Wer Salesforce kennt weiß, dass unsere Technologien, Spendengelder und auch die Zeit der Mitarbeiter als Teil der Salesforce.org in karitative Projekte fließen. Unser 1-1-1-Modell ist Teil unserer Firmenkultur und unsere Mitarbeiter helfen zahlreichen wohltätigen Organisationen.

Unser Projekt bei und für Centre for Sustainability

Mitte diesen Jahres haben sich neun Salesforce-Mitarbeiter zusammengetan um im Südwesten der Philippinen eine Non-Profit-Organisation zu unterstützen. Nach längerer Recherche in der süd-ost-asiatischen Region haben wir uns dann für die Organisation „Centre for Sustainability” auf der Insel Palawan entschieden.

Centre for Sustainability stach uns sofort ins Auge, da es eine gemeinnützige Organisation war, die sich für die nachhaltige Entwicklung der Insel einsetzt. Im Fokus der Aktivitäten der Organisation stehen die Durchführung von Projekten, die praktisch, umweltfreundlich und langlebig sind. Mit dem Ziel, nachhaltige Projekte zu entwickeln und umzusetzen, wollten auch wir als Helfer bei der Ausarbeitung der Blaupause für eine nachhaltige Entwicklung in anderen Bereichen der Philippinen dienen. Dabei standen uns folgende Möglichkeiten offen:

  • Naturschutz: Gesunde Ökosysteme, wie Tieflandwälder und Küstenmeere, bieten zahlreiche Vorteile für die Menschen in Palawan. Sie versorgen sie mit Lebensmitteln, Medikamenten, Baustoffen und Schutz vor Stürmen und Erosion. Die Erhaltung dieser natürlichen Ökosysteme ist für das zukünftige Wohlergehen von Palawan unerlässlich. Darüber hinaus hat sich Palawan als Biodiversitäts-Hotspot mit zahlreichen endemischen Tier- und Pflanzenarten entwickelt, die nur auf Palawan leben. Centre for Sustainability führt Projekte durch, die aktiv Korallenriffe und Tropenwälder wiederherstellen und schützen.

  • Bildung: Wir glauben, dass Bildung der Schlüssel zu einer nachhaltigen Zukunft ist. Vergangene Generationen wussten, wie sie im Gleichgewicht mit ihrer natürlichen Umgebung leben sollten: Sie fischten zum Beispiel nur das, was sie brauchten, und sie verwendeten zerstörungsfreie Methoden. Um dieses wertvolle Verständnis des Lebens im Gleichgewicht mit der natürlichen Umwelt wiederherzustellen, müssen wir mit der Bildung und Erziehung der jüngeren Generation beginnen.
  • Lebensgrundlagen: Umweltprobleme wie Überfischung und Lebensraumzerstörung können nur gelöst werden, wenn Gemeinschaften nachhaltigen Lebensunterhalte geboten werden. Centre for Sustainability engagiert sich dafür, praktische Lösungen zu finden, die den Lebensunterhalt der Küsten- und Hochlandgemeinschaften verbessern und die natürlichen Ressourcen für künftige Generationen erhalten. Die Existenzgründe konzentrieren sich vor allem auf die nachhaltige Aquakultur, Ökotourismus und Landwirtschaft. Teilnehmer an unseren Existenzprojekten sind Familien mit einem niedrigen und instabilen Einkommen.

Vom Laptop zur Hängematte im tropischen Wald

Die ersten Tage unserer Reise waren geprägt von der Arbeit in Centre for Sustainability’s kleinem Office in der Stadt Puerto Princesa. Bei der Vielzahl von unterschiedlichen Aktivitäten, die die Organisation auf Palawan unternimmt, konnten wir in einem ersten Zusammentreffen schnell unsere Fähigkeiten testen und zielführend zum Einsatz bringen.

