Was ist Unified Commerce?
Unified Commerce ist ein Einzelhandelskonzept, das alle Vertriebskanäle – online, stationär und mobil – miteinander verbindet, um Kund:innen ein reibungsloses Einkaufserlebnis zu bieten.
Unified Commerce ist ein Einzelhandelskonzept, das alle Vertriebskanäle – online, stationär und mobil – miteinander verbindet, um Kund:innen ein reibungsloses Einkaufserlebnis zu bieten.
Von Karly Cyr, Senior Director, Product Marketing, Commerce Cloud
Isolierte Systeme sind für Unternehmen mehr als nur ein Ärgernis – sie sind ein echtes Risiko. Schlechte Customer Experiences führen zu Verlusten bei Umsatz, Kundenbindung und Vertrauen. Ein Beispiel: Ungenaue Angaben zu Liefer- und Abholzeiten. Die Unfähigkeit, einfache und unkomplizierte Retouren und Umtauschmöglichkeiten anzubieten (z. B. „Online kaufen, im Laden zurückgeben“). Die Lösung: Unified Commerce.
Unified Commerce macht konsistente, kanalübergreifende Einkaufserlebnisse möglich. Mit einer Unified-Commerce-Plattform vernetzen Sie digitalen Handel, Point of Sale (POS) und Auftragsverwaltung zentralisiert. Echter Unified Commerce ist sowohl eine Unternehmensstrategie als auch ein Technologie-Stack. Hier lesen Sie alles, was Sie über diesen Ansatz wissen müssen.
Unified Commerce bietet Ihnen einen präzisen, stets aktuellen 360-Grad-Überblick über alle Aspekte des Handels. Sie erhalten eine ganzheitliche Sicht auf Kund:innen, Bestellungen und Bestände – alles an einem Ort, ohne zwischen verschiedenen Tools wechseln zu müssen. Unified Commerce ist sowohl eine Unternehmensstrategie als auch ein technologischer Ansatz, der digitalen Handel, Point of Sale und Auftragsverwaltungssysteme in einer einzigen Plattform vereint. Anstatt mit einem Flickenteppich aus Systemen zu arbeiten, die kaum miteinander kommunizieren und Informationen oft nur nachträglich abgleichen können, bündelt Unified Commerce alles in Echtzeit unter einem Dach. Für fundierte geschäftliche Entscheidungen und eine herausragende Customer Experience ist Unified Commerce ein echter Gamechanger. Kein Wunder also, dass die Investition in eine Unified-Commerce-Strategie
für CIOs im Einzelhandel oberste Priorität hat.
Im Grunde genommen können Sie Unified Commerce als einen Geschäftsansatz betrachten, der drei verschiedene Säulen des Handels auf einer einzigen Plattform zusammenführt.
Eine Unified-Commerce-Plattform synchronisiert Lagerbestand, Produktinformationen, Verkaufsdaten, Kundenpräferenzen, Preise und weitere geschäftsrelevante Details. Statt mühsam Erkenntnisse aus mehreren isolierten Datensätzen zusammenzuführen, können Sie mit einem einheitlichen Ansatz leichter Maßnahmen anhand Ihrer Daten ergreifen.
Omnichannel-Commerce ist ein Ansatz, bei dem neue Shopping-Kanäle hinzugefügt werden, sobald sie beliebt sind – ob im stationären Handel oder über Websites, Apps, Social Selling und Livestream-Plattformen. Das Hauptziel von Omnichannel ist es, Ihre Kund:innen dort zu erreichen, wo sie sich aufhalten, wo sie stöbern oder einkaufen möchten.
Unified Commerce ist hingegen von Grund auf als einheitliches System konzipiert – oder so eng integriert, dass es praktisch dasselbe ist. Es schafft eine zentrale Sicht auf Kund:innen und Geschäftsabläufe, indem es alle Kanäle und Backend-Systeme auf einer gemeinsamen Basis miteinander verknüpft.
Unified Commerce bietet sowohl für Unternehmen als auch für Kund:innen zahlreiche Vorteile. Das sind die wichtigsten:
Wenn Sie neben digitalen Vertriebskanälen auch stationäre Geschäfte haben, kann es schwierig sein, die Einkaufserfahrungen einheitlich zu gestalten. Viele Unternehmen müssen Online- und physische Kanäle als getrennte Geschäftsbereiche behandeln. Mit Unified Commerce lassen sich Online- und stationäre Abläufe, Daten, Lagerbestände und Umsätze wesentlich einfacher zusammenführen. Der Ansatz schließt die Lücke zwischen digitalen und stationären Erlebnissen, sodass Kund:innen über verschiedene Touchpoints nahtlos mit Ihrer Marke interagieren können.
Aus operativer Sicht schafft Unified Commerce mehr Effizienz, indem es Daten vernetzt und eine einzige Single Source of Truth bereitstellt. Lagerbestände, Kundenprofile und Transaktionshistorien werden kanalübergreifend sofort aktualisiert – für mehr Transparenz und Kontrolle. Das bedeutet konkret:
Letztendlich verbessert Unified Commerce nicht nur die Customer Experience, sondern steigert auch die betriebliche Effizienz und die Rentabilität Ihres Unternehmens.
Die Investition in Unified Commerce ist eine hervorragende Möglichkeit, Ihre Prozesse zu zentralisieren – doch die Einführung kann komplex sein. Zu den häufigsten Herausforderungen zählen:
Technologische Integration
Die Implementierung von Unified Commerce erfordert eine sorgfältige Planung, maßgeschneiderte Integrationen und oft eine umfangreiche Neustrukturierung bestehender Backend-Systeme. Die Zusammenarbeit mit einem Commerce-Plattform-Partner, dessen Systeme sich einfach über APIs integrieren lassen, erleichtert den Prozess erheblich. Ein Pluspunkt ist es, wenn Ihr Partner über Konnektoren und vorgefertigte Integrationen für Bereiche wie Auftragsverwaltung, Point of Sale und digitalen Handel verfügt. Dann ist die Einrichtung deutlich schneller und unkomplizierter.
Einheitliche Customer Experience
Der Einsatz vielfältiger Vertriebskanäle erhöht die operative Komplexität, wenn es darum geht, an allen Touchpoints ein einheitliches Erlebnis zu bieten. Während des Verkaufs besteht ein erhöhtes Risiko für uneinheitliche Preisgestaltungen, ungenaue Angaben zur Produktverfügbarkeit oder Benutzeroberflächen, die nicht den Erwartungen entsprechen. Eine Unified-Commerce-Plattform, die Echtzeitdaten aus Backend-Systemen mit den Headless-Commerce-Lösungen Ihrer Wahl verbindet, sorgt kanalübergreifend für ein überzeugendes Markenerlebnis.
Kosten und Ressourcenplanung
Eine Unified-Commerce-Strategie erfordert finanzielle Investitionen in neue Technologien sowie die Schulung von Mitarbeiter:innen und die Abstimmung von Geschäftsprozessen. Der richtige Anbieter kann diese Risiken minimieren – durch optimierte Technologiekosten und Best Practices im Kostenmanagement. Mit gezielten Schulungs- und Prozessressourcen können Sie Lücken schließen und Ihr Team darauf vorbereiten, Unified-Commerce-Technologien an jedem Punkt der Customer Journey optimal einzusetzen.
Organisatorisches Änderungsmanagement
Die Einführung von Unified Commerce erfordert häufig neue Workflows, funktionsübergreifende Zusammenarbeit sowie veränderte Rollen und Verantwortlichkeiten im Team. Widerstand gegen Veränderungen oder mangelnde Schulung können die Akzeptanz verlangsamen und die Wirksamkeit des Systems mindern. Um einen reibungslosen Übergang zu gewährleisten, sollten Sie frühzeitig planen und analysieren, wie sich Unified Commerce auf die einzelnen Teams auswirken wird – und eventuelle Widerstände vorhersehen. Mit einem detaillierten Change-Management-Plan können Sie Risiken minimieren, die Produktivität steigern und Ihre Mitarbeiter:innen von Anfang an einbinden.
Erfahren Sie, was sie sonst noch über Prioritäten, Pläne und Herausforderungen im Jahr 2025 und darüber hinaus zu sagen hatten.
Generative KI-Tools und weitere innovative E-Commerce-Funktionen ermöglichen Automatisierung, Optimierung und Skalierbarkeit mit einer bisher unerreichten Leichtigkeit und Geschwindigkeit. Diese Innovationen gestalten das gesamte Einkaufserlebnis neu – von der Kundengewinnung über die Conversion bis hin zur Kundenbindung.
Doch Ihre KI-Tools und -Funktionen sind nur so gut wie die Plattform, auf der Sie sie entwickeln und implementieren. Erfolg im zukünftigen Handel hängt von einer umfassenden, einheitlichen E-Commerce-Plattform ab, die Agilität und Innovation fördert – ohne die Gesamtbetriebskosten in die Höhe zu treiben.
KI hat das Potenzial, sowohl die Abläufe im Einzelhandel als auch die Customer Experience grundlegend zu verändern. In der Praxis nutzen Einzelhändler, die KI in ihre Unified-Commerce-Plattform integrieren, eine dynamische Preisgestaltung und stützen sich auf Vorhersagemodelle zur Inventarverwaltung und zur Senkung der Lagerhaltungskosten. Außerdem setzen sie generative KI ein, um Verkaufs- und Marketingtexte zu erstellen, die die aktuellen Kundenpräferenzen widerspiegeln. Gleichzeitig verändert KI die Customer Experience durch datengestützte Produktempfehlungen, gezielte Angebote und Rabatte sowie KI-gestützte Chatbots, die von der Beantwortung von Produktfragen bis zur unkomplizierten Abwicklung von Retouren alles übernehmen können. Wenn neue Technologien mit Unified-Commerce-Plattformen verknüpft werden und auf Echtzeit-Daten basieren, können sie Umsatz, Kundenerlebnis und operative Effizienz spürbar steigern.
Sobald Sie eine Unified-Commerce-Strategie und die passende Denkweise übernommen haben, sollten Sie eine Plattform wählen, mit der Sie Ihre Vision verwirklichen können. Dabei sollten Sie die spezifischen Anforderungen und Ziele Ihres Unternehmens berücksichtigen.
Wenn Sie die richtigen Fragen stellen, finden Sie eine Unified-Commerce-Lösung, die aktuelle technologische Anforderungen erfüllt und mit Ihrem Unternehmen mitwächst. Folgende Faktoren sollten Sie berücksichtigen:
Letztendlich steht Unified Commerce für Transformation – für das Kundenerlebnis und die Abläufe in Ihrem Unternehmen. Es handelt sich um mehr als nur ein Technologie- oder Plattform-Upgrade – es ist eine strategische Neuausrichtung, die Ihnen in allen Unternehmensbereichen echte, messbare Vorteile verschafft.
Unified Commerce schafft ein einheitliches, nahtloses Erlebnis an allen Touchpoints Ihrer Kund:innen – online wie offline –, indem Geschäftssysteme (wie E-Commerce, Point of Sale im stationären Handel und Auftragsverwaltung) sowie Daten auf einer einzigen Plattform zusammengeführt werden.
Während sich Omnichannel auf eine konsistente Customer Experience über alle Kanäle hinweg konzentriert, geht Unified Commerce noch weiter und nutzt eine einzige Plattform, um Datensilos zu beseitigen und die Verwaltung von Abläufen über digitale und physische Erfahrungen hinweg zu vereinfachen.
Zu den Vorteilen zählen eine umfassende 360-Grad-Sicht auf Ihre Kund:innen, mehr operative Effizienz, genaue Bestandsdaten in Echtzeit, eine verbesserte Personalisierung und optimierte Vertriebsprozesse.
Eine zentrale Unified-Commerce-Plattform ist entscheidend – sie integriert ERP, CRM, Inventarverwaltung, Auftragsverwaltung, Point of Sale (POS) und E-Commerce-Systeme.
Unified Commerce ermöglicht Kundenerlebnisse wie „online kaufen und im Geschäft zurückgeben“, die Online-Prüfung des stationären Warenbestands und personalisierte Angebote basierend auf allen Interaktionen.
Zu den Herausforderungen zählen die Integration von Legacy-Systemen, die Bewältigung komplexer Datenmigrationen, die Sicherstellung der organisatorischen Abstimmung und die Anfangsinvestition in eine umfassende Plattform.
Echtzeitdaten gewährleisten genaue Lagerbestände, Kundenprofile und Bestellstatus über alle Kanäle hinweg – so können Unternehmen sofort fundierte Entscheidungen treffen und ihre Kund:innen effektiv bedienen.
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