Definition: RPA (Robotic Process Automation)
RPA nutzt softwarebasierte Roboter dafür, Geschäftsprozesse zu automatisieren und Fehlerrisiken zu reduzieren. Dabei handelt es sich nicht um Roboter im physischen Sinne. Sie werden so bezeichnet, weil sie zum Ausführen bestimmter Actions programmiert werden können. Typische Actions sind das Ausfüllen von Formularen, das Extrahieren von Daten und das Verschieben von Dateien.
Stellen Sie sich eine Anwaltskanzlei vor, die eine Datenrecherche für einen Fall durchführt. Anstatt manuell Tausende von Dokumenten aus Hunderten von Datenquellen zu sichten, kann die Kanzlei diesen Prozess automatisieren und so Zeit sowie Kosten sparen.
Prozessautomatisierung kann auch die Leistung von Digital Workers verbessern. Daher wird RPA mitunter als „KI-Automatisierung“ bezeichnet, da es KI-basierte Prozesse ermöglicht.
Dies wirft eine wichtige Frage auf: Ist RPA nur eine weitere Form von KI? Nicht ganz.
Künstliche Intelligenz (KI) bezeichnet Technologien wie Machine Learning (ML), die menschliche Entscheidungsprozesse nachahmen. Genaue Ergebnisse dabei erfordern jedoch qualitativ hochwertige Daten. Enthalten die Datenbanken doppelte Einträge oder Fehler, können die Ergebnisse ungenau sein.
RPA ist eine regelbasierte Software, die ressourcenintensive Aufgaben, wie das Sammeln und Aufbereiten von Daten, automatisiert und damit die Voraussetzungen für den erfolgreichen Einsatz von KI-Tools schafft. Gemeinsam können RPA und KI alles automatisieren, von der Erfassung, Auswertung und Eingabe von Daten bis hin zur Entscheidungsfindung.