CeBIT-Auftakt: Messe-Highlights aus der Cloud

Ein Gastbeitrag von Frank Feil. Der Blogger - sein eigens Blog heißt Stereopoly - lebt in Pforzheim, hat in Heidelberg Politische Wissenschaft und Anglistik studiert, liebt Technik und ist passionierter Kaffeetrinker.

Gestern hat die CeBIT 2014 ihre Tore für Fachbesucher und Unternehmen aus aller Welt geöffnet – und das schwerpunktmäßig im Zeichen der B2B-Relations. Selbstverständlich ist die Traditionsmesse auch für interessierte Endverbraucher relevant, aber an den Ständen der Hersteller merkt man dann doch recht schnell, dass es vor allem um Geschäftskunden geht.

Alles Gute kommt von oben aus der Cloud

Neben Datability, also der Fähigkeit, große Datenmengen in hoher Geschwindigkeit verantwortungsvoll und nachhaltig zu nutzen, ist die Zukunft des Cloud Computings eines der Top-Themen auf der CeBIT 2014.

Die Entwicklung dieses IT-Trends ist sehr dynamisch und unterliegt einem ständigen Wandel. Schon heute nutzen 90 Prozent aller Internetnutzer – bewusst oder unbewusst – Cloud-Dienste. Genau aus diesem Grund ist es wichtig, dass auf Kundenseite ein Bewusstsein für diese Dienste geschaffen wird, und Unternehmen sich das volle Potenzial des „Internet of Things“ beziehungsweise des „Internet of Customers“ zunutze machen.

Künftig wird alles vernetzt sein: Fernseher, Staubsauger, Kühlschränke, Autos – und natürlich wir Menschen. Laut aktuellen Prognosen soll es im Jahr 2020 rund 50 Milliarden mit dem Internet verbundene Dinge geben. Kein Wunder also, dass auf der diesjährigen CeBIT so gut wie alle Aussteller bei ihren Neuheiten in irgendeiner Form auf Wissen aus der Cloud zurückgreifen.

Unterwegs in den Hallen der CeBIT 2014

Graphic Recording
Die Frage nach den Messe-Highlights lässt sich immer nur schwer beantworten, da persönliche Präferenzen dabei stets eine wichtige Rolle spielen. Mit Sicherheit einen Blick  wert ist Audis Simulationsmodell „James 2025“ in Halle 2. Es zeigt, wie das pilotierte Fahren der Zukunft aussehen kann. Dabei werden digitale Fahrinfos – natürlich auch aus der Cloud – auf einem ausfahrbaren Bildschirm eingeblendet. Spannend wird es dann, wenn man das pilotierte Fahren aktiviert: Das Lenkrad faltet sich zusammen, Cupholder fahren aus und das Infotainmentsystem lässt sich per Gestensteuerung berührungslos bedienen. Knight Rider hätte Bauklötze gestaunt.

Audi

In Halle 9 erwartet die CeBIT-Besucher ein Traktor von John Deere, denn auch Landmaschinen sind inzwischen vernetzt und nutzen das Wissen aus der Cloud zur Optimierung von landwirtschaftlichen Ernteprozessen. Ändert sich beispielsweise das Wetter während einer Erntekampagne, werden sofort alle beteiligten Maschinen informiert und die Einsatzpläne computergesteuert optimiert. Im Schadensfall kann sich der Traktor sogar selbstständig entsprechende Ersatzteile bestellen. Smartphones und Tablets sind in das System natürlich ebenfalls integriert.

DJI-Phantom
Eine Reise in die echten Wolken können Hobbypiloten und Technikbegeisterte in Halle 14 am Stand von DJI unternehmen, wo das auf Drohnen spezialisierte Unternehmen den Phantom 2 Vision zeigt. Der Quadrocopter kann Videos in FullHD und Fotos mit bis zu 14 Megapixeln aufnehmen – und sich bis zu 300 Meter vom Piloten entfernen. Spaß für Jung und Alt garantiert!

Am Stand von salesforce.com das Potenzial der Cloud entdecken

Wer hingegen die virtuelle Wolke erkunden möchte, sollte seine Entdeckungsreise am Stand von salesforce.com in Halle 4 beginnen. Dort kann er sich vor Ort informieren, wie Fertigungs- und Automobilindustrie, Handel und Logistik, mittelständische Unternehmen und Start-ups, die maßgeschneiderten, modularen Salesforce-Lösungen für Vertrieb, Marketing und Kundenservice gewinnbringend einsetzen.

Salesforce-Manufacturing
Beispiele gefällig? Nehmen wir an, jemand kauft im Online-Shop von Nike einen Laufschuh sowie ein Fitnessarmband, und meldet sich zusätzlich auch noch für einen Newsletter an. Nach einigen Monaten fängt er plötzlich an, ungewöhnlich viel zu trainieren – eventuell für einen Marathon. Nike kann nun aus all diesen Informationen eine individuelle Empfehlung generieren – etwa einen für Marathonläufe optimierten Schuh. In einem anderen Anwendungsszenario kann Nike einen unerfahrenen Läufer darüber in Kenntnis setzen, dass sein Laufschuh nach einer bestimmten Anzahl zurückgelegter Kilometer durch einen neuen ersetzt werden sollte.

Wer im Vertrieb tätig ist, bekommt von salesforce.com und seinen Partnern individuelle „Rundum-sorglos“-Pakete, die unter anderem interaktive Apps beinhalten. So lässt sich der Besuch beim Kunden optimal planen und durchführen. Informationen über Produktplatzierungen im Laden (etwa ein Kühlschrank von Coca Cola) können in Echtzeit an die jeweiligen Unternehmen übermittelt und basierend auf konkreten Daten Empfehlungen zur Gewinnoptimierung ausgesprochen werden. Alle Informationen laufen zentral in der Salesforce Cloud zusammen, werden dort ausgewertet, und sind immer und überall mit einem Klick grafisch aufbereitet abrufbar.

Salesforce-Social-Command
Das waren nur zwei kurze Beispiele aus dem Portfolio von salesforce.com. Wer weitere Anwendungsszenarien kennenlernen oder mehr über die eben beschriebenen erfahren möchte, hat dazu noch bis Freitag auf der CeBIT 2014 Gelegenheit.