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Abbildung der Bestandteile eines Vertriebsprozesses als Bereiche einer Vertriebsanwendung

Die drei wichtigsten Vertriebskanäle

Screenshot eines Sales-Dashboards mit Verkaufschancen neben dem Salesforce-Maskottchen Zig, dem Zebra.
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Häufige Fragen zu Vertriebskanälen

Ein Vertriebskanal bezeichnet den Weg, über den ein Unternehmen seine Produkte oder Dienstleistungen an ihre Kund:innen veräußert. Die Abwicklung kann auf drei Wegen erfolgen: direkt, also im eigenen Geschäft, indirekt, über Partner oder Händler, oder online, beispielsweise über einen Online-Shop.

Der richtige Vertriebskanal hängt von mehreren Faktoren ab: Zunächst sollten Sie Ihre Unternehmensziele definieren und prüfen, welche Kanäle diese am besten unterstützen. Analysieren Sie Ihr Produkt – komplexe oder hochpreisige Güter eignen sich häufig für den Direktvertrieb, während standardisierte Produkte auch über Online-Shops oder Marktplätze verkauft werden können. Wichtig ist außerdem, wo Ihre Zielgruppe einkauft und wie sie angesprochen werden möchte. Ergänzend sollten Sie die Kosten und Ressourcen berücksichtigen, die für den Aufbau und die Pflege eines Kanals erforderlich sind. Ein kleiner Testlauf mit ausgewählten Kanälen kann helfen, Erfahrungen zu sammeln, bevor Sie langfristig investieren.

Die Kombination mehrerer Kanäle ist sinnvoll, wenn diese sich gegenseitig ergänzen, anstatt in Konkurrenz zu treten. Wichtig ist eine klare Rollenverteilung: Ein Online-Shop kann beispielsweise für schnelle Bestellungen und internationale Reichweite sorgen, während der Direktvertrieb komplexe Produkte mit persönlicher Beratung verkauft. Klare Preis- und Service-Regeln verhindern dabei Konflikte zwischen den Kanälen.

Unternehmen profitieren von einer Kombination aus digitalen und analogen Vertriebskanälen, da auf diese Weise unterschiedliche Kundengruppen optimal erreicht werden. Digitale Kanäle wie Online-Shops, Social Media oder Apps bieten eine hohe Reichweite, eine hohe Geschwindigkeit und die Möglichkeit der Skalierbarkeit. Dies ist insbesondere für Kund:innen von Vorteil, die flexible und ortsunabhängige Einkaufsmöglichkeiten bevorzugen. Analoge Kanäle wie die persönliche Beratung oder stationäre Geschäfte ermöglichen dagegen einen direkten Kontakt, Vertrauen und eine individuelle Betreuung. Das ist insbesondere bei komplexen und hochpreisigen Produkten von großer Bedeutung sowie häufig auch im B2B-Bereich. Zusammen sorgen beide Ansätze für mehr Sichtbarkeit, eine größere Kundennähe und eine bessere Abdeckung verschiedener Bedürfnisse und Kundengruppen.

Der Erfolg eines Vertriebskanals lässt sich anhand von Kennzahlen messen, etwa über die Conversionrate, den Customer-Acquisition-Cost (CAC) oder den Deckungsbeitrag pro Verkauf. Auch qualitative Faktoren wie Kundenzufriedenheit oder Wiederkaufraten spielen eine Rolle. Ein regelmäßiger Vergleich dieser Daten hilft dabei, schwache Kanäle rechtzeitig zu erkennen.

Kanalkonflikte entstehen, wenn verschiedene Vertriebskanäle um dieselben Kund:innen konkurrieren. Ein Beispiel hierfür ist, wenn ein Partner niedrigere Preise anbietet als der eigene Online-Shop. Abhilfe schaffen hier klare Vereinbarungen zu Preisgestaltung, Zielgruppen und Gebietsaufteilung sowie eine transparente Kommunikation mit allen Beteiligten.