Leitfaden zur Datenarchivierung
Datenarchivierung speichert inaktive Daten langfristig. Erfahren Sie, wie sie funktioniert, warum sie zählt und wie Salesforce sie skalierbar unterstützt.
Datenarchivierung speichert inaktive Daten langfristig. Erfahren Sie, wie sie funktioniert, warum sie zählt und wie Salesforce sie skalierbar unterstützt.
Was passiert mit Ihren Daten, wenn sie nicht mehr benötigt werden, aber nicht gelöscht werden dürfen?
Datensätze wie abgeschlossene Supportfälle, abgelaufene Verträge und alte Transaktionen sind für Audits und Reporting weiterhin wertvoll, gehören aber nicht in Ihren täglichen Arbeitsablauf. Genau dafür gibt es die Datenarchivierung.
In diesem Leitfaden erfahren Sie, wie Archivierung funktioniert, worin sie sich von einem Backup unterscheidet und wie Sie eine Strategie entwickeln, die Compliance, Performance und langfristige Erkenntnisse unterstützt.
Datenarchivierung bezeichnet den Prozess, inaktive oder historische Daten langfristig zu speichern. Sie hilft Ihnen, relevante Daten zu behalten, ohne Ihre aktiven Systeme zu belasten.
Im Gegensatz zu aktiven Daten wird auf archivierte Daten nur selten zugegriffen. Sie werden bei Bedarf abgerufen, etwa für Audits, Compliance-Prüfungen oder als Referenz, und so gespeichert, dass Kosten, Zugänglichkeit und Sicherheit in einem sinnvollen Verhältnis stehen. Archivierung bedeutet nicht nur Entlastung, sondern auch eine strukturierte Organisation von Daten, die Ihre Geschäftsziele unterstützt: mehr Performance, einfacheres Speichermanagement, rechtliche Absicherung und institutionelles Wissen.
Typische Anwendungsfälle für Datenarchivierungslösungen sind:
Indem Sie Archivierung in Ihre übergreifende Data-Lifecycle-Strategie einbinden, steuern Sie Wachstum effizienter und reduzieren das Risiko kostspieliger Überschreitungen oder Compliance-Lücken. Das Ergebnis: ein agileres, besser organisiertes und zukunftsfähiges System.
Datenarchivierung und Backup werden oft in einen Topf geworfen, lösen aber unterschiedliche Probleme. Wer beides verwechselt, riskiert Lücken beim Schutz und bei der Performance.
Ein Backup dient der kurzfristigen Wiederherstellung. Es erstellt eine Kopie des aktuellen Systems, damit sich Daten bei einem Ausfall, einer Störung oder versehentlicher Löschung schnell wiederherstellen lassen. Diese Kopien sind temporär und auf Geschwindigkeit ausgelegt, nicht auf Langlebigkeit.
Die Archivierung hingegen ist auf langfristige Aufbewahrung ausgelegt. Archivierte Daten sind in der Regel inaktiv und müssen nicht schnell wiederhergestellt werden. Sie müssen jedoch jederzeit durchsuchbar, sicher und zugänglich bleiben.
Die wichtigsten Unterschiede im Überblick:
So ist zum Beispiel Salesforce Backup & Recover dafür ausgelegt, verlorene Daten schnell wiederherzustellen. Archivierungsstrategien hingegen ermöglichen es, fertige Datensätze wie abgeschlossene Opportunities oder abgelaufene Verträge zu speichern, ohne das Live-System zu überlasten.
Der klügste Ansatz? Beides kombinieren.
Eine durchdachte Strategie senkt Kosten, sichert wertvolles Wissen und hält Sie für zukünftige Anforderungen gewappnet. Tauchen wir in die Details ein.
Wenn inaktive Daten sich im aktiven System ansammeln, bremst das alle Abläufe aus. Die Archivierung verlagert diese Daten in kostengünstigere Speicherbereiche, reduziert die Abfragelast, beschleunigt die Suche und hält zentrale Prozesse reibungslos am Laufen.
Indem Sie trennen, was Sie jetzt benötigen, von dem, was Sie später vielleicht brauchen, arbeiten Teams schneller – und Systeme bleiben schlanker.
Speicherlimits werden in CRM- oder ERP-Systemen schnell zum Problem. Mit der Archivierung lagern Sie selten genutzte Daten aus, ohne den Zugriff darauf zu verlieren – und vermeiden so teure Überschreitungen und Performance-Einbußen.
Außerdem lassen sich Berichte vereinfachen, indem historische Daten entfernt werden, die Dashboards unübersichtlich machen und Analytics-Tools verlangsamen.
