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Eigentlich würde man vermuten, dass es bei dem führenden internationalen Automatisierungskonzern KUKA hauptsächlich darum geht, die Mensch-Maschine-Kollaboration zu optimieren. Doch für das IT-Ressort ist die Mensch-Mensch-Interaktion ein viel größeres Thema. Es geht darum, Mitarbeiter, Partner und Kunden auf eine neue Art und Weise zusammenzuführen. Holger Ewald fühlt sich sichtlich wohl mit dieser Aufgabe: „Von unserem Standpunkt aus und in unserer orchestrierenden Funktion gewinnen mein Team und ich den Überblick über die aktuell stattfindende digitale Veränderung. Wir dürfen sie in engem Austausch mit unseren Kollegen aus allen involvierten Abteilungen mitgestalten und lernen sehr viel dabei.“ Dabei legt Ewald hohen Wert darauf, das Konzept der digitalen Zusammenarbeit ganzheitlich zu verstehen: „Unter Digital Collaboration fassen wir sowohl die internen als auch die externen Aktivitäten zusammen. Und damit neue Methoden auch extern funktionieren, müssen wir sie zunächst selbst verinnerlichen, sprichwörtlich einüben. Erst dann können wir sie gekonnt auch nach außen tragen.“ Es beginnt mit dem Aufbrechen von internen Silos, und dann folgt der nächste große Schritt: Die Gestaltung der Interaktion mit Kunden und Partnern.

Das Einreißen von Mauern ist jedoch nicht nur auf die technologische Ebene bezogen, sondern vor allem auf die Kollaboration zwischen so unterschiedlichen Teams wie Produktentwicklung, Service, Marketing und Vertrieb. „Wir haben dafür einen abteilungsübergreifenden Arbeitskreis gegründet und überlegen gemeinsam, was wir tun müssen, um das perfekte 360-Grad-Kundenerlebnis schaffen zu können.“ Die Basis dafür ist, voneinander zu lernen: „Bei KUKA bedeutet lernen, alle ins Boot zu holen und Verständnis für die Themen der jeweils anderen Abteilungen zu entwickeln“, erklärt der IT-Chef. „Dadurch steigen das gegenseitige Vertrauen und auch der Mut, Neues zu versuchen – wesentliche Voraussetzungen für Dynamik, Innovation und Zukunftsfähigkeit.“

Ewald beleuchtet dies aus seiner persönlichen Perspektive. In seinem Verantwortungsbereich erkundet und ebnet er gemeinsam mit seinem Team neue Lernpfade: „Wir mussten einen Paradigmenwechsel schaffen – weg vom Wasserfall-Prinzip hin zu einer vollständig agilen Arbeitsweise. Es ist von unschätzbarem Wert, dass alle Abteilungen diesen Ansatz gerne gemeinsam verfolgen.“ Agil bedeutet dabei zwar mehr als die aus der IT-Entwicklung bekannte iterative, gemeinsame und teamorientierte Vorgehensweise, der Zweck bleibt jedoch der gleiche: Schnell Prototypen zu entwickeln, die anschaulich sind und deshalb Begeisterung wecken – genauso wie unerwünschte Ergebnisse einen direkten Effekt haben. „Die Entstehung einer echten Fehlerkultur stärkt das Wir-Gefühl durch gemeinsame Erfolge, aber auch Misserfolge“, so sein Fazit.

Gemeinsames Verständnis schaffen

Für ihn persönlich bedeutete dieser Wandel, dass auch sein Team und er sich weiterentwickelt haben und neu positionieren: hin zum Business-Partner. „Das Feedback der Kollegen ist für das gesamte Team Motivation, den Weg genau so weiter zu beschreiten“, fasst Ewald zusammen. „Denn sie bestätigen, dass sie nie zuvor so tiefe Einblicke in die Arbeitsweisen und die Komplexität von digitalen Lösungen und Services erhalten haben.“ Auch hier zeigt sich: Es geht darum, alle an Bord zu nehmen und eine gemeinsame Verständnisebene zu schaffen.

Als Ewald nach einer über zwei Jahrzehnte langen IT-Karriere in der Transport- und Telekommunikationsbranche zum führenden Automatisierungsunternehmen stieß, lautete sein Auftrag „Harmonisierung“. Denn KUKAs Wachstum entsteht neben dem Erfolg seiner Technologie-Innovationen auch aus Zukäufen. „Und damit aus vielen Unternehmen eins wird, müssen alle Abläufe einem einheitlichen Gedanken folgen“, erläutert er. Die zugrundeliegende Initiative ONE KUKA umfasst deshalb alle Dimensionen, neben prozessualen auch kulturelle Faktoren. Technologie und Digitalisierung sind dabei wichtige Bestandteile. Nur mit ihrer Hilfe können Austausch und Entwicklung schnell genug erfolgen.

Bei dieser anspruchsvollen Aufgabe hilft es ihm, sich immer wieder sein persönliches Motto zu vergegenwärtigen. „Der gemeinsame Nenner meiner Laufbahn lässt sich zusammenfassen in der Maxime: ‚Dinge müssen zusammenpassen‘. Hier sind es nicht nur Systeme, sondern vor allem Menschen und Kulturen, und zwar sowohl in unseren vielen Abteilungen als auch draußen bei Kunden und Partnern.“