Leitfaden zu heterogenen Daten
Heterogene Daten sind Informationen, die über inkompatible Systeme verteilt gespeichert sind und Datensilos bilden, die eine einheitliche Analyse und Erkenntnisgewinnung erschweren.
Heterogene Daten sind Informationen, die über inkompatible Systeme verteilt gespeichert sind und Datensilos bilden, die eine einheitliche Analyse und Erkenntnisgewinnung erschweren.
Ein aktueller Forschungsbericht zeigt, dass weniger als die Hälfte (49 %) der Führungskräfte zuverlässig verwertbare Erkenntnisse aus ihren Daten gewinnen kann. Eine erhebliche Wachstumschance bleibt damit ungenutzt.
Ein Problem, mit dem viele Unternehmen zu kämpfen haben, sind heterogene Daten. Selbst wenn die zugrundeliegenden Daten korrekt sind, können heterogene Daten verhindern, dass Sie einen einheitlichen Blick auf die Abläufe in Ihrem Unternehmen oder auf Ihre Kundschaft erhalten, und erschweren so fundierte Datenanalysen und KI-gestützte Erkenntnisse.
Heterogene Daten sind Daten, die in verschiedenen Systemen, Datenbanken oder an verschiedenen Orten vorliegen, die nicht miteinander verbunden sind oder kommunizieren. So können beispielsweise Transaktionsdaten Teil eines ERP-Systems sein, während Kundendaten in einem Customer Data Platform (CDP) gespeichert sind. Ein weiteres Beispiel: Die Daten Ihrer Lieferanten befinden sich in deren Systemen, während die Daten Ihres Unternehmens innerhalb Ihrer eigenen „Unternehmensgrenzen“ verwaltet werden. Daten, die über inkompatible Systeme verstreut sind, weisen häufig unterschiedliche Strukturen, Schemata und Qualitätsstandards auf, was eine einheitliche Auswertung erheblich erschwert.
Datenheterogenität kann Unternehmen vor Herausforderungen stellen, wenn sie eine einheitliche Sicht auf ihre Abläufe, Kundschaft, Patienten und Stakeholder gewinnen wollen. Im Folgenden erfahren Sie, welche Unternehmensbereiche und Fähigkeiten durch heterogene Daten beeinträchtigt werden können.
Heterogene Daten können Integrationsprozesse erschweren, technische Schulden aufbauen und zu Datenkonsistenzproblemen führen.
Isolierte Systeme sind häufig Legacy-Systeme, die vor Jahrzehnten mit veralteten Technologien und proprietären Formaten entwickelt wurden. Diese Systeme wurden nicht für die Kommunikation miteinander konzipiert und verfügen oft über keine APIs für den Datenaustausch. Außerdem speichern sie Daten häufig in veralteten Datenbanken oder Flat Files und nutzen proprietäre Programmiersprachen, die Fachkräfte mit speziellem Know-how erfordern.
Die Pflege dieser isolierten Systeme ist nicht nur technisch anspruchsvoll, sondern auch kostspielig. IT-Fachkräfte, die mit alten Programmiersprachen wie COBOL vertraut sind, sind schwer zu finden und teuer in der Einstellung. Hinzu kommen laufende Lizenz- und Supportkosten der Softwareanbieter.
Wenn verschiedene Systeme dieselben Daten speichern, kann das zu Konsistenzproblemen führen. So könnte ein System einen „aktiven Kunden“ als jemanden definieren, der in den letzten 90 Tagen einen Kauf getätigt hat, während ein anderes System einen Schwellenwert von 365 Tagen verwendet. Widersprüchliche Definitionen und Validierungsregeln erzeugen Inkonsistenzen beim Zusammenführen von Daten und sorgen für Verwirrung darüber, welche Version der Wahrheit korrekt ist.
Wenn die isolierten Systeme, in denen Ihre Daten gespeichert sind, Legacy-Systeme sind, haben sie höchstwahrscheinlich Skalierbarkeitsprobleme. Diese Systeme sind nicht in der Lage, das stetig wachsende Datenvolumen oder die heutigen Verarbeitungsanforderungen problemlos zu bewältigen, ohne dass es zu Performance-Einbußen oder vollständigen Ausfällen kommt. Ihre starre Architektur lässt beispielsweise keine einfache Erweiterung um zusätzliche Server zu, sodass Sie entweder die schlechte Performance in Kauf nehmen oder in teure Hardware-Upgrades investieren müssen.
Einheitliche Data-Governance-Richtlinien über mehrere Systeme hinweg aufrechtzuerhalten ist komplex. Jedes System kann unterschiedliche Sicherheitskontrollen, Datenaufbewahrungsregeln und Zugriffsberechtigungen haben, die Sie manuell synchronisieren müssen, wenn Sie unternehmensweite Governance-Richtlinien einführen möchten.
Datenredundanz erhöht zudem die Sicherheitsrisiken. Mehrere Systeme schaffen mehr potenzielle Angriffsflächen und erhöhen die Wahrscheinlichkeit von Sicherheitsverletzungen, da veraltete Sicherheitsprotokolle im Einsatz sein können.
Sobald Ihr Unternehmen beschlossen hat, heterogene Daten zu vereinheitlichen, stehen mehrere Technologieoptionen zur Auswahl. Die richtige Wahl hängt von der gewünschten Zielarchitektur, den Kosten, der Implementierungsdauer und den verfügbaren Ressourcen ab.
Integrationsplattformen können eine Verbindung zu heterogenen Datenquellen herstellen, Daten aufnehmen, in ein einheitliches Format transformieren und an Zielorte wie Geschäftsanwendungen oder Werbeplattformen übermitteln. Einige Integrationsplattformen verfügen über vorgefertigte Konnektoren, mit denen Sie einheitliche Ansichten Ihrer Daten erstellen können, ohne eigene APIs oder Code zu entwickeln.
Zero Copy ist eine Technik, mit der Sie auf Daten an ihrem ursprünglichen Speicherort zugreifen können, ohne sie zu verschieben oder zu duplizieren. Die wichtigsten Vorteile dieses Ansatzes: Er eliminiert die Kosten für das Verschieben von Daten und kann die Effizienz erheblich steigern.
Extract, Transform, Load (ETL) und Extract, Load, Transform (ELT) sind Prozesse, die Daten aus Quellsystemen entnehmen und in ein Zielsystem überführen. Der Unterschied liegt im Zeitpunkt des Aufbereitungs- und Validierungsschritts: Beim ETL-Prozess erfolgt dieser vor dem Laden, während ELT die Deduplizierung der Daten erst nach dem Laden im Zielsystem vornimmt.
Master Data Management (MDM) erstellt und pflegt eine einzige verlässliche Datenquelle für Entitäten wie Kundschaft, Produkte und Mitarbeitende. MDM beseitigt Duplikate und löst Datenkonflikte auf, sodass alle in Ihrem Unternehmen jederzeit Zugriff auf die aktuellsten und saubersten Daten haben.
Cloud-Lösungen können Probleme mit heterogenen Daten reduzieren, aber nicht vollständig beseitigen. Heterogene Daten einfach in die Cloud zu verlagern, löst weder Unterschiede in Datenformaten noch schafft es eine einheitliche Datenarchitektur – hier kommt Ihre Datenstrategie ins Spiel.
So hilft die Cloud:
Bevor Sie damit beginnen, isolierte Datensysteme zu beseitigen, sollten Sie sich einen Überblick über die verfügbaren Ressourcen und deren Kompetenzen verschaffen. Nachfolgend finden Sie eine kurze Übersicht der häufig benötigten Fähigkeiten.
Unternehmensdaten bieten enormes Potenzial, aber nur, wenn sie vereinheitlicht sind.
Data 360 verbindet sich direkt mit Plattformen wie Snowflake und Databricks, um Ihre heterogenen Daten zu vereinheitlichen und Agentforce eine solide Datenbasis zu geben. Erfahren Sie mehr über Data 360, die weltweit vertrauenswürdigste Datenplattform.
Heterogene Daten sind in nicht verbundenen Systemen oder Datenbanken gespeichert, die häufig unterschiedliche Formate, Strukturen und Qualitätsstandards verwenden. Diese Heterogenität verhindert eine einheitliche Sicht auf die Geschäftsabläufe und erschwert die Analyse von Informationen.
Heterogene Daten werden häufig auch als fragmentierte oder isolierte Daten bezeichnet. All diese Begriffe beschreiben Daten, die auf verschiedene Systeme verteilt sind.
Heterogene Daten verhindern eine einheitliche Sicht auf Ihre Abläufe oder Ihre Kundschaft. Da diese Daten häufig doppelt vorhanden sind, verursachen sie erheblichen Aufwand beim Datenabgleich und liefern keine guten Ergebnisse für KI oder agentische KI. Zudem ist es teurer, mehrere Systeme mit veralteten Architekturen zu betreiben, als eine zentrale Datenplattform zu nutzen oder auf eine Cloud-Lösung zu setzen.
Technologien und Ansätze wie Zero-Copy-Integration, ELT/ETL und Datenintegrationsplattformen helfen Ihnen, heterogene Daten zu reduzieren oder ganz zu beseitigen. Viele zentrale Plattformen enthalten bereits vorgefertigte APIs und Data-Governance-Tools, sodass Sie diese nicht separat beschaffen müssen.