Ein Mann, der beim Online-Einkauf zwischen verschiedenen Zahlungsmethoden wählt

Online-Zahlungsmethoden & Bezahlsysteme: der große Leitfaden für Deutschland

Welche Online-Zahlungsmethoden brauchen deutsche Shops? Bezahlverfahren, Gebühren, PSD2 & Sicherheit im Überblick – jetzt den Leitfaden lesen.

Von Sheila Moghaddam Ghazvini, Senior Campaign Manager, Commerce Cloud

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Die wichtigsten Zahlungsmethoden im Vergleich

Die folgende Übersicht zeigt die verbreitetsten Bezahlverfahren für den deutschen Markt mit Blick auf Beliebtheit, typische Gebühren, Zahlungssicherheit für Händler und den Umgang mit Retouren.

Zahlungsmethode
Beliebtheit in Deutschland
Typische Gebühren
Zahlungssicherheit für Händler
Umgang mit Retouren / Rückbuchungen
Kauf auf Rechnung Sehr hoch Mittel bis hoch (bei Absicherung über PSP)

Gering (Ausfallrisiko), hoch mit Zahlungsgarantie
Einfach: Gutschrift oder Teilbetrag
SEPA-Lastschrift Hoch Niedrig Mittel (Rückbuchung bis 8 Wochen möglich) Rückbuchung durch Kund:in möglich
PayPal / E-Wallets Sehr hoch Mittel
Hoch (sofortige Bestätigung)

Rückerstattung über Anbieter
Giropay / Sofort (Klarna) Mittel bis Hoch Mittel Mittel bis hoch (mit 3-D Secure) Rückbuchung (Chargeback) möglich

Kredit- und Debitkarten
Mittel 2–3 % pro Transaktion Mittel bis hoch (mit 3-D Secure) Rückbuchung (Chargeback) möglich
Vorkasse Niedrig (rückläufig) Niedrig Sehr hoch Rücküberweisung durch Händler
Nachnahme Niedrig Hoch Hoch Selten, aufwendiger
BNPL Mittel (steigend) Mittel bis hoch Hoch (Anbieter übernimmt Risiko) Über Anbieter geregelt

Sheila Moghaddam Ghazvini

Senior Campaign Manager, Commerce and Marketing Cloud

Als Senior Marketing Manager Campaigns verantwortet Sheila bei Salesforce Deutschland die Kampagnen für die Marketing und Commerce Cloud. Sie setzt Schwerpunkte in den Bereichen Demand-Generation, Partner- und Social-Media-Marketing. Sheila bringt umfassende Erfahrungen im B2B-Marketing aus ihrer langjährigen Marketingtätigkeit in diversen mittleren und großen SaaS-Software-Unternehmen ein.

Häufig gestellte Fragen zu Online-Zahlungsmethoden

Zu den beliebtesten Zahlungsarten in Deutschland zählen Kauf auf Rechnung, PayPal und andere digitale Bezahldienste sowie die SEPA-Lastschrift. Ergänzt werden sie durch Giropay, Sofort (Klarna), Kreditkarten und zunehmend BNPL-Angebote. Kreditkarten spielen eine kleinere Rolle als in vielen anderen Märkten.

Eine Zahlungsmethode ist das Verfahren, mit dem Kund:innen bezahlen (z. B. Lastschrift oder Kreditkarte). Ein Payment-Gateway ist die technische Schnittstelle, die Zahlungsdaten sicher überträgt. Ein Payment Service Provider (PSP) bündelt mehrere Zahlungsmethoden und übernimmt die Abwicklung über eine einzige Integration.

Einige Plattformen verzichten auf Einrichtungsgebühren, die meisten erheben jedoch eine Bearbeitungsgebühr pro Transaktion. Die Gebühren variieren je nach Anbieter und Zahlungsart – bei Kreditkarten fallen in der Regel 2–3 % an, während SEPA-Lastschrift und Überweisung oft günstiger sind.

In Deutschland gibt es zahlreiche Alternativen: Kauf auf Rechnung, SEPA-Lastschrift, PayPal und andere digitale Bezahldienste, Giropay, Sofort, Vorkasse, Nachnahme sowie Prepaidkarten und BNPL. Damit lassen sich Einkäufe bequem auch ohne Kreditkarte abschließen.

Maßgeblich sind die EU-Zahlungsdiensterichtlinie PSD2 mit der starken Kundenauthentifizierung (SCA), die DSGVO für den Datenschutz und der PCI DSS für die sichere Verarbeitung von Kartendaten. Aufsichtsbehörden sind unter anderem die BaFin und die Europäische Bankenaufsichtsbehörde (EBA). Bei Rechtsfragen sollten Sie eine fachkundige Beratung hinzuziehen.

Achten Sie auf eine verschlüsselte Verbindung (HTTPS mit Schloss-Symbol), geprüfte Gütesiegel wie Trusted Shops, ein vollständiges Impressum sowie transparente AGB. Zahlungsarten mit Käuferschutz wie PayPal oder Kauf auf Rechnung bieten zusätzliche Sicherheit.