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Rene Massati, Head of Strategy bei TRENDONE schreibt in diesem Gastkommentar über die Technologiethemen, die uns in Zukunft beschäftigen werden. Dies ist ein Text aus der Ausgabe Nr. 1 unseres Nah-Magazins.

Der Back to the Future-Day liegt noch nicht lange zurück. In dem Kinoerfolg der Achtzigerjahre lag die Zukunft im Jahr 2015 und antizipierte unter anderem Hoverboards als Alltagsgegenstand für Teenager dieser Epoche. Vom Massenmarkt sind die Prototypen von Geeks und Tüftlern, deren Optimierungsbedarf sich in Youtube-Videos in Augenschein nehmen lässt, jedoch noch weit entfernt. Viele andere Technologien und Erfindungen, die das Science-Fiction-Genre in den zurückliegenden Jahrzehnten ersonnen hat, sind heute jedoch bereits Realität. Augmented Reality hat mithilfe der richtigen App auf Papas Smartphone mit dem Lego-Katalog schon Einzug in Kinderzimmern gehalten. Alle Welt spricht von Industrie 4.0 als Metabegriff autonomer Steuerung. Über Predictive Intelligence, die Fähigkeit von Systemen, Verschleiß und drohenden Ausfall vorherzusehen und selbstständig mitzuteilen, verfügen immer mehr Maschinen und technische Geräte.

Andere Technologien sind zwar noch in der Entwicklungsphase, werden aber bald zum Sprung in das Alltagsleben ansetzen. So können viele Autos bereits selbstständig einparken. Zum selbstfahrenden Auto ist es jedoch noch ein etwas weiterer Weg. Denn die Umsetzung im echten Straßenverkehr setzt ein engmaschiges Netzwerk von Context Aware Systems voraus – also die lückenlose Ausstattung der Umwelt mit Sensoren, Funkmodulen und Prozessoren, die Situationen in physischen Umgebungen identifizieren können.

Der Mensch selbst vermisst sich mittels Armband oder Smartphone laufend selbst und die Algorithmen in den Apps helfen ihm dabei, sich immer weiter zu optimieren. Das New Yorker Start-up Robotbase hat sogar einenIntelligent Personal Assistant erfunden. Dieser „Personal Robot“ analysiert unter anderem den Schlafzyklus mittels eingebauter Sensoren, einer Kamera mit Bilderkennung sowie künstlicher Intelligenz. Damit kann er auf die Anforderungen seines Besitzers eingehen und autonom handeln. Der Altenpfegeroboter aus Japan geisterte auch bereits durch die Medien. C3PO und Nummer 5 lassen grüßen.

Wenn der Alltag durch Technologie erleichtert wird, gewinnt der Mensch vielleicht wieder mehr Zeit zur Zerstreuung. Virtual Reality und Immersive Experiences befinden sich gerade in der Phase massenmarkttauglicher Konfektionierung. Brillen, die den Träger in eine virtuelle Umgebung blicken lassen, durch die er sich frei bewegen kann, sind von mehreren Herstellern zu haben. Das Holodeck aus Star Trek ist quasi schon Realität. Mit Anzügen und Handschuhen können Nutzer virtuell erzeugte Gegenstände auch erfühlen. Das Erleben und Erkunden von Produkten etwa ist auf diese Weise von überall möglich.

Doch nicht nur mittels Sensoren und Endgeräten können Mensch und Maschine kommunizieren. Das Brain-Computer-Interface (BCI) als direkte Schnittstelle zwischen dem Nervensystem und Computern ist leistungsfähiger, schneller und präziser als jedes erdenkliche Hightech-Eingabegerät. Bereits heute kommen BCIs Patienten bei der Steuerung ihrer Neuroprothesen zugute. Da die Funktions- weise des Gehirns immer besser verstanden ist, werden sich die Anwendungsfelder in Zukunft noch erweitern – der Science-Fiction-Fan denkt dabei sicherlich an die telekinetischen Fähigkeiten von Meister Yoda und anderen Helden des Genres. So weit ist die Technologie jedoch noch lange nicht. Doch wenn die Steuerung per Gedanken einmal ausgereift ist, wird das Gehirn langfristig zum Betriebssystem in der Interaktion mit einer gleichermaßen smarten Umwelt. Dann ist es auch nicht mehr weit bis zur Telepathie, das heißt in Zukunft Gehirne direkt verbinden zu können und neue Welten der Kommunikation zu erschließen.

So manche dieser Technologien in ihren unterschiedlichen Reifegraden lassen den Beobachter vielleicht etwas ratlos zurück. Besonders schwierig fällt es sicher zu entscheiden, ob er diese Aussichten eher als Chancen oder als neue Arten von Risiken sehen soll. Die meisten Ansätze sind in verschiedenen Phasen bereits Alltag. Ihre Weiterentwicklung wird sicherlich einige Veränderungen in Gesellschaft und Umwelt mit sich bringen. Beides lässt sich nicht aufhalten, und das wäre auch nicht klug. Doch wie können wir damit umgehen? Die Antwort ist: Es beginnt im Kopf. Wenn wir uns darauf einlassen, etabliertes Nischen- und Schubladendenken zu überwinden und stattdessen lernen, vernetzt zu denken, kommen wir der Nutzung der Chancen des digitalen Zeitalters einen großen Schritt näher. Denn schon Einstein wusste: Damit uns Technik glücklich machen kann, müssen wir lernen, vernünftig von ihr Gebrauch zu machen.

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