Dr. Alessa Witt beschäftigt sich seit 10 Jahren mit mittelständischen und familiengeführten Unternehmen und hat sich auf Hidden Champions in Deutschland und Großbritannien spezialisert.

Das Thema Digitalisierung im Mittelstand zieht sich wie ein roter Faden durch wirtschaftliche Diskurse. Dabei stehen Stichwörter wie Veränderung, Weiterentwicklung, Transformation, Geschwindigkeit und Marktverdrängung im Mittelpunkt und machen das Thema zu einer großen Sorge, besonders im deutschen Mittelstand. Die Chancen der digitalen Transformation zu erkennen ist einfacher gesagt als getan und die IT steht vor der Herausforderung den Anschluss an die Zukunft nicht zu verpassen.

Der deutsche Mittelstand ist "Digital Nachzügler"

Der deutsche Mittelstand zeichnet sich durch seine innovativen und technisch hochwertigen Produkte aus und beweist seit Jahren seine Wettbewerbsfähigkeit auf dem Weltmarkt. Trotzdem, tut sich der Mittelstand mit der Digitalen Transformation schwer und nur wenige besitzen eine langfristig ausgearbeitete Digitalstrategie. Mehrere Studien beschäftigen sich mit der Frage ob der Mittelstand genügend digitalisiert ist - mit gemischten Ergebnissen. Manche behaupten die Digitalisierung hat den Mittelstand erreicht und andere sind der Überzeugung der Mittelstand sei aktuell noch in einem Grundstadium. Abhängig von der Unternehmensgröße und der Branche sind manche weiter fortgeschritten, wogegen andere als ‚Digitalisierungs-Nachzügler’ betrachtet werden.

Die Gründe hierfür sind vielseitig: Viele Mittelständler können sich unter der digitalen Transformation nichts vorstellen. Digitalisierung wird assoziiert mit Veränderung und Wandel, und steht somit am anderem Ende des Mittelstandsspektrums – ein Zusammenprall von mittelständischer Tradition und digitaler Transformation, aber stimmt das wirklich?

Der Mittelstand steckt mitten im digitalen Wandeln

Weitestgehend einig sind sich mittelständische Unternehmen darüber, dass die Digitalisierung unumgänglich ist, da die Onlinewelt bereits heute die Art des täglichen Geschäfts verändert hat. Die ersten Schritte in die vierte industrielle Revolution sind bereits getan und die Digitalisierung beschleunigt unaufhaltsam die Transformation und Weiterentwicklung der Unternehmensprozesse, des Kundenerlebnisses und der Geschäftsmodelle. Fakt ist, dass deutschen Traditionsunternehmen nicht anfangen müssen zu digitalisieren, da es kaum noch Mittelständler gibt die offline, beziehungsweise nicht elektronisch Daten verarbeiten. Mittelständler müssen nicht ad hoc, rapide und komplett ihre Unternehmensprozesse verändern, sondern schrittweise, stetig und zum Geschäftsmodell passend Digitalisierungsmaßnahmen fortführen.

Viele Unternehmer stehen weiteren Digitalisierungsmaßnahmen offen gegenüber, sofern ein Mehrwehrt für die Einführung besteht. Die Herausforderung besteht darin, zu erkennen welche Chancen und welchen Nutzen die digitale Transformation für das Geschäftsmodell darstellt. Die digitale Transformation verändert nicht die DNA des Mittelstandes, sondern passt Unternehmen den Wandel der Zeit an.

Hierbei ist es für mittelständische Unternehmen wichtig, einen Überblick von Maßnahmen zu schaffen um ein digitales Geschäftsmodell zu definieren welches zum Unternehmen passt. Jedoch scheint das Angebot viele Mittelständler zu überfordern und anderen mangelt es am, für die Umsetzung erforderlichen, Know-how und Ressourcen. Darüber hinaus scheitert es oft auch an der einfachen Frage: Wie digitalisiere ich mein Unternehmen?

Wieviel Digital ist im Mittelstand erforderlich?

Vereinfacht gesagt steht die der Begriff „Industrie 4.0“ für eine neue Stufe der Organisation und Steuerung der gesamten Wertschöpfungskette. Jedoch ist die breite Verwendung des Begriffs Digitalisierung problematisch, denn er bezieht sich auf Produktionsprozesse und Entwicklung, Marketing, Kundenbeziehungen, Vertrieb und Kommunikation. Bleibt nur die Frage was und wieviel ein mittelständisches Unternehmen digitalisieren muss um langfristig Konkurrenzfähig zu bleiben. Es wichtig zu entscheiden wo Digitalisierungsmaßnahmen den Arbeitsalltag erleichtern und wo ein Wettbewerbsvorteil geschaffen werden kann. Hierbei braucht man einen verlässlichen und strategischen Partner welcher die Anforderungen der Digitalisierung versteht und diese mit der Tradition und den Werten von Mittelständler vereint. Wichtig ist es den Anschluss in die Zukunft nicht zu verpassen und sich auf die neuen Herausforderungen einzulassen.

Sicher ist, dass der digitale Reifegrad unmittelbar mit dem Umsatzwachstum korreliert ist. Der Mittelstand steht nicht im digitalen Abseits, sondern Unternehmen müssen, wie schon immer, den Anforderungen von Kunden, Mitarbeitern und der Konkurrenz gerecht werden – und dazu gehört die fortschreitende Digitalisierung.

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