Krisen sorgen für schnellen Wandel. In allen Branchen wird die Kommunikation derzeit zu einer wahren Herausforderung. Topunternehmen aus dem Commerce-Bereich müssen Unmengen von Inhalten auf dem neuesten Stand halten, während die zuständigen Teams von zu Hause aus arbeiten. Dabei haben Sie und Ihr Content-Team vielleicht das Gefühl, nicht schnell genug reagieren zu können. Wenn Sie Ihr Content Management System (CMS) geschickt nutzen, können Sie Ihre Content-Workflows beschleunigen und flexibler gestalten.

Flexibler Content

Commerce-Unternehmen leisten ganze Arbeit, wenn es darum geht, ihren Kunden die benötigten Inhalte zur Verfügung zu stellen. So präsentiert der Kosmetikhändler Lush z. B. gut sichtbare Links zu COVID-19-Informationen auf seiner Website. Außerdem können Besucher der Website über die Startseite einen Artikel zum richtigen Händewaschen aufrufen. Hier erfahren sie sogar mehr über die Wirkungsweise von Seife. 

Der Bekleidungshändler Hot Topic verwendet ein Banner auf seiner Startseite, um auf häufig gestellte Fragen zum Coronavirus hinzuweisen, in denen es u. a. um Ladenschließungen und Produktrückgaben geht. Und auf den Produktseiten findet man Informationen zu den verfügbaren Kleidergrößen und den Verkaufszahlen beliebter Artikel. So verkauft sich z. B. dieser Kapuzenpullover besonders gut. Die Firma Madewell verfolgt einen ähnlichen Ansatz: Hier findet man auf der Startseite Links mit Informationen zu Ladenschließungen sowie zu Versand- und Umtauschmöglichkeiten. Und Kunden, die bislang nur persönlich eingekauft haben, erhalten im Handumdrehen Informationen zum Online-Shopping bei diesem Unternehmen. 

Content-Workflows unter Druck

Hinter den Kulissen haben viele Commerce-Teams Schwierigkeiten, mit dem Bedarf an neuen Inhalten mitzuhalten. Marketingfachleute, PR-Mitarbeiter und Händler haben mehr mitzuteilen als je zuvor, und Genehmiger auf Führungsebene müssen mehr Inhalte prüfen. Sie müssen dafür sorgen, dass ihren Kunden stets die aktuellsten Informationen zu Produkten sowie zu Versand- und Umtauschmöglichkeiten zur Verfügung stehen.

Die Veröffentlichung dieser Inhalte – selbst relativ einfacher aktualisierter Rückgabebedingungen – erfordert unter Umständen zahlreiche Einzelschritte und Genehmigungen. Versuchen Sie in Krisenzeiten, zu schnell zu viele Schritte auf einmal zu machen? Optimieren Sie einfach einige CMS-basierte Prozesse zur Erstellung und Veröffentlichung von produkt- und kundenorientiertem Content. Diese fünf Tipps helfen Ihnen dabei:

1. Lassen Sie den Content von den richtigen Mitarbeitern aktualisieren

Wer den Content erstellt, sollte ihn auch aktualisieren können. Zeigen Sie den Mitarbeitern, wie das mit dem CMS funktioniert, und unterstützen Sie sie mit den entsprechenden Genehmigungsprozessen und Workflows. Verringern Sie die Anzahl der Mitarbeiter, die kleinere Änderungen genehmigen müssen. Haben Sie Mitarbeiter, die für das Korrekturlesen der Inhalte auf Ihrer Staging-Website zuständig sind, bevor sie endgültig veröffentlicht werden? Wenn ja, sollten Sie diesen Ansatz beibehalten, denn so lassen sich mit wenig Zeitaufwand Fehler ausfindig machen.

2. Vereinfachen Sie das Design der Produktseite und die Aktualisierungsabläufe

Sehen Sie sich das Design Ihrer Produktseite und Ihre Aktualisierungsabläufe etwas genauer an. Möglicherweise erkennen Sie dabei, dass hier ein ständiger, mehrstufiger Austausch zwischen Händlern und Front-End-Entwicklern stattfindet. Suchen Sie nach Möglichkeiten, die Anzahl solcher Übergaben zu minimieren. Wenn möglich, sollten die Produktteams vorlagenbasierte Seiten oder Seitenkomponenten eigenständig im CMS aktualisieren.

3. Sorgen Sie für eine kanalübergreifende Wiederverwendung von Inhalten

Ihr CMS unterstützt möglicherweise die Veröffentlichung von Inhalten über mehrere Kanäle, und vielleicht schöpfen Sie diese Möglichkeit nicht voll aus. Mit der Wiederverwendung von Inhalten (wie z. B. Bannern in Ihrer Storefront und in E-Mails) sparen Sie jede Menge Zeit – vor allem, wenn Sie zügig mit Ihren Kunden kommunizieren müssen.

4. Halten Sie mitarbeiterorientierte Inhalte auf dem neuesten Stand

Auch Ihr Team muss bei den neuesten Entwicklungen auf dem Laufenden sein. Daher sollten Ihre HR- und Schulungsteams die Möglichkeit haben, Inhalte eigenständig zu aktualisieren. Dieses Beispiel von NOW TV macht deutlich, wie das Vereinfachen des Prozesses zur Erstellung von Schulungsinhalten die interne Interaktion fördert.

5. Geben Sie aktuelle und relevante Berichte und Fachkenntnisse an Ihre Kunden weiter

Ebenso wie Party City in dieser Sammlung spaßiger Ideen für die Familie zu Hause können Sie Informationen teilen, die keinen Bezug zu Transaktionen haben. Ihr Blog ist dafür genau der richtige Ort – vor allem, wenn die richtigen Mitarbeiter die Inhalte aktualisieren können. Vielleicht können Sie Ihr Ladenpersonal über ein Online-Tutorial im Verfassen von Blogs schulen? Ihre Content-Lektoren können Mitarbeiter unterstützen, die von zu Hause aus Beiträge posten möchten.

Reduzieren der CMS-Komplexität

Wenn Ihr Content mehrere CMS durchläuft oder die Veröffentlichung einen Front-End-Entwickler erfordert, sind Sie vielleicht der Ansicht, dass die oben genannten Schritte nicht für Sie gelten. Das tun sie aber doch – allerdings müssen Sie sie vielleicht ein wenig an Ihre Systeme und Möglichkeiten anpassen. Wenn Sie auch nur einen Genehmigungszyklus eliminieren oder die Wiederverwendung von Inhalten steigern (selbst wenn Sie sie dafür von einem System ins andere kopieren müssen), könnten Sie damit mehrere Tage Zeitaufwand einsparen.

Über den Content kommunizieren Sie mit Ihren Kunden. Je besser Sie mit Ihrem CMS vertraut sind, desto reibungsloser können Sie diese Kommunikation gestalten, und desto schneller lassen sich die Inhalte aktualisieren.

Möchten Sie mehr über die Entwicklung der CMS-Technologie erfahren? Dann lesen Sie den Artikel Was ist ein CMS? 

Und wenn Sie weitere Tipps zum Umgang mit Veränderungen suchen, lesen Sie die anderen Artikel unserer Serie Leading Through Change. Dort finden Sie Vordenker, Tipps und Ressourcen, die Führungskräften helfen, ihr Unternehmen in Krisenzeiten zu managen.