Bestimmte Daten dürfen nicht einfach gelöscht werden – sie müssen aufbewahrt, geschützt und für Audits, rechtliche Anfragen oder regulatorische Compliance abrufbar sein.
Die Archivierung hilft Ihnen, die Anforderungen von Richtlinien wie DSGVO und CCPA zu erfüllen, und stellt gleichzeitig sicher, dass Datensätze auch nach Jahren noch zugänglich sind.
Viele Archivierungslösungen unterstützen Legal Holds, rechtssichere Löschung sowie definierte Aufbewahrungsfristen – allesamt zentrale Bestandteile jeder compliance-orientierten Archivierungsstrategie.
In alten Daten steckt langfristiger Mehrwert. Durch die Archivierung können Sie Kundeninteraktionen, Projektunterlagen und Geschäftsentscheidungen bewahren und Ihren Teams den historischen Kontext liefern, den sie für Prognosen und Leistungsanalysen benötigen.
Statt bei null anzufangen, können Sie zurückblicken, Trends erkennen und auf einem vollständigen Bild der Vergangenheit aufbauen.
Nicht alle Daten müssen live verfügbar sein, aber nicht alle sollten gelöscht werden. Ein durchdachter Archivierungsplan beginnt damit, Datensätze zu identifizieren, die nicht mehr zum Tagesgeschäft gehören, aber nach wie vor rechtlichen, historischen oder strategischen Wert haben.
Typische Beispiele sind:
Für die Archivierung kommen strukturierte Daten infrage, wie CRM-Datensätze, Datenbanktabellen und Transaktionseinträge, aber auch unstrukturierte Daten wie E-Mail-Anhänge, Dokumente und Notizen. Wenn Sie Salesforce nutzen und Daten archivieren möchten, kommen typischerweise infrage:
Die Archivierung dieser Daten hält Ihre Systeme reaktionsfähig und stellt gleichzeitig sicher, dass Informationen, die Ihre Teams oder Prüfinstanzen künftig benötigen könnten, jederzeit verfügbar bleiben.
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Daten zu archivieren bietet langfristige Vorteile. Ohne klaren Plan kann das jedoch schnell zu Komplexität, Verwirrung oder Compliance-Risiken führen. Hier sind einige typische Stolpersteine und wie Sie sie vermeiden:
Mit wachsendem Datenarchiv steigt auch das Risiko der Unübersichtlichkeit. Ohne klare Struktur verliert man schnell den Überblick darüber, was gespeichert ist, warum es gespeichert wurde und ob es längst hätte gelöscht werden sollen.
Die Lösung: Nutzen Sie Metadaten, Tagging und Dashboards, damit Archive durchsuchbar und nach Art, Alter oder Zweck segmentiert bleiben. Bei der Archivierung aus Altsystemen sollten Sie die Migration sorgfältig auf moderne, flexible Speicherlösungen planen, die Indexierung und Automatisierung unterstützen.
Vorschriften wie die DSGVO und der CCPA verlangen mehr als nur das bloße Aufbewahren von Daten. Sie müssen nachweisen können, wie diese Daten verwaltet werden. Das bedeutet: sichere Aufbewahrung und gleichzeitig die Möglichkeit, Daten bei Bedarf zu löschen oder bereitzustellen.
Stellen Sie sicher, dass Ihre Archivierungslösung Audit-Trails, Zugriffsverfolgung und rechtssichere Löschung unterstützt. Tools, die von Grund auf mit Blick auf den Datenschutz entwickelt wurden, helfen dabei, archivierte Datensätze zu schützen und sie bei Bedarf dennoch zugänglich zu machen.
Mit diesen Best Practices für die Datenarchivierung gehen Sie strukturiert und zielgerichtet vor.
Legen Sie fest, welche Daten auf Basis von Geschäftsanforderungen, rechtlichen Verpflichtungen und Compliance-Fristen archiviert, aufbewahrt oder gelöscht werden sollen. Gruppieren Sie Datensätze nach Art, Sensibilität oder erforderlicher Aufbewahrungsdauer.
Definieren Sie klare Regeln, wann Daten ins Archiv verschoben werden, wie lange sie dort verbleiben und wann sie gelöscht werden sollen. Diese Leitlinien sorgen für einheitliches Vorgehen im gesamten Unternehmen und stellen sicher, dass Sie regulatorische Anforderungen erfüllen.
Manuelles Archivieren ist zeitaufwendig und fehleranfällig. Setzen Sie auf Automatisierung, um Daten anhand vordefinierter Auslöser oder Aufbewahrungsfristen zu kennzeichnen, zu verschieben und nachzuverfolgen. So reduzieren Sie Fehler und sparen Zeit bei wiederkehrenden Aufgaben.
