die Branche dadurch vielleicht einfach nur gezwungen, besseren Content zu erstellen, kreativer zu sein und besseres Marketing zu betreiben? Die vorherrschende Meinung scheint zu sein, dass Marketers sich inzwischen sehr pragmatisch und proaktiv an Änderungen anpassen – immerhin hat sich die Branche in den letzten 18 Monaten mehr verändert als in den letzten 5 Jahren. Der Kunde muss also nicht zurückrudern, sondern der Marketer geht mit innovativen Lösungen auf den Kunden zu. Und das wird auch so bleiben.

5. Customer Journey = Marketing? Marketing = Customer Journey?

Wir von Salesforce sind davon überzeugt, dass nur diejenigen Unternehmen auch in Zukunft führend sind, die sich der Customer Journey wirklich annehmen, die sich mit ihren Kunden entsprechend vernetzen und persönlich mit ihnen kommunizieren. Unser Journey Builder wurde vor diesem Hintergrund entwickelt. Das IoT ist im Kommen. Die enge Verknüpfung von Sales, Service und Marketing ist nicht mehr aufzuhalten und mehr CMOs als je zuvor treiben die digitale Transformation in ihren Unternehmen aktiv voran. Jeder Marketer sollte daher die Customer Journey im Auge haben und sich zum Ziel setzen, Kunden ein konsistentes und vernetztes Erlebnis zu bieten.

Unser State of Marketing Leadership Report, der in Zusammenarbeit mit LinkedIn entstanden ist, befasst sich mit genau diesem Thema, nämlich warum erfahrene Marketers sich im Prinzip vorrangig um die Customer Journey kümmern müssen.

6. Große Herausforderungen in der Datenflut

Jessica Federer, Chief Digital Officer von Bayer, sagt, dass sie Präzision, Geschwindigkeit und Resultate braucht. Rajeev Goel, CEO und Mitgründer von Pubmatic, stellt fest: „Daten sind wie Öl. Wir brauchen nur noch eine Raffinerie dafür.“ Diese zwei Statements machen vielleicht am eindringlichsten deutlich, welchen Herausforderungen Marketers und CMOs heute gegenüberstehen. Sie werden mit Daten überflutet, müssen immer schneller auf Veränderungen reagieren bzw. sie quasi innovativ vorausahnen. Von ihnen werden Resultate erwartet, die das Geschäft wirklich vorantreiben.

Hinzu kommt, dass das Marketing die Anforderungen der Kunden kontinuierlich besser einschätzen, sich von der Konkurrenz abheben und den Gewinn maximieren muss. Marketing ist also ein komplexes Feld. Lesen Sie dazu auch unseren State of Marketing Report, in dem mehr als 5.000 global tätige Marketers zu Wort kommen.