Zum einen stand die Salesforce-Technologie im Vordergrund: Salesforce.org bietet karitativen Organisationen die Möglichkeit bis zu zehn Lizenzen ohne Kosten einzusetzen. Natürlich hat jede Nichtregierungsorganisation (NGO) eigene Bedürfnisse und so verbrachten wir die ersten Tage damit, Salesforce für CfS einzurichten, Daten von Excel zu transferieren und die Anwender zu schulen. Der Mehrwert dieser Lösung war sofort klar – denn NGOs agieren beim Sammeln von Spendengeldern, dem Management der Firmen und Ansprechpartner sowie der Kollaboration unter Mitarbeitern nicht anders als andere Unternehmen. Und da wir dank unserer Technologie auch remote unterstützen können wird das Team von CfS auch zukünftig auf unsere Hilfe bauen können.

Beim Stamm der Batak

Der aufregendste Teil unseres Projekts war ohne Zweifel die Zeit welche wir in den Wäldern der Region Puerto Princesa verbrachten. Diese fortschrittliche Gegend im mittleren Teil der Insel erstreckt sich über 20% der Provinz und hält eine Waldbedeckung von 65%. Puerto Princesa enthält einen Nationalpark (Puerto Princesa Subterranean River Nationalpark - 22.000 Hektar), aber etwa 80.000 Hektar unberührter Wald neben dem Park bleiben ungeschützt. Das Zentrum dieses großen Waldes ist von Cleopatra’s Needle, dem höchsten Gipfel von Puerto Princesa und Umgebung, geprägt. Dieser Bereich ist ein echtes biologisches Juwel, es ist der letzte sichere Hafen für unzählige endemische Arten, und es fungiert als wichtiger Korridor für Arten, die die Insel überqueren. Ein großer Teil des Gebietes repräsentiert die angestammten Länder von vier Gemeinden der Ureinwohner. Die Mitglieder dieser Gemeinschaften hängen von den Waldressourcen für ihren Lebensunterhalt, einschließlich Almaciga Harz, Honig und Rattan ab. Um die kulturellen und traditionellen Praktiken dieser Gemeinschaften zu schützen, ist es wichtig, dass das Gebiet erhalten bleibt. Das Gebiet dient außerdem als die größte Wasserscheide in der Gemeinde und bietet Wasser für etwa 30% der Einwohner. Tolle News erreichten uns gestern denn die Arbeit von CfS zahlt sich bereits aus. Ein großes Gebiet in Puerto Princesa wurde als Naturschutzgebiet deklariert.

Eine Begegnung mit den Ureinwohnern Palawans

Beim Stamm der Batak durften 3 Mitglieder unseres Team eine exklusive Einsicht in das Leben der s.g. IPs, der Indigenous People (Ureinwohner) von Palawan erhalten. Das Team verbrachte ebenfalls einige Nächte im Dorf der Batak und nutzte die Zeit vor Ort um das Leben und Treiben der Menschen zu erfahren und Interviews mit den Stammesältesten zu machen. Für die Reise hatten wir auch eine Drone im Gepäck welche zum Einsatz kam um die Bergregion, das Dorf und die Umgebung zu dokumentieren. Dieses Material soll dann in einem Film zusammengeschnitten werden der das Leben der Batak dokumentiert. Die Aktivitäten von Centre for Sustainability sowie der Film wird für die einschlägigen Social Media Plattformen genutzt.

The last Frontier

Nicht ohne Grund wird Palawan von den Einheimischen, vielen Reisenden und sogar National Geographic als einer der letzten Flecken Paradies oder „the last frontier“ auf unserem Planeten genannt. Wir sind dankbar zum einen, dass wir einen natürlichen Einblick in diese Welt haben konnten, die Gastfreundschaft von Jessa und Ihrem Team bei Centre for Sustainability geniessen durften und dass unsere Salesforce.org uns die Zeit und Unterstützung bietet um mehr für unsere Umwelt und die Menschen um uns herum zu tun. Die Zeit auf Palawan, mit der wundervollen Natur und den stets fröhlichen Menschen wird uns immer in Erinnerung bleiben.

Salamat po!!

Svea, Melanie, Anna, Eugen, Denis, Fabian, Julian, Tim & Guntram