Zwei Personen unterhalten sich mit KI-Agenten rund um ein großes Smartphone.

ReAct-Agent: der ultimative Leitfaden zum Reason-and-Act-Framework für LLMs

ReAct-Agenten verbinden Denken mit Handeln und ermöglichen es KI, Gedanken zu formulieren und Tools einzusetzen, um komplexe, mehrstufige Probleme zu lösen.

Vergleich der Agentenarchitekturen ReAct und Function Calling

Attribut ReAct-Agenten Function-Calling-Agenten
Hauptfokus Reasoning und dynamische Planung Ausführung vordefinierter Aufgaben
Transparenz Hoch (sichtbarer Denkprozess) Menschliche Aufsicht und Kontrolle sind entscheidend, besonders bei Aktionen mit hoher Tragweite. Überprüfen und validieren Sie die Entscheidungen von Agenten regelmäßig.
Technische Komplexität Der Aufbau und die Integration ausgereifter KI-Agenten können technisch anspruchsvoll sein und erfordern spezialisiertes Know-how in den Bereichen maschinelles Lernen, Data Engineering und Systemintegration. Niedrig (direkte Ausführung)
Geeignet für Aufgaben Unstrukturierte, mehrstufige Probleme Strukturierte, vorhersehbare Anfragen
Anpassungsfähigkeit Hoch (kann basierend auf Ergebnissen umsteuern) Moderat (folgt einem festgelegten Ablauf)

Fortgeschrittene Agent-Architekturen

FAQs zu ReAct-Agenten

Ein Chain-of-Thought-Prompt konzentriert sich ausschließlich auf das interne Reasoning: Er hilft dem LLM, ein Problem gedanklich zu durchdringen und auf Basis seiner Trainingsdaten zu einer besseren Antwort zu gelangen. Ein ReAct-Agent geht noch einen Schritt weiter, indem er „Action“- und „Observation“-Schritte hinzufügt. Während CoT rein kognitiv arbeitet, ermöglicht ReAct dem Agenten die Interaktion mit externen Tools und die Aktualisierung seines Reasoning auf Basis von Feedback aus der realen Welt.

ReAct-Agenten sind ideal für „Multi-Hop“-Aufgaben, die Echtzeitdaten oder die Interaktion mit mehreren Systemen erfordern. Beispiele hierfür sind komplexe Rechercheprojekte, die Triage im Kundensupport mit Datenbankabfragen sowie Finanzanalysen, die aktuelle Marktdaten abrufen müssen. Grundsätzlich eignen sich alle Aufgaben für das ReAct-Framework, die eine Abfolge logischer Schritte und eine externe Überprüfung erfordern.

Halluzinationen entstehen häufig, wenn ein LLM versucht, Wissenslücken mit plausibel klingenden, aber falschen Informationen zu füllen. ReAct wirkt dem entgegen, indem es den Agenten in Fakten verankert. Da der Agent eine „Action“ ausführen muss (z. B. eine Suche oder Datenbankabfrage) und auf eine „Observation“ warten muss, stützt sich das Modell auf externe Fakten statt auf seine internen Wahrscheinlichkeiten.

ReAct ist ein allgemeines Architekturmuster bzw. eine Technik, keine konkrete Software. Es handelt sich um eine Methode zur Strukturierung von Prompts und zur Steuerung des Kreislaufs zwischen dem LLM und externen APIs. Das ReAct-Framework lässt sich mit verschiedenen LLMs und Programmierbibliotheken implementieren.

Zu den wichtigsten Herausforderungen gehören erhöhte Latenz und höhere Kosten, da das Modell für eine einzige Aufgabe mehrere LLM-Aufrufe ausführen muss. Hinzu kommt das Risiko von „Endlosschleifen“, bei denen der Agent keine Lösung findet und unbegrenzt weitere Aktionen ausführt. Diese Probleme lassen sich in der Regel durch konsequentes Prompt Engineering und die Festlegung einer maximalen Anzahl von Iterationen in den Griff bekommen.

Der klassische ReAct-Kreislauf sieht zwar jeweils einen Thought, eine Action und eine Observation vor, doch fortgeschrittene Implementierungen können auch parallele Aktionen unterstützen. In solchen Fällen kann der Agent in seiner „Thought“-Phase entscheiden, drei verschiedene API-Aufrufe gleichzeitig auszulösen, und anschließend alle drei Observations verarbeiten, bevor er zum nächsten Reasoning-Schritt übergeht.