Sicherheit spielt ebenfalls eine wichtige Rolle. Stellen Sie beim Testen von Automatisierungs-Workflows sicher, dass keine sensiblen Datensätze offengelegt werden. Tools wie Datenmaskierung helfen dabei, diese Daten in Entwicklungs- und QA-Umgebungen zu schützen.
Archivierte Daten sollten jederzeit auffindbar sein. Nutzen Sie Indexierung, Tagging und Metadaten, damit sich benötigte Informationen schnell finden lassen. Testen Sie Ihren Abrufprozess regelmäßig, insbesondere für sensible Datentypen oder Branchen mit regulatorischen Anforderungen.
Stimmen Sie Löschfristen auf Aufbewahrungsrichtlinien ab und halten Sie die Dokumentation aktuell. Sollten Sie je geprüft werden, müssen Sie nicht nur nachweisen, was Sie gespeichert haben, sondern auch wie und warum.
Verfolgen Sie wichtige Kennzahlen: verbesserte Systemleistung, reduzierter Speicherverbrauch, erfolgreiche Automatisierungsläufe und Zugriffstrends im Archiv.
Ein weiterer Maßstab ist die Compliance-Bereitschaft: Können Ihre Teams angeforderte Daten schnell finden und bereitstellen? Werden die Aufbewahrungsrichtlinien systemübergreifend eingehalten?
Bewerten Sie abschließend den Return on Investment: Stehen die Kosten Ihrer Archivierungslösungen im richtigen Verhältnis zum Nutzen durch Speichereinsparungen, reduzierte Risiken und mehr betriebliche Effizienz?
Nicht alle Archive sind gleich aufgebaut. Je nach Art der verwalteten Daten und Ihren geschäftlichen Anforderungen eignen sich unterschiedliche Ansätze. Hier sind vier gängige Arten von Datenarchivierungslösungen, die Sie in Betracht ziehen sollten:
Diese Methode dient der Speicherung strukturierter Daten aus Systemen wie CRMs, ERPs oder HR-Plattformen und verschiebt inaktive Datensätze, darunter abgeschlossene Opportunities oder veraltete Mitarbeiterprofile, in die Langzeitspeicherung.
Sie verbessert die Performance, indem Live-Daten von historischen Daten getrennt werden. Sie eignet sich ideal für die Archivierung von Transaktionsdaten, die im Tagesgeschäft nicht mehr benötigt werden, aber dennoch aufbewahrt werden müssen.
Diese Art der Archivierung ist für unstrukturierte Daten konzipiert und speichert Dokumente, Tabellen, E-Mail-Verläufe und Anhänge. Sie entlastet primäre Speichersysteme und unterstützt Audits, E-Discovery sowie rechtliche Aufbewahrungspflichten (Legal Hold).
Die meisten Lösungen bieten Indexierungs- und Suchfunktionen, damit Teams auch Jahre später noch das Gesuchte finden.
Cloud-basierte Archivierungsplattformen wie AWS Glacier, Azure Archive oder Google Cloud Storage bieten skalierbare, kostengünstige Optionen mit Fernzugriff und automatisierten Lifecycle-Tools.
On-Premises-Lösungen bieten mehr Kontrolle und können Anforderungen an Datenresidenz oder Sicherheit erfüllen, erfordern jedoch häufig einen höheren Wartungsaufwand. Viele Unternehmen setzen auf Cloud-Speicher, um Infrastrukturkosten zu senken und gleichzeitig langfristige Flexibilität zu bewahren.
Hybride Lösungen kombinieren Cloud- und On-Premises-Speicher, um eine ausgewogene Balance aus Kosten, Performance und Compliance zu erreichen.
Sie eignen sich besonders bei der Migration von Legacy-Infrastrukturen oder wenn regulatorische Anforderungen je nach Region oder Abteilung unterschiedlich sind. Solche Setups stellen sicher, dass archivierte Daten über zentrale Geschäftssysteme zugänglich bleiben, auch wenn sie physisch extern gespeichert sind.
Die Wahl des richtigen Datenarchivierungstools ist genauso wichtig wie die Archivierung selbst und erfordert eine sorgfältige Abwägung verschiedener Schlüsselfaktoren.
Beginnen Sie mit den Grundlagen:
Lösungen wie Salesforce Archive sind darauf ausgelegt, große Datenbestände zu verwalten und dabei Automatisierungs- und Compliance-Ziele zu erfüllen.
Klären Sie vor der Auswahl einer Lösung folgende Punkte:
Mit diesen Fragen lässt sich prüfen, ob eine Lösung sowohl für Ihre betrieblichen als auch für Ihre regulatorischen Anforderungen geeignet ist, jetzt und in Zukunft.
Beginnen Sie mit den Daten, die den größten Effekt erzielen: große Datenmengen, regulierte Datensätze oder kostenintensive Speicherbereiche. Testen Sie Workflows zunächst in einer Test- oder Staging-Umgebung, bevor Sie live gehen.
Legen Sie Rollen, Verantwortlichkeiten und Zugriffsrichtlinien frühzeitig fest. Eine klare Planung im Voraus sorgt für einen reibungslosen Rollout und reduziert Reibungspunkte, wenn Ihre Archivierungsstrategie wächst.
Salesforce bietet verschiedene Optionen, mit denen Sie große Mengen historischer Daten verwalten können, ohne die Systemleistung oder die Compliance zu beeinträchtigen.
Die umfassendste Salesforce-Archivierungslösung: unsere native Datenarchivierungslösung Salesforce Archive. Mit Archive können Sie automatische Archivierungsrichtlinien erstellen, Archivierungsprozesse nahtlos von Anfang bis Ende verfolgen sowie archivierte Daten schnell durchsuchen und abrufen.
Für die Langzeitspeicherung strukturierter, schreibgeschützter Datensätze bieten Funktionen wie Salesforce Big Object eine skalierbare Möglichkeit, Daten innerhalb der Plattform zu archivieren. Archivierungs-Workflows lassen sich mit Salesforce Flow oder benutzerdefinierten Apex -Jobs automatisieren, was eine konsistente Umsetzung bei gleichzeitig geringerem manuellem Aufwand erleichtert.
Drittanbieter-Lösungen auf dem Salesforce AppExchange bieten zusätzliche Flexibilität, ob bei der Integration mit externen Cloud-Speicheranbietern oder bei der Ergänzung erweiterter Funktionen wie richtlinienbasierter Automatisierung oder Tiered Storage.
Erfahren Sie, wie Salesforce-Datenarchivierungstools Ihre Anforderungen an Performance, Compliance und Datenaufbewahrung unterstützen, während Ihr Unternehmen wächst.
Datenarchivierung bezeichnet den Prozess, bei dem inaktive Daten aus dem primären Speicher an einen separaten Langzeitspeicherort verschoben werden. Dies verbessert die System-Performance und senkt Speicherkosten, da aktuelle, aktive Daten jederzeit verfügbar bleiben, während ältere Daten für rechtliche, Compliance- oder historische Zwecke aufbewahrt werden.
Die Datenarchivierung verbessert die System-Performance, indem sie den primären Speicher entlastet, und senkt gleichzeitig die Speicherkosten. Darüber hinaus hilft sie Unternehmen dabei, Compliance- und regulatorische Anforderungen zu erfüllen, indem historische Daten sicher, strukturiert und leicht durchsuchbar aufbewahrt werden.
Datenarchivierungslösungen umfassen Anwendungs- und Datenbankarchivierung für strukturierte Daten sowie Datei- und E-Mail-Archivierung für unstrukturierte Daten. Die Lösungen können Cloud-basiert, lokal oder als hybrider Ansatz eingesetzt werden, der beide Varianten kombiniert, sodass Unternehmen die richtige Balance aus Performance, Kosten und Kontrolle finden.
Für eine erfolgreiche Datenarchivierungsstrategie sollte ein Unternehmen zunächst klare Richtlinien festlegen und die Daten nach Relevanz und Alter strukturieren. Anschließend gilt es, den Archivierungsprozess zu automatisieren, sicherzustellen, dass archivierte Daten durchsuchbar und prüfungsbereit sind, und den Erfolg der Strategie anhand von Kennzahlen zu messen.
Die Automatisierung der Datenarchivierung sorgt für einen konsistenten und effizienten Prozess. Sie minimiert das Risiko menschlicher Fehler, entlastet die IT-Fachkräfte von manuellen Datentransfers und stellt sicher, dass Daten regelmäßig und gemäß den unternehmenseigenen Richtlinien archiviert werden.
Die Datenarchivierung unterstützt die Compliance, indem sie historische Daten sicher und strukturiert speichert. So kann eine Organisation archivierte Datensätze schnell und zuverlässig abrufen, um rechtliche Anfragen, Prüfungen und regulatorische Anforderungen zu erfüllen, ohne die Leistung der aktiven Systeme zu beeinträchtigen